Dienstag, 26. Juli 2011

[Rezension] Angel Eyes - Zwischen Himmel und Hölle von Lisa Desrochers

1. Band

Inhalt:
Als Frannie zum ersten Mal Luc begegnet, fehlen ihr die Worte. Dabei ist sie sonst nicht auf den Mund gefallen. Doch der Neue sieht einfach unverschämt gut aus: ein echter Drauf­gänger mit dunkler Aura – genau ihr Typ. Was Frannie nicht weiß: Luc ist ein Dämon mit besonderer Mission. Er soll ihre Seele für die Hölle sichern. Denn Frannie hat eine wertvolle Gabe, von der sie selbst nichts ahnt. Doch auch die himmlischen Mächte schicken einen Kandidaten ins Rennen: Gabe, einen attraktiven jungen Engel. Und ehe sie sich´s versieht, steht Frannie nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch im Zentrum eines uralten Kampfes ...

[Quelle: rowohlt.de]



Luc ist dunkel, mysteriös und heiß - und kommt direkt aus der Hölle, denn Luc ist ein Dämon. Er ist ein Dämon erster Klasse und der beste auf seinem Gebiet: Seelenfänger.
Deswegen ist er auch hier, denn er soll für seinen Boss - Satan - eine Seele fangen, bzw. markieren. So trifft er auf Frannie, eigentlich Mary Francis Cavanaugh. Denn ihre Seele will Satan für die Hölle. Doch die Aufgabe erweist sich als schwieriger als gedacht.
Luc ist nämlich ganz hin und weg von Frannie. Und dann taucht auch noch himmlische Unterstützung auf: Gabriel. Warum Himmel und Hölle hinter Frannie her sind, findet Luc erst Stück für Stück raus.
Aber da ist es schon zu spät...

Der erste Band der Personal Demons Reihe.
Lisa Desrochers erzählt die Geschichte abwechselnd aus Frannies und Lucs Sicht in der Ich-Perspektive. Zwar ist der Stil flüssig und leicht zu lesen, wirkt aber an manchen Stellen etwas distanziert. Obwohl man mit dem Ich-Erzähler eigentlich eine (schöne) emotionale Nähe zum Leser aufbauen kann. Das wird aber im Laufe des Buches besser - vor allem gegen Ende.
Die Kapitel hatten Überschriften, die immer etwas mit Himmel, Hölle, Engeln oder Dämonen zu tun hatten. Was ich wirklich ganz lustig fand. Von der Länge her waren sie sehr unterschiedlich. Aber dadurch, dass mal Frannie erzählt und mal Luc war es trotzdem dynamisch, abwechslungsreich und wurde nicht langweilig.
Es ist eine Liebesgeschichte. Keine Frage. Aber auch ein Kampf zwischen Gut und Böse, obwohl der Kampf ziemlich subtil ist und eher weniger actionlastig.
Die Charaktere, vor allem Frannie, mochte ich ganz gerne, obwohl ich Gabe bis zum Schluss nicht so recht einschätzen konnte. Allerdings kommt Frannies Konflikt, bzw. dass sie zwischen Gabe und Luc hin und her gerissen ist, nicht sonderlich gut raus. Mir war von Anfang an klar, wen Frannie wählen wird.
Was ich aber wirklich sehr schön fand, dass Desrochers verschiedene Arten von Liebe und Zuneigung in ihrem Buch aufzeigt und gut unterbringt. Das ist ja, vor allem bei Jugendbüchern, nicht immer der Fall. Aber hier passt es sehr gut!
Im Roman wird auch öfters John Steinbecks Früchte des Zorns erwähnt. Ich persönlich habe das Buch nie gelesen, nehme aber an, dass man die ein oder andere Wendung in Angel Eyes noch besser nachvollziehen kann oder vielleicht einen Aha-Effekt bekommt, wenn man das Buch kennt. Ist aber nur eine Vermutung meinerseits.
Insgesamt hat mich das Buch nicht ganz in seinen Bann gezogen. Emotional gesehen. Was sehr schade war, denn es geht ja mitunter um die Liebe zwischen Frannie, Luc und Gabe. Trotzdem fand ich die Thematik und die Geschichte spannend und sie bildete auch eine wunderbare Abwechslung zu den "typischen" Themen (Vampire, Gestaltwandler, Feen etc.).

Kurz: Noch ausbaufähig, aber trotzdem spannend, himmlisch und höllisch heiß!




Weitere Informationen:
Verlag: Rowohlt Polaris
Hardcover
Seiten: 464
Originaltitel: Personal Demons
Reihe: Personal Demons
ISBN: 978-3-86252-006-0
Preis: [D] 14,95 €

Kommentare:

  1. Dann kann ich dem Buch ja doch eine Chance geben, vom Klappentext her habe ich eine stereotype Geschichte erwartet. Aber vielleicht sollte ich vorher doch mal einen Blick in Steinbecks Buch werfen :-)

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  2. Ich mag ja an sich die "stereotypen" Liebesgeschichten. Natürlich soll nicht alles nach Schema F ablaufen, aber so in die Richtung.
    Angel Eyes birgt jetzt nichts grundlegend Neues. Teilweise war es eben auch ein bisschen distanziert und "zäh". Aber ich fand einfach diese Beschreibung der "Liebe" (bzw. deren Arten) sehr schön, weil das imo nie so in Jugendbüchern angesprochen wird. Dazu kam halt auch, dass mir Frannie sehr gut als Charakter gefallen hat.
    Also kurz: Vielleicht nicht allzuviel erwarten. ;-)

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  3. Warum werden eigentlich die Covers solcher, eher femininen Bücher, meistens gleich gestaltet? Eine hübsche Frau mit dem Schriftzug des Titels. Als Außenstehender sieht es immer merkwürdig aus, wenn zig solche Bücher in den Regalen zu finden sind.

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  4. Ich habe mir das Buch heute auch gekauft und erst danach bei Amazon nachgesehen, wie die Meinungen dzu sind. Die sind nicht wirklich gut, und ich habe schon überlegt, ob es ein Fehler war, dieses Buch zu kaufen.
    Um mich nicht beeinflussen zu lassen, habe ich von Deiner Rezi nur den letzten Satz gelesen. So schlecht scheint Dir das Buch nicht gefallen zu haben, ich bin jetzt etwas beruhigt.
    LG
    Anja

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  5. @ leon:
    Tja, das fragen sich viele Blogger. Ich find's ehrlich gesagt besser als das Original-Cover. Ich find auch die Schnörksel (ja, ich steh auf so was) und die Farbe des Auges toll. Aber ich denke, man hätte sich da schon ein bisschen mehr vom Inhalt beeinflussen lassen können...

    @ Anja:
    Es ist nicht schlecht! Um Gottes Willen. Es kommt vielleicht auch drauf an, was man vorher so gelesen hat. Die Engel/Dämon-Thematik hatte ich dieses Jahr noch nicht wirklich (oft). Teilweise ist der Stil zwar, wie schon geschrieben, ein bisschen distanziert, aber die Geschichte an sich war sehr schön.
    Anders gesagt: Da hab ich in letzter Zeit auch schon wesentlich schlechteres gelesen!

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  6. Ich hatte mir die Leseprobe durchgelesen und fand sie eigentlich ganz gut. Deshalb habe ich sofort zugegriffen, als ich das Buch im Laden gesehen habe.
    Ich habe beschlossen, es direkt als nächstes zu lesen, um mir die Lust daran nicht von noch mehr schlechten Bewertungen nehmen zu lassen.
    Es wäre dann auch nicht das erste Buch, das mir gefällt, trotz vieler negativer Bewertungen.
    Viele Grüße
    Anja

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  7. Ich denke, wenn dir die Leseprobe gefallen hat, dann wird dir das Buch auch gefallen. ;-)
    Bei vielem muss man sich halt auch ne eigene Meinung bilden. Ich denke, es ist oft "schlimmer", wenn man sich soooo viel von nem Buch verspricht und es dann nicht ganz so dem eigenem Geschmack entspricht. :-/ Lieber werde ich "vorgewarnt" und überrascht als gehypet und enttäuscht. ._.

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