Dienstag, 15. März 2011

[Rezension] Vampirsohn von J. R. Ward



Inhalt:
Seit Jahrzehnten wird der Vampir Michael im Keller eines uralten Hauses gefangen gehalten. Bis die toughe Anwältin Claire ihm gezwungenermaßen einige Tage Gesellschaft leistet und in ihm eine bis dahin unbekannte Leidenschaft entfacht.

[Quelle: randomhouse.de]



Die Star-Anwältin Claire Stroughton aus Manhattan macht einen Hausbesuch bei einer alten Dame, Ms Leeds, in Caldwell. Ms Leeds ist eine langjährige Kundin der Kanzlei und lässt regelmäßig ihr Testament ändern. Da sie gesundheitlich nicht in der Lage ist in Claires Büro nach Manhattan zu kommen, willigt die junge Anwältin ein zu ihr zu kommen.
Normalerweise ist Claire in der Kanzlei für andere Fälle zuständig. Doch der alten Frau kann sie schlecht den Wunsch abschlagen. Ms Leeds wohnt in Caldwell auf einem riesigen Anwesen mit ihrem Butler. Dort angekommen lässt sich Claire überreden eine Tasse Tee zu trinken - und wacht auf einem fremden Bett im Keller auf.

Vampirsohn ist eine Novelle von J. R. Ward und hat recht wenig mit ihrer Black Dagger Reihe zu tun.
Die einzigen Überschneidungen finden sich darin, dass es einen Vampir gibt und die Geschichte überwiegend in Caldwell spielt.
Der Stil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte reißt gleich mit und wird schnell spannend, was natürlich wichtig ist, denn die Novelle hat ja nur wenige Seiten. Trotzdem entspinnt sich auf diesen wenigen Seite eine interessante, mitfühlende und leidenschaftliche Geschichte. Zwischen Michael und Claire funkt es von Anfang an und man lernt die scheinbar gefühlskalte Claire von einer anderen Seite kennen - und sie sich selbst auch.
Michaels Vergangenheit ist durchaus traurig, was auch Claire mitnimmt - ebenso wie den Leser.
Das Ende fand ich sehr schön und es wird auch jeden Happy-End-Liebhaber erfreuen, auch wenn es vielleicht ein bisschen kitschig war und auch etwas vorhersehbar.
Wem die Novelle gefallen hat und bisher die Black Dagger Reihe noch nicht kennt, dem würde ich die Serie auf jeden Fall ans Herz legen - und allen anderen auch. Die Novelle hat mich jedenfalls so sehr in ihren Band gezogen, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe, obwohl ich eigentlich nicht alles auf einmal lesen wollte. Das ging mir bei den ersten Bänden der Black Dagger Serie ganz ähnlich.

Kurz: Ein spannender, leidenschaftlicher Ausflug in die Vampir-Welt von J. R. Ward mit einem tragischen Spannungsbogen, aber herzzerreißendem Happy End!


Weitere Informationen:
Verlag: HEYNE
Taschenbuch, Klappenbroschur
Seiten: 144
Originaltitel: The Story of Son
ISBN: 978-3-453-52789-8
Preis: [D] 5,99 €

Kommentare:

  1. Ich bin ja schon die ganze Zeit am Überlegen, ob ich mir die Novelle kaufen soll, da die Rezensionen ziemlich durchwachsen sind. Nach deiner Einschätzung muss ich nun erneut grübeln... ;)

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  2. Kennst du die Black Dagger Reihe? Wenn dir die Bücher gefallen haben, wird es Vampirsohn auf jeden Fall auch!
    Man darf sich jetzt nicht zu viel erwarten. Sprich, keine ausgeklügelte, actiongeladene Handlung. Es geht wirklich hauptsächlich um Claire und Michael und ihre "Welt" und ihre Anziehungskraft zueinander.
    Ich mag solche Geschichten sehr gerne - andere nicht. Aber ich denke bei dem Preis kann man es verschmerzen. ;-)

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  3. Klar, Band 16 der BD "Mondschwur" lese ich gerade. Ich bin ein großer Fan von J. R. Ward. Dennoch haben mich manche nicht so gute Rezis zögern lassen, das Buch zu kaufen.
    Aber du hast Recht, kostet ja nicht wirklich viel. :)
    LG Sylvia

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  4. Also ich persönlich fand's ganz toll.
    Die Black Dagger Reihe hab ich allerdings "nur" bis Phurys Geschichte gelesen. Die letzten vier Bücher (deutsch) liegen hier noch bei mir rum. ^^;

    Vampirsohn hat zwar nichts mit Black Dagger zu tun, aber ich denke, wenn man die Serie kennt und mag, dann macht man mit der Novelle nichts falsch, sofern man eben nicht die "Krimi"-Handlung wie bei BD erwartet.

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