Freitag, 3. Juni 2011

Buchrezensionen

Hallo alle miteinander!

Vor kurzem fragte Crini von All about books, wie das so mit den Rezensionen lesen ist. >>KLICK<<

Ihre Fragen:
  • Lest ihr auf euren Lieblingsblogs JEDE Rezension?
  • Lest ihr nur Rezensionen zu Büchern, die ihr demnächst kaufen wollt?
  • Oder habt ihr Angst, zu viel zu erfahren und lest nur welche zu Büchern, die ihr schon gelesen habt?
  • Lasst ihr bestimmte Gerne von vornherein aus?
Meine Antwort:
Ich schau zwar fast jeden Tag in mein Dashboard, aber Rezensionen wirklich bis zum Ende lesen: Fast nie.
Das liegt zum einen daran, dass ich Spoiler wie die Pest hasse. Gerade ausführlichere Rezis spoilen schon mal. Manche schreiben es ja auch anfangs hin. Trotzdem lese ich meistens nur das Fazit oder den Gesamteindruck.
Ich sortiere natürlich auch im Vornhinein aus: Wenn mir das Cover zusagt, oder mir das Buch schon bei einigen Blogs/im Internet über den Weg lief, gucke ich schon mal, was so die Grundtendenz ist (gut/schlecht/mittel).
Rezis les ich dann komplett, wenn ich das Buch auch selbst gelesen hab. Da überrascht mich dann ja nichts mehr. ;-) Zwar nicht immer unbedingt um der Rezension Willen, sondern so kann ich ganz gut einschätzen, ob die Person/der Blogger mit mir auf einer Wellenlinie liegt. Wenn er/sie dann mal ein Buch rezensiert, weiß ich eher, ob es auch was für mich sein könnte oder dann eher nicht.
Eine Zusammenfassung aller Beiträge könnt ihr hier nachlesen: >>KLICK<<


Das Thema finde ich total interessant und wichtig. Vor allem, da ich ja selbst Rezensionen schreibe. Ich würde teilweise gern mehr Rezensionen lesen, aber ich weiß nie, welche Bloggerin, bzw. welcher Blogger nun eine sehr ausführliche Rezension mit allen Details schreibt (also auch Spoiler enthält) und wer nicht. :-/
Habt ihr das Problem auch? Oder seid ihr Rezi-Leser, die alles ganz genau wissen wollen?

Wie ihr oben lesen könnt, bin ich nicht an detailverliebten und sehr ausführlichen Rezensionen interessiert. Meist reicht mir dann das Fazit.
Deswegen möchte ich euch in diesem Post einfach noch etwas zu meinen eigenen Rezensionen erzählen. Ich habe schon mal vor einiger Zeit grob etwas dazu gesagt ( >>hier<< ), aber eben nur grob.


Meine Rezensionen

Zuerst einmal die Form. Die habe ich noch aus dem CIL-Forum übernommen. Ich finde sie übersichtlich und habe später auch noch die "Weiteren Informationen" dazu genommen. Da ich es gern einheitlich mag, laufen meine Rezis immer nach dem selben Prinzip:
  • Überschrift: Titel des Buches von AutorIn
  • Bild des Covers; Sollte es eine Reihe sein, ist im Regelfall in der Bildunterschrift zu finden, welcher Band es ist.
  • Inhalt: Klappentext des Verlags mit Quelle
  • Leseprobe, falls vorhanden
  • eigene Inhaltsangabe
  • Eigene Meinung; Im ersten Satz schreibe ich auch noch meistens dazu, wenn es sich um eine Reihe handelt, welcher Band es ist.
  • Kurz: Fazit in ein bis drei Sätzen
  • Weitere Infos: Sollte es eine Extra-Verlagsseite geben oder ein Special, von welchem Verlag, Taschenbuch oder gebundene Ausgabe, Seitenzahl, ggf. Originaltitel, ggf. aus welcher Reihe, ISBN und Preis
Auf anderen Blogs habe ich schon Einträge mit unmütigen Äußerungen gelesen, dass andere Blogger ja den Inhalt sozusagen zweimal in ihre Rezension einbinden. Dadurch wird oft der Anteil der eigenen Meinung vernachlässigt.
Ich fühle mich jetzt nicht direkt angesprochen, kann auch nicht für andere sprechen, aber ich habe durchaus einen Grund, warum ich beides poste.
Wer, wie ich, Angst vor Spoilern hat, ihn aber das Cover anspricht, die Autorin oder der Titel an sich, der kann sich ohne große Gedanken den Klappentext durchlesen. Der enthält, erfahrungsgemäß, kaum Spoiler. Der Leser ist informiert und muss nicht extra noch auf einen Link klicken oder den Titel umständlich bei Amazon eingeben oder googlen.
Bei mir ist diese Angst zwar unbegründet, aber gerade bei Reihen kann es doch mal passieren, dass ich etwas aus dem vorangegangenen Band poste. Mit der Inhaltsangabe vom Verlag kann man da vielleicht sicherer fahren.
Den eigenen Inhalt fasse ich selbst noch einmal zusammen, weil einige Klappentexte entweder ein falsches Bild vermitteln, kaum aussagekräftig sind oder einfach nur die ersten fünf bis zehn Seiten zusammenfassen (übertrieben formuliert) auf denen kaum was passiert. Dabei versuche ich natürlich Spoiler zu vermeiden und euch einfach einen genaueren Blick - nach Möglichkeit - auf den Inhalt zu bieten ohne eben zu viel zu verraten.
Wer also "meinen" Inhalt nicht lesen will, der überspringt einfach den ersten Absatz komplett.

Eigene Meinung. Oft habe ich nicht gleich Zeit ein Buch zu rezensieren, wenn ich es gerade beendet habe. Das hat natürlich sowohl gute als auch negative Seiten. Zum einen kann sich der Inhalt einfach ein bisschen setzen. Man filtert dann nur das wirklich wichtige heraus und kann sich noch ein paar Gedanken machen. Zum anderen aber vergesse ich auch, leider, einiges wieder.
Meist hat dieser Absatz auch keine genaue Form. Sprich, ich erörtere nicht erst Schreibstil, Form, Charaktere etc. Tatsächlich schreibe ich "wild drauf los" - natürlich mit einer groben Ordnung. Ich werde mich aber zukünftig darum bemühen da noch ein bisschen Ordnung rein zu bringen.
Auch hier versuche ich weitestgehend Spoiler zu vermeiden. Ich bin kein Schwafler, deswegen halte ich mich kurz und versuche euch einen Eindruck zu vermitteln, was mir gefallen hat, was vielleicht nicht, auf was man sich einstellen kann, wie ich die Charaktere fand.
Zum anderen möchte ich auch nicht zu ausführlich werden. Da schlägt meine Erziehung durch, denn ich persönlich möchte nicht in 120 Wörtern lesen, dass einer das Buch toll fand - und dann noch in 250 Wörtern warum. Ich steh auf kurze Rezis, die ohne zu viel vom Inhalt zu verraten auf den Punkt kommen.
Sollte mir etwas nicht gefallen, versuche ich auch zu begründen warum. Aber, ihr kennt das sicher auch, manchmal gefällt einem einfach etwas und manchmal nicht - ohne bestimmten Grund. Geschmackssache.

Die weiteren Infos finde ich auch bei anderen immer interessant. Da wir in Deutschland ja der Buchpreisbindung unterliegen, weiß man auch gleich, was einen der Spaß (des deutschen Buchs) kostet. Oder mit was man ungefähr rechnen kann. Aber auch Reiheninfos oder Originaltitel finde ich aufschlussreich, denn die Originale haben ja oft auch andere Titel.

Warum machst du keine Genreunterteilung?
Hähä, ganz einfach: Weil ich absolut, wirklich absolut unbegabt bin, ein Buch einer Richtung zuzuordnen. Grob sicher, aber ich kenn mich da einfach zu wenig aus. Ich möchte einfach keine falschen Informationen geben. Ich denke, oft erschließt sich ja aus dem Text und/oder Cover in welche Richtung der Roman geht. Manchmal ist der Verlag auch aufschlussreich.


Jetzt habe ich aber genug erzählt, oder? Wer bis hier angekommen ist: Glückwunsch!
Ich versuche im Regelfall so zu bloggen, dass ich meine Einträge auch selbst gerne lesen würde. Sprich, ich versuche kurz zu schreiben, schnell auf den Punkt zu kommen und nicht zu schwafeln. Aber manche Themen lassen sich (leider) nicht in eine kleine Sparte schieben.


Mich würde jetzt natürlich noch interessieren:
  • Welche Rezis lest ihr am liebsten? Ausführliche oder doch lieber welche, die nur schmackhaft machen?
  • Lest ihr überhaupt komplette Rezensionen oder (wie ich) nur das Fazit, vielleicht auch noch den Klappentext?
  • Wenn ihr selbst Rezensionen schreibt: Auf was achtet ihr? Auf jedes Detail? Schreibt ihr schön ausführlich?
  • Was gehört für euch zu einer guten Rezension?
  • Was wollt ihr auf jeden Fall in einer Rezension lesen?
Ich bedanke mich schon mal bei allen, die durchgehalten haben und meine (neugierigen) Fragen beantworten. :-)

Kommentare:

  1. Juhuu - ich habe durch gehalten :)))

    Ich habe mir auch schon oft Gedanken über dieses Thema gemacht. Ich schreibe die Rezensionen so, wie ich sie gerne lesen würde. Ich mache eine kurze Inhaltangabe und dann meine Meinung. Bei manchen Büchern ist es so, dass ich mehr zu sagen habe, bei manchen eben weniger. Wenn ich bei einer Reihe schon bei den ersten 3 Teilen alles über die Charaktere und den Schreibstil geschrieben habe, dann halte ich mich bei den folgenden Teilen doch eher kurz - sonst langweile ich mich selbst ;)

    Über den Autor schreibe ich eher selten etwas, weil mich selbst das auch nicht wirklich interessiert. Den Preis, die Seitenzahl und die ISBN gebe ich mittlerweile schon an, allerdings nur aufgelistet neben dem Bild.

    Ich lese lieber kurze Rezensionen, denn ich muss nicht jeden Charakterzug der Protagonisten und jedes Wort des Autors 'auseinander genommen' haben.
    Ich halte es wie Du: Habe ich das Buch noch nicht gelesen, dann schaue ich mir nur das Fazit an. Habe ich das Buch schon gelesen, dann lese ich auch schon mal ganz gerne eine Rezi (wenn sie nicht zu lang bzw. ausführlich ist!!)
    Von Büchern, die mich so gar nicht ansprechen lese ich natürlich auch nicht Rezensionen.

    Ich merke schon, zu diesem Thema könnte man mehr schreiben, als zu manchen Buch ;) Ich höre jetzt aber mal lieber auf.

    Viele Grüße
    Anja

    AntwortenLöschen
  2. Wow! Glückwunsch! *g*

    Danke für die tolle, ausführliche Antwort. ;-) Ich dachte schon, ich wäre alleine mit dem "lieber kurz und knackig".
    Das habe ich übrigens ganz vergessen! Mit der "Reihen-Rezi". Das stimmt, wenn man Band 2+ rezensiert, dann gibt es nun mal nicht mehr viel über bereits existierende Charaktere oder den Schreibstil zu sagen.
    Bei manchen Büchern tu ich mich auch schwer, weil wenn man da einfach nicht so viel sagen kann. Vor allem, wenn man nicht spoilen will!
    Und ja, es ist auch so ne Sache mit den Büchern an sich. Zu manchen könnte man ellenlang schreiben - zu anderen wiederum nur sehr wenig!

    Ich hab mir auch noch überlegt die Seite des Autors einzufügen oder vielleicht mal Extra-Posts zu den Autoren zu machen... Andererseits denke ich mir, dass alle Google benutzen können...

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe erst einmal die Seite des Autors eingefügt, das war bei Antonia Michaelis, und auch nur weil ich ihre Seite wirklich originell finde.
    Ich habe schon das eine oder andere Mal überlegt, ob den Lesern meiner Rezensionen oder den Verlagen (bei Rezensionsexemplaren)gefällt, was und wie ich schreibe. Aber ich muss hinter dem, was ich schreibe, stehen können. Und das kann ich nur, wenn ich so schreibe, wie ich es für richtig halte. Also: Jeder so, wie er es mag. Basta ;)
    Liebe Grüße
    Anja

    AntwortenLöschen
  4. Also ich habe festgestellt, daß ich zuerst nach Cover und nach Punkten gehe. Gute Punkte bringen mich dazu, die gesamte Rezi zu lesen. Ich breche nur ab, wenns mir zu langweilig wird, also mich der Inhalt des Buches nicht interessiert. Ich finde ein Fazit gut, brauche es aber nicht unbedingt, ich schreibe selber auch keine - vielleicht änder ich das mal, die Idee an sich gefällt mir. Ich bringe nie Spoiler hinein, hoffe ich zumindest und finde es schade, wenn meine Rezis nicht gelesen werden, aus Angst davor. Da frag ich mich dann manchmal, wofür ich sie schreibe. Ist kein Vorwurf! Nur grad eine Feststellung. Aber ich habe bislang noch nie einen Spoiler gelesen, der mir dann das Buch vermiest hätte, Glück gehabt scheinbar :)

    Aber ich denke, es ist ja unser gutes Recht, wenn es jeder so hält, wie er mag :)

    Ach .. ich persönlich mag ausführliche Rezis lieber.

    AntwortenLöschen
  5. @ Buchmelodie:
    Das denke ich auch. Rezis schreibt man zwar für andere, aber ich finde, man sollte sich da trotzdem auch an sich selbst halten.

    @ Fabella:
    Das weiß man vorher immer leider nicht. :-/ Ich z. B. mag durch eine Rezi neugierig gemacht werden. Aber wenn dann der Halbe Inhalt schon in der Rezi steht, frage ich mich, warum ich das Buch lesen soll.
    Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, ob man nicht immer "spoilerfrei" oder so dazu schreiben soll. Ich denke, das würde bei einigen vielleicht helfen.
    Ja, man fragt sich schon, warum man Rezis schreibt, die dann keiner liest (oder vermeintlich). Vielleicht schreiben viele auch nicht drunter, wenn sie ihnen gefällt? Sollte ich vielleicht demnächst auch machen, weil ich meistens nur lese und nicht kommentiere. XD Aber ich find's auch ganz schön, wenn ich alte Rezis von mir lese. :-)
    Ich denke, man kommt dann auch authentischer rüber, wenn man es so schreibt, wie man es selbst gern lesen würde.

    AntwortenLöschen
  6. Ich selber schreibe Rezensionen nicht ganz so ausführlich. Bei mir kommen neben dem Cover Informationen wie Titel, Autor, Preis, Seitenanzahl, Verlag und eine Leseprobe hin. Ich schreibe dann den Klappentext hin und warne vorher, dass in diesem Klappentext Spoiler enthalten sein können für diejenigen, die den vorigen Band nicht gelesen haben. Ich gebe den Inhalt selber nicht mehr wieder, da ich sowas überhaupt nicht kann. :)
    In die Rezension kommt dann rein wie ich so die Charaktere fand, ob die Thematik interessant war, ob das Buch sich hinzog und so weiter. Ich spoilere da nicht herum und versuche es dabei knapp zu belassen.Im Fazit kommt nochmal kurz wie ich das Buch insgesamt fand. Ich hoffe das hat jemand interessiert. :D

    AntwortenLöschen
  7. Doch, mich! :D

    Stimmt, wenn man das mit den Spoilern macht und Klappentext, braucht man das nicht unbedingt.
    Wobei ich gestehen muss, dass ich ein Gewohnheitstier ist und die Inhaltsangabe (von mir selbst sozusagen) einfach immer noch mal hinschreibe. Auch wenn der Klappentext genug verrät, bzw. einen Einblick gibt.

    Mir ist auch aufgefallen, dass ich in letzter Zeit meine Rezis ausführlicher schreibe, obwohl ich lieber knappere mag. ^^;

    Danke für deinen Beitrag! =D

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar. Lasst euren Fingern einfach freien Lauf und schreibt, was euch zum Beitrag einfällt. ;-)
Ich versuche stets auf jeden Kommentar zu antworten.