Mittwoch, 28. September 2011

[Filmrezension] Perfect Blue

Inhalt:
Mima Kirigoe ist eine erfolgreiche Pop-Sängerin der Mädchengruppe CHAM. Doch sie entscheidet sich ihre Karriere als Sängerin zu beenden und lieber in die Schauspielwelt einzutauchen. Ihre Fans nehmen dies anfangs nicht so gut auf und auch ihre Betreuerin Rumi spricht sich nicht gerade für Mimas Entscheidung aus.
Als Mima dann ihre erste kleine Rolle bekommt - in einer aktuellen Krimifernsehserie - setzt sich ihr Manager Tadokoro für eine bessere Rolle ein. Mima wird als Charakter zunehmend wichtiger für die Serie. Doch es geschehen seltsame, unheimliche Dinge. Der Fotograf, der erotische Fotos von Mima gemacht hat, wird ermordet aufgefunden. Außerdem betreibt scheinbar ein abgedrehter Fan eine Homepage in Mimas Namen - und er scheint viel über Mima zu wissen. Realität und Fiktion verschwimmen...

Der Film ist aus dem Jahr 1997. Das Internet also noch nicht so verbreitet - selbst in Japan. Deswegen muss Rumi Mima erst erklären, was eine Homepage ist, denn Mima hat bis dato noch keinerlei Kontakt mit Computern und dem WWW gehabt. So zieht diese Homepage Mima auch in einen Strudel. Denn dort stehen Dinge, die sie getan hat und "ihre" Meinung. Was sie anfangs noch lustig findet, wird beizeiten abgedreht, beinahe shizophren. Wie der Film selbst.
Die Szenen wechseln teilweise in den Perspektiven. Man weiß auch oftmals nicht gleich, was nun real ist, was Mima vielleicht geträumt hat, was gespielt wurde. Der Film an sich wirkt relativ real. So real wie eben ein animierter Film wirken kann.
Die Charaktere sind wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Es gibt die schöne Mima, die vielleicht etwas naiv und auch ein bisschen arrogant wirkt. Den etwas ekligen und unheimlichen verrückten Fan und Stalker (?). Den beinahe skrupellosen und schleimigen Manager. Also durchaus reale Charaktere mit Kanten und Macken. Die Synchro passt hervorragend dazu.
Größtenteils verfolgt man als Zuschauer die ehemalige Pop-Sängerin Mima, die eine Schauspielerin sein möchte und in dieser Rolle auch gefordert wird.

Kurz: Ein spannender Psycho-Film über eine junge Schauspielerin, einen Stalker und das verrückte, gefährliche Leben eines Stars.




Weitere Informationen:
Der Film basiert auf einem Roman von Yoshikazu Takeuchi
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Perfect Blue
Regie: Satoshi Kon
Länge: 78 Minuten
FSK: 16
Auf DVD erhältlich.

Kommentare:

  1. Neben Paranoia Agent und Millenium Actress, mein Lieblingswerk von Satoshi Kon. Besonders die surrealen Elemente und die vermeintlich psychische Beeinträchtigung von Mima wurden sehr gut insziniert. Auch der Mima-Maniac und jene Person, welche hier nicht erwähnt werden sollte, wurden hervorragend in die Handlung integriert. Auch wenn der Zuseher relativ schnell bemerkt, dass geziehlt Mima daran gehindert werden soll, eine Schauspielerin zu werden. Wer Black Swan mag, kann sich diesen Film bedenkenlos ansehen und auch umgekehrt.

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  2. Die beiden kenn ich noch gar nicht. :O
    Millenium Actress steht aber schon in meinem Regal. :D
    Als ich ihn damals das erste Mal gesehen habe (noch zu VOX-Zeiten), da hab ich das gar nicht so richtig gerafft, weil er wirklich total verworren ist (auf gute Weise).
    Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, wer Black Swan mochte, wird Perfect Blue lieben. ;-)
    Die Charaktere waren tatsächlich super integriert!

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