Mittwoch, 16. März 2011

[Filmrezension] Ratatouille

Inhalt:
Remy hat ein ganz außergewöhnliches Talent: Er hat eine äußerst feine Nase. Durch den Meisterkoch Auguste Gusteau entdeckt er das Zubereiten von Nahrung, das Kochen, für sich. Das Problem ist nur, dass Remy eine Ratte ist, die eigentlich, wie seine Familie und Freunde, den Müll der Menschen essen sollte. Deswegen verstehen Remys Familie und Freunde ihn auch nicht, denn für die kleine Ratte ist Essen ein Genuß - für die anderen lediglich Notwendigkeit.
Nachdem die Rattenkolonie von ihrem Zuhause vertrieben werden, wird Remy von der Gruppe getrennt und er landet in Paris. Dort macht er sich auf die Suche nach etwas Essbaren und landet vor Gusteaus Restaurant, das, nach dem Tod Augustes und einer vernichtenden Kritik Anton Egos, zwei Sterne verloren hat.
Dort kann Remy sein Talent entfalten - so denkt er, doch er wird von dem Küchenjungen Linguini aufgegriffen und soll "entsorgt" werden. Doch die beiden schließen schnell eine sehr ungewöhnliche Freundschaft.

Ratatouille ist einer meiner Disney-Pixar-Favoriten. Nicht nur, weil es ums Kochen geht. Denn in diesem Film kann man einiges über den Ablauf einer Restaurantküche lernen. Sondern auch, weil die Geschichte so fabelhaft erzählt wird und der kleine Remy, sowie auch Linguini, ihre Ecken und Kanten haben, die die Charaktere so lebendig wirken lassen.
Lieder, wie es in Disney-Filmen üblich ist, findet man hier nicht. Trotzdem werden die witzig animierten Szenen mit passender, schöner Musik hinterlegt.
Natürlich gibt es auch Bösewichte, oder vielmehr Gegenspieler. Da ist einmal der Chefkoch, Monsieur Skinner, der Gusteaus Restaurant und Marke für sich behalten möchte und dann Anton Ego, der mürrische Restaurant-Kritiker, der keinen Spaß mehr am Leben zu haben scheint und etwas gruselig wirkt.
Es geht hier nicht nur um Intrigen und Freundschaft, sondern auch darum, seinen Weg zu gehen. So machen Remy und auch Linguini Fehler. Manchmal möchte man die beiden Schütteln, damit sie zur Vernunft kommen, aber ganz ehrlich? So bekommt der Film einen kleinen Schliff Realität, weil man sich gut vorstellen kann, dass Personen in einer ähnlichen Situation genau so handeln würden.
Natürlich ist der Film auch witzig, traurig und spannend. Besonders das Ende gefiel mir gut und wurde auch wunderbar aufgelöst.
Die Blu-Ray bietet wieder viele Extras. Zwei davon habe ich mir angesehen. Die Kurzfilme "Dein Freund, die Ratte" und "Lifted".
Bei ersterem klären Remy und sein Bruder Emile über die Ratten an sich auf, wie sie ihren weltweiten Eroberungszug führten, welche Arten es gibt und vor allem, dass die Pest nicht von Ratten, sondern deren Flöhe übertragen wurde. Dabei greift der Kurzfilm hauptsächlich nicht auf die computeranimierte Darstellung zurück, sondern eher auf Zeichnungen, die sehr alt erscheinen. Ein kleiner, interessanter Rattendokumentarfilm.
Bei letzterem führt uns Pixar in ein Raumschiff. Ganz ohne Text, sondern nur mit Musik unterlegt, sehen wir einen kleinen, grünen, schleimigen Außerirdischen vor einem riesigen Schaltpult mit lauter kleinen Hebeln, der einen Menschen "entführen" soll. Dabei kann natürlich einiges schief gehen. Auch ohne Dialoge wunderbar lustig.

Kurz: Ein aufklärender, faszinierender Film über's Kochen, Freundschaft und über den schweren Weg sein Ziel zu erreichen!


Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der Blu-Ray
Originaltitel: Ratatouille
Regie: Brad Bird, Jan Pinkava
Länge: 111 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD/Blu-Ray erhältlich.

Und weil ich es so schön finde, hier das japanische Blu-Ray-Cover:

Kommentare:

  1. Ich mag den Film auch total, der hat einfach alles, was ein solcher (Kinder-)Film braucht. Inklusive einer süßen kleinen Liebesgeschichte ;)

    Das japanische Cover ist ja wirklich mal sehr süß.

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  2. Finde ich auch! Von Ratatouille war ich wirklich sehr positiv überrascht! Nachdem mir "Die Unglaublichen" nicht so gut gefallen hatten...

    Die Japaner haben oftmals ganz süße Cover! Ich mag auch das der Einzel-DVD gerne, dass eher blau ist und nur Remy und Emile auf dem Cover hat. ;-)

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  3. hihi, dann muss ich mir "Die Stadt der verlorenen Kinder" wirklich mal hertun. Bin da schon ein paar mal drumrumgeschlichen, war mir aber nicht so sicher ;) jetzt rutschs auf meiner Wunschliste ein ganzes Stück hoch :)
    Danke für den Hinweis!
    Grüßle Caro

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  4. "verschwundenen" natürlich meine ich :P wie peinlich ^^ dystopien finde ich gerade eh super, da passt das ja gut rein :)

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  5. Ratatouille fand ich auch unglaublich süß, wesentlich besser als z.B. "Oben", da war der Anfang zwar mehr als nur genial, aber der Rest Disney-weichgespült... -.- Sprechende Hunde!? Schlimmer ging's nimmer...

    Für mich ist Ratatouille einer der besten Pixar-Filme, zusammen mit "Findet Nemo" :-)

    PS: Das japanische Blu-Ray-Cover hätten sie auch für Deutschland nehmen sollen, dass ist wirklich viel schöner!

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  6. Der Film hatte mich nie gereizt, aber du bist nicht di Erste, die ihn anpreist.... ich sollte ihn wohl doch mal noch schauen :)

    Zum Dosenfutter: bei uns zuhause gab es Ravioli und Linseneintopf aus der Dose, sonst nichts... und außer diesen beiden Gerichten mag ich auch echt gar nix aus der Dose, egal was ich probiere (zb diese Nudeln in Tomatensoße von Maggi - uäääääh). Ich finde es echt schwierig Dosenfutter zu essen, weil die Liste der Inhaltsstoffe so grässlich lang ist. Wenn ich selbst koche, sieht das anders aus.

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  7. @ Caro: Das Buch ist echt meine Top-Empfehlung für diesen Monat. ;-)

    @ Lucina: Oben kenn ich leider noch nicht. :-/ Ich wollt ihn gerne sehen, aber ... mein lieber Gemahl in spe sträubt sich ja immer so. *seufz*
    Findet Nemo fand ich auch süß! Der hat sogar meinem Dad super gefallen. XD
    Das japanische Cover gefällt mir auch sehr gut! Ich mag's auch lieber als das deutsche (auch wenn das nicht sooo schlecht ist), denn irgendwie passt es besser, finde ich.

    @ Alice: Na, man muss schon nicht ganz abgeneigt gegenüber animierten Filmen sein. Die Liebesgeschichte fand ich etwas kitschig, hätte man meinetwegen weglassen können, aber zum Glück stehen ja Remy und seine Kochkünste im Vordergrund!
    Zum Dosenfutter: Die Spaghetti von Maggi sind auch besch...eiden! Aber es gibt ne billig-Marke, glaub "gut und günstig" oder so, da schmecken sie annehmbar. Nicht super toll oder so, aber okay. Ich mach das nur, wenn ich z. B. keine Zeit zum Kochen habe (also ab jetzt jeden Mittwoch...).
    Ich finde auch, dass selbstgekochtes Essen vieeeel besser schmeckt und wenn man ein bisschen geübt ist, ist man genauso schnell fertig als wenn man Fertiggerichte macht.

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  8. Ratatouille zählt neben Die Unglaublichen, Wall-E und Monster AG zu meinen Lieblingsfilmen von Pixar. Ein guter, informativer Bericht. Auch die Animefavouriten kann ich bestätigen, besonders Die letzten Glühwürmchen.

    Auf meiner Seite befinden sich auch einige Reviews über Animes und ich würde mich über einen Besuch freuen.

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  9. Vielen Dank! Wall-E fand ich auch total klasse! Den möchte ich mir auch (hoffentlich bald) auf Blu-Ray holen. Monster AG auch. Das kam ja neulich wieder im Free TV - sehr süß!
    Über Anime werd ich demnächst auch noch Rezis verfassen. Wann genau die dann kommen, weiß ich noch nicht. ;-) Besonders "Die letzten Glühwürmchen" hat es ja verdient sie zu erwähnen!

    Hab ich schon gemacht. :D Ondine mag ich mir jetzt auch unbedingt anschauen!

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