Mittwoch, 2. März 2011

[Mangarezension] Fruits Basket von Natsuki Takaya

Hallo alle miteinander!

Heute wie versprochen ein bisschen japanische Luft. Einer meiner Lieblingsmanga ist von der Zeichnerin Natsuki Takaya: Fruits Basket. Ihr wisst ja vielleicht, dass es in China Tierkreiszeichen statt Sternzeichen gibt. Für jedes Jahr gibt es ein anderes Tier: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Dem liegt eine alte Legende zu Grunde, die frei in diesem Manga erzählt wird.


Fruits Basket von Natsuki Takaya
abgeschlossen in 23 Bänden
hier könnt ihr euch alle Cover ansehen

Inhalt:
Das Mädchen Toru verliert ihre Mutter bei einem Autounfall. Ihr Vater ist schon kurz nach ihrer Geburt geschoben. Da sie ihrem Großvater nicht zur Last fallen möchte, zieht Toru Honda in ein Zelt. Dort wird sie von ihrem Klassenkameraden Yuki Soma entdeckt.
Yuki, Shigure und Kyo leben in einem kleinen Häuschen im Wald und laden Toru ein bei sich zu wohnen. Ihnen tut das Mädchen leid, im Gegenzug übernimmt sie den Haushalt: Kocht, wäscht, putzt. Auch das Geheimnis der Somas ist bei Toru sicher.
Dreizehn der Somas verwandeln sich nämlich in eines der 13 Tierkreiszeichen. 13? Nun, laut einer Legende veranstaltete Gott ein großes Festmahl und lud dazu seine Freunde, die Tiere ein. Die Ratte nannte der Katze aber eine falsche Uhrzeit, woraufhin die Katze zu spät zum Festmahl kam und nicht teilnehmen durfte.
Diese Verwandlung geschieht nur, wenn ein Betroffener vom anderen Geschlecht umarmt wird. Ihr Geheimnis wird streng gehütet und deswegen scheinen die betroffenen Somas teilweise unnahbar. Viele haben Probleme mit ihren Eltern, denn die sehen die Kinder als Monster an, die Mütter können ihre Söhne nicht in den Arm nehmen, denn sonst würden sie sich in ein Tier des Tierkreiszeichens verwandeln.
Das Oberhaupt der Familie, Gott, stellt Akito Soma dar. Er ist jähzornig und gönnt seinen "Untergebenen" kein Stück Glück. Schlimm ist es für ihn zu sehen, wie die etwas naive, aber herzensgute Toru Honda die Somas langsam für sich gewinnt, ihnen auf Torus ganz spezielle Weise hilft und ihnen ein bisschen Glück und Hoffnung schenkt. Genau das ist Akitos schlimmste Befürchtung: Allein gelassen zu werden, seine "Freunde" zu verlieren und sie nicht mehr kontrollieren zu können.

Natsuki Takaya erzählt die Geschichte von Toru, Yuki, Shigure, Akito, Kyo und den anderen Somas sehr gefühlvoll, manchmal sogar fast philosophisch. Der Zeichenstil reift mit jedem Band und man erkennt einen deutlichen Fortschritt. Auch die Story entwickelt sich, lässt sich viel Zeit um den Charakteren genug Tiefe zu geben.
Der Aspekt der Legende der Tierkreiszeichen und die Verwandlung der Menschen in eben solche, ist der einzige fantastische Aspekt der Serie. Vielmehr setzt sie sich aus den zwischenmenschlichen Beziehungen zusammen. Aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft aller Protagonisten. Man lernt sie immer besser kennen, lieben, ja, vielleicht auch hassen. Aber auch hier täuscht manchmal der erste Blick und wie ein Puzzle setzen sich die einzelnen Teile langsam zusammen.
Manchmal rückt die Geschichte der verfluchten Somas etwas in den Hintergrund, um Platz für eine andere Geschichte aus dem Leben der Protagonisten zu machen. Man begleitet Toru auf ihrem harten Weg sich selbst zu finden und bei ihrem Versuch die Somas von ihrem Fluch, sich bei Umarmung des anderen Geschlechts in Tiere zu verwandeln, zu befreien.

Kurz: Eine sehr rührende Geschichte, die alle Aspekte des Lebens beinhaltet - mit ein bisschen Mystik und Legende!


Weitere Informationen:
Erschien in der DAISUKI, einem Manga-Magazin
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Ausstattung: Pappaufsteller im ersten Band (1. Auflage)
Verlag: Carlsen Manga
Seiten: je um die 200
ISBN: s. hier - auf den jeweiligen Band klicken
Preis: [D] je 5,95 €

Kommentare:

  1. Ich habe zwar damals nur die ersten vier Bände der Reihe gelesen, aber ich möchte die Geschichte und Charaktere sehr gern. Nur konnte ich es mir nicht wirklich leisten, die ganzen Folgebände anzuschaffen und so muss die Reihe ruhen...

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  2. Ich hatte sie immer in der DAISUKI mit drin und mir dann später mal die (die in der DAISUKI eben enthalten waren) gebraucht nachgekauft - als ich meine Ausbildung gemacht hab. :3
    Aber Fruits Basket wird, denke ich, auch erst mit den höheren Bänden besser - genau wie Skip Beat. Da Furuba immer eine meiner Lieblingsserien war, hab ich dann lieber andere "vernachlässigt". =) Die Charaktere mochte ich aber auch von Anfang an.

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  3. Furuba mochte ich auch immer gern, obwohl ich fand das die Serie zwischendurch kleine Hänger hatte, aber insgesamt fand ich sie auch zeichnerisch sehr gut umgesetzt und die Geschichte ich wirklich sehr originell :-)

    Wenn ich mir die älteren Bände ansehe wundere ich mich immer wie sehr sich der Stil von Takaya verändert hat ^^

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  4. Stimmt, aber ich glaub bei so langen Serien, ist das relativ normal. Manchmal frage ich mich da, ob die Mangaka wirklich durchgeplant hat oder zwischendrin mal nicht wusste, wie es weitergehen sollte.

    Oh ja! Das hab ich mir auch gedacht! Das ist wirklich krass, wie sich das entwickelt hat. Ich hab auf Englisch noch einen 2in1 Band von ihr, scheinbar ein älteres Werk (Tsubasa - Those with wings) und da ist es auch sehr deutlich. Das Cover in ihrem neuen Stil, aber innen drin... wie der erste Furuba-Band. o_O

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