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Mittwoch, 28. Dezember 2011

[Filmrezension] Bärenbrüder

Inhalt:
"Zur Zeit der Mammuts." Kenai ist der jüngste von drei Brüder und hat nur Unsinn im Kopf. Am liebsten legt er sich mit seinem mittleren Bruder Denahi an. Der große Bruder Sitka dient dabei als eine Art Vaterersatz. Kenai nimmt seine Verantwortung gegenüber der Gruppe noch nicht ganz so ernst. Als er in einer Zeremonie sein Totem erhält, ist er jedoch alles andere als stolz. Denn er bekommt das Bären-Totem - eher ein "Weiber"-Totem.
Nach einem Zwischenfall verfolgt Kenai einen Bären, seine Brüder folgen ihm und dabei kommt sein großer Bruder, und sein Vorbild, Sitka ums Leben. Geblendet von Trauer und Wut will sich Kenai an dem Bären rechnen, verfolgt und tötet ihn. Doch dann geschieht etwas Magisches und Kenai wird selbst zum Bären...
Um wieder ein Mensch zu werden, muss er zum Berg, "wo die Lichter die Erde berühren" und wird dabei vom kleinen Bärenjungen Koda begleitet.

Anfangs mochte ich den Film nicht. Was vor allem an Kenai lag. Denn Kenai ist... ungestüm, gedankenlos, teilweise auch sehr gemein und scheint keinen Funken Mitgefühl zu haben. Er denkt scheinbar nur an sich und lässt sich von seinen Gefühlen blenden. Nicht, dass ich das nicht ansatzweise nachvollziehen könnte. Trotzdem hat Kenai es mir schwer gemacht. Dazu kam, dass ich später auch wusste, wer der Bär am Anfang war, den er getötet hat.
Aber Kenai mausert sich. Auch wenn er sich mit der kleinen Nervensäge Koda abgeben muss - typisch kleiner Bruder eben. Aber Koda und auch die Elchbrüder Benni und Björn bringen viel Humor und lustige Momente in die doch recht traurige und tragische Geschichte. Die Elche habe ich einfach sofort in mein Herz geschlossen, weil sie einfach nur genial sind. Ein bisschen dumm oder naiv, aber trotzdem herzensgut.
Auch Koda mochte ich gleich. Er ist ein kleines Plappermaul, schlägt sich insgesamt aber gut. Er ist eben der typische kleine Bruder, der liebenswert, aber eben auch mal nervig sein kann - und natürlich voller Energie!
Die Musik fand ich auch sehr toll. Sie passt sehr gut in die Atmosphäre des Films und unterstreicht die Szenen im altbekannten Disney-Charme. Wie gesagt, die Geschichte ist schon sehr rührig und man sollte auch ein paar Taschentüscher in Reichweite haben, vor allem, wenn man nah am Wasser gebaut ist.
Insgesamt macht Kenai aber eine große Entwicklung durch und zum Schluß mochte ich ihn dann auch etwas mehr. Er wird eben doch erwachsen. Allerdings fand ich ihn auch als Bär viel besser. Denn im Prinzip geht es ja um das: Wie man etwas wieder gut macht und seinen Weg findet und das macht Kenai doch ganz gut.
Auch wenn es sehr rührige und traurige Stellen gibt, wirkt es nie kitschig. Es ist vielmehr ein Film über Geschwisterliebe, Freundschaft, Erwachsenwerden und den-Weg-finden.

Kurz: Ein wunderbarer Film mit tollen Bildern, wunderbarer musikalischer Begleitung und vorwitzigen Charakteren. Abstriche bekommt Bärenbrüder durch den Hauptcharakter Kenai, der doch etwas... stur ist (aber sich bessert).







Weitere Informationen:
Es gibt einen zweiten Teil.
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Brother Bear
Regie: Aaron Blaise, Robert Walker
Länge: 82 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

[Filmrezension] Nightmare before Christmas

Inhalt:
Jack Skellington, der König des Halloween-Festes, gelingt an diesem Halloweenfest einer seiner besten Streiche und wird von den Bewohner von Halloweentown gefeiert. Doch der Kürbiskönig ist Halloween leid und schlendert so ziellos durch die Gegend. Bis er auf eine Baumreihe trifft, die in verschiedene Welten führt. So auch in die Weihnachtswelt.
Gefangen von den bunten Lichtern keimt in Jack die Idee, dass er mal etwas anderes als "Halloween" probieren könnte und so versucht er dem Geheimnis von Weihnachten auf die Spur zu kommen. Sally, die Frankenstein-Puppe des verrückten Professors von Halloweentown, macht sich etwas Sorgen um Jack. Denn er ist immerhin DIE Halloweenfigur. So steht sie auch seinem Plan dieses Mal das Weihnachtsfest zu übernehmen und "Nikigraus" einen verdienten Urlaub zu spendieren skeptisch gegenüber...

Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich Nightmare before Christmas bisher noch nie ganz gesehen hatte. Natürlich kannte ich den Film an sich, habe ihn auch schon lange. Aber damals bin tatsächlich kurz nach Beginn eingeschlafen und kurz vorm Ende wieder aufgewacht (nein, nicht weil er langweilig war, sondern ich schlichtweg müde). Vielmehr kannte ich den Film aus dem PS 2 Spiel Kingdom Hearts.
Die Optik, da brauchen wir eigentlich nicht drüber diskutieren, ist ein Fall für sich, aber unglaublich toll. Sie passt einfach wie die Faust auf's Auge zu der skurrilen und grusligen Geschichte. Selbst die Lieder und die Melodie sind auf ihre Weise gruslig und gänsehautbescherend. Vor allem merkt man, dass viel Liebe und Detailverliebtheit im Film steckt. Ich sag nur: Die Spinnenklingel! Oder die Idee den Weihnachtsmann "Nikigraus" zu nennen.
Tja, aber es gibt, leider, auch Sachen, die mir eher negativ aufgefallen sind. Zum einen wird wirklich viel gesungen. Teilweise hab ich es auch nicht richtig verstanden und auch der Sprechtext ist mehr Singsang als ein wirklich Dialog, zumindest bei Jack und Oogie. Auch wenn ich gerne Filme mit Liedern (typisch Disney eben) ansehe, so sollten mir die Lieder auch gefallen. Natürlich haben sie etwas für sich, aber sie waren auch nicht ganz 100% mein Ding.
Die Geschichte an sich ist auch nett, die Charaktere sind ausgefuchst, aber den Plot fand ich... nicht ganz so spannend. Meiner Meinung nach lebt die Story von ihrer Optik, den etwas durchgeknallten Halloween-Charakteren, dem Skurrilen an sich.
Ich würde den Film auch keinen kleinen Kindern empfehlen, denn es gab Stellen, die selbst ich ziemlich gruslig fand, obwohl ich mich in der Beziehung für relativ abgebrüht halte.

Kurz: Ein Film der einfach von der einzigartigen Optik und den bizarren Charakteren lebt. Die Musik unterstreicht die Melodie, während die Story ein bisschen mehr Dramatik, Spannung, etwas in die Richtung vertragen könnte.






Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Nightmare Before Christmas
Regie: Henry Selick
Länge: 73 Minuten
FSK: 6
Auf DVD/Blu-Ray erhältlich.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

[Filmrezension] Tarzan

Inhalt:
Tarzans Eltern erleiden Schiffbruch vor der afrikanischen Küste und bauen sich dort ein Heim auf. Zu dieser Zeit hat auch Gorilladame Kala Nachwuchs. Doch das Schicksal in Form des Gepards (?) Sabor. Denn dieser reißt nicht nur Kalas und Kerchaks Sohn, sondern auch Tarzans Eltern. Kala findet dann den Säugling und nimmt ihn in der Gorillaherde auf.
Doch Tarzan hat es nicht leicht, denn er ist nunmal kein Gorilla und weiß auch nicht, dass es andere 'seiner Art' gibt. So versucht er sich anzupassen und akzeptiert zu werden, vor allem von seinem Ziehvater und Alphamännchen Kerchak.
Als dann eines Tages Menschen in den afrikanischen Dschungel kommen, ist Tarzan fasziniert von ihnen. Während Jane und ihr Vater Archimedes Porter nur im Sinn haben die Gegend und vor allem die Gorillas zu erforschen, will ihr 'Beschützer' Clayton etwas ganz anderes: Mit den Gorillas Geld verdienen...

Als ich Tarzan damals das erste Mal gesehen habe, mochte ich den Film nicht so sehr. Ich kann nicht beschreiben, warum, aber mit dem Film wurde ich einfach nicht warm - nehmen wir eine bestimmte Szene aus. Deswegen habe ich ihn lange nicht so häufig gesehen wie andere Disney-Filme. Aber wenn ich ihn mir jetzt anschaue, kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen, was ich an Tarzan nicht mochte.
Fangen wir bei der Musik an: Die mochte ich schon immer und finde sie einfach nur fantastisch. Es passt hier wirklich jeder Ton, jede Note, jeder Song und jede Liedzeile! Faszinierend finde ich auch, dass der Anfang ohne jeglichen (Sprech)Text auskommt. Die Musik trägt die Szenen, schafft pure Emotionen und hilft dem Zuschauer komplett in den Dschungel und Tarzans Geschichte einzutauchen. Auch wenn der Anfang so traurig ist, dass ich jedes Mal, wenn ich ihn sehe, weinen muss.
Die Charaktere sind alle liebenswert - bis auf Clayton, den Bösen natürlich. Der kleine Tarzan erinnert mich immer irgendwie an den kleinen Hercules. Fragt mich nicht wieso. Er ist so süß und bemüht sich einfach dazu zu gehören, aber nicht nur Menschenkinder können grausam sein. Terk ist beinahe das genaue Gegenteil: Das Gorillamädchen ist voll integriert, akzeptiert, wild, unbändig und 'frei Schnauze'. In Kombination mit dem Elefanten Tantor geben die drei ein herrliches Gespann ab. Meine Lieblingsszene findet ihr (zwecks Zitat) weiter unten. Ich kann mich da wirklich jedes Mal wegschmeißen vor Lachen. Auch Jane, die ja mal eine ganz andere weibliche Disney-Hauptfigur ist, mochte ich gleich. Okay, sie ist ein Riesenplappermaul, aber trotzdem von der ersten Sekunde an sympathisch, chaotisch, ein bisschen naiv, lustig und schlicht liebenswert.
Ein kleines Manko: Die Muskeln, bzw. deren Form, vor allem bei Tarzan, fand ich etwas sehr übertrieben dargestellt. Da der Stil ja nicht so extrem wie bspw. bei Hercules ist, fand ich es nicht passen. Trotz allem mochte ich Tarzan an sich auch. Es ist wunderbar zu sehen, wie aus dem kleinen, aufgeweckten Säugling, ein Mann wird, der für seine Familie und Werte, im weitesten Sinn, einsteht.
Einen kleinen Gag haben sich die Macher auch einfallen lassen: Die Porters haben nämlich in ihrem Lager ein Teeservice, das man auch kurz in Großaufnahme sieht. Ratet mal, woher dem Disney-Fan das bekannt vorkommt? Natürlich aus Die Schöne und das Biest!

Kurz: Ein dynamischer, gefühlvoller und vor allem lustiger Film. Die Musik ist schlichtweg atemberaubend und hilft, neben den tollen Zeichnungen, den Zuschauer mitten in den Dschungel zu versetzen. Auf jeden Fall einen zweiten Blick wert!



Weitere Informationen:
In Hamburg wird das Musical zu Tarzan aufgeführt.
Es gibt noch zwei weitere Filme: Tarzan 2 und Tarzan & Jane.
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Tarzan
Regie: Chris Buck, Kevin Lima
Länge: 85 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

[Filmrezension] Küss den Frosch

Inhalt:
Tiane lebt mit ihrer Mutter in einem ärmeren Viertel von New Orleans. Sie arbeitet zwei Schichten als Kellnerin, um sich ihren großen Traum zu erfüllen: Ein eigenes Restaurant. Von dem träumte auch schon ihr Vater und Tiana setzt all ihre Energie daran diesen in die Wirklichkeit umzusetzen.
Als ihr dann ein sprechender Frosch ein verlockendes Angebot macht: Er sei ein reicher Prinz und gegen einen Kuss würde er Tiana helfen, ihren Wunsch zu erfüllen. Die junge Frau ist natürlich nicht angetan vom 'schleimigen' Frosch, aber für ihr Restaurant tut sie alles - und wird selbst zum Frosch!
Denn Prinz Naveen, der 'Froschprinz', wurde selbst vom Schattenmann, einem Vodoo-Zauberer namens Dr. Facilier, in eine grüne Amphibie verwandelt. Nun muss das grüne Pärchen durch den Bayou streifen, um Mama Odie zu finden. Denn die, so sagt Louis, der Alligator und neuer Weggefährte, könne die beiden wieder zurück verwandeln.

Küss den Frosch ist ja ein neuerer Disney-Film, der aber ohne Computeranimationen auskommt. Jedenfalls habe ich keine auffälligen gesehen. Es gibt wirklich schlechte Kritiken. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass man die meisten Disney-Filme, so behaupte ich mal, in seiner Kindheit und Jugend gesehen hat. Für mich heißt das, dass sie einfach immer in toller und irgendwie auch zauberhafter Erinnerung bleiben.
Nichtsdestotrotz habe ich mich köstlich unterhalten gefühlt, konnte über die Charaktere lachen und habe sie allesamt lieb gewonnen. Es ist nunmal keine sehr-nahe-am-Original-Märchen-Adaption, sondern eine in die Moderne übertragende. Mit dem typischen New Orelans Sound und der ganzen Atmosphäre des Mardi gras zeigt Disney einen sprühenden, lebendigen, bunten Film, der eben auf einem Märchen basiert.
Tatsächlich hat es mich stellenweise ein bisschen an Esmeralda, Forschprinzessin erinnert. Nicht im Detail natürlich. So aber beispielsweise, dass beide ihr Abenteuer als Frösche erleben und doch ein paar seltsame Weggefährten dabei aufstöbern. An manchen Stellen ist es auch ein bisschen gruselig. Vielleicht hätte ich mich da als Kind vor gefürchtet - ich weiß es nicht. Eine traurige Szene gibt es - leider - auch.
Die Charaktere sind, wie ich schon sagte, toll. Ich mochte Tiana, Naveen, Lotti (die ziemlich aufgedreht ist, aber gleichermaßen auch total lustig), Ray, Louis... Wie bei allen Disney-(Zeichentrick-)Filmen schien mir das Ganze etwas schnell zu gehen. Aber die tolle Musik, die überaus passende Synchro und vor allem Ray und Lotti haben das wieder wett gemacht.
Mein einziger Kritikpunkt liegt hier bei den Bösewichtern. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang (als ich den Film das erste Mal gesehen habe) nicht ganz verstanden habe, was Dr. Facilier aka der Schattenmann denn von Naveen will. Erst beim zweiten Mal kam der 'Klick'- und 'Aha'-Moment. Aber ganz nachvollziehbar fand ich das auch nicht. Er ist - gestalterisch - ein toller Bösewicht. Vielleicht denke ich da auch zu kompliziert und 'erwachsen'.

Kurz: Alles in allem ein fantastischer, bunter, lustiger, musikalischer Film mit so viel Charme. Die negativen Kritiken kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Ein wunderbares Schmuckstück für die ganze Familie!



Weitere Informationen:
Bei Amazon gibt es eine limitierte Sonderedition mit einer Tiana-Shampoo-Flasche.
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: The Princess and the Frog
Regie: Ron Clements, John Musker
Länge: 93 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Als DVD / Blu-Ray / Blu-Ray + Digitial Copy erhältlich.

Mittwoch, 29. Juni 2011

[Filmrezension] Aladdin

Inhalt:
Aladdin lebt mit seinem Affen Abu in Agrabah. Er ist ein armer Dieb und wünscht sich nichts sehnlicher als reich zu sein und seine Sorgen abstreifen zu können. Im Gegensatz zur Prinzessin Jasmin, die am liebsten aus ihrem goldenen Käfig ausbrechen und frei sein möchte.
Für beide hat Großvisir Dschafar und sein Komplize Papagei Jago andere Pläne: Der Bösewicht braucht Aladdin um an die sagenumwobene Wunderlampe zu kommen. Doch als dieser Plan scheitert, versucht Dschafar mit Hilfe einer Heirat mit Prinzessin Jasmin an die Krone über das arabische Königreich zu kommen.

In erster Linie ist Aladdin ein witziger Zeichentrickfilm, der aber auch abenteuerliche und romantische Szenen enthält. Das liegt vor allem an Dschini und Abu, manchmal auch Jago, die durch Witz und Slapstick-Einlagen nicht nur Kinder zum Lachen und Schmunzeln bringen können.
Mir kam es so vor, als würden bei Aladdin weniger Lieder gesungen werden als bei anderen Disney-Filmen. Trotzdem sind die Lieder, wie bei allen Disneys, wirklich sehr schön! Vor allem "A Whole New World" ist wirklich bezaubernd. Witzig ist auch Dschinis Lied, als Aladdin als Prinz Ali Ababuah in Agrabah einzieht, um um Jasmins Hand anzuhalten.
Jasmin ist auch keine gewöhnliche Prinzessin, sondern hat einen starken Charakter und kann Dschafar, den eingebildeten Heiratskandidaten und auch Aladdin die Stirn bieten. Die beiden Protagonisten sind schlau und man schließt sie sofort ins Herz. Während man Dschafar von Anfang an als den "Bösen" misstrauisch beäugt. Besonders durch die wirklich sehr passende und wunderbar "böse" Synchronstimme Dschafars wird das noch einmal hervorgehoben.
Das Setting ist auch mal etwas anderes: Die Geschichte spielt, wie man an den Namen schon erkennen kann, in der arabischen Wüste. Dementsprechend ist der Zeichenstil auch gehalten. Lose verknüpft Disney hier Märchen aus 1001-Nacht und bringt viel Charme durch den Flaschengeist Dschini mit ins Spiel.
Besonders gefällt mir der Anfang: Als der Händler, der später Aladdins und Dschinis Geschichte erzählt, durch die Wüste streift und sein Lied singt.

Kurz: Ein Ausflug in Tausendundeine-Nacht!




Weitere Informationen:
Zu Aladdin gibt es eine TV-Serie, zwei weitere Filme und den Film in einer limitierten Sonderausgabe.
Mehr Infos zur Austattung der DVD
Originaltitel: Aladdin
Regie: Ron Clements, John Musker
Länge: 87 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Derzeit nur in der limitierten Sonderausgabe als DVD erhältlich. Im Tresor scheinen die Filme aber nicht zu sein.

Mittwoch, 22. Juni 2011

[Filmrezension] Mulan


Inhalt:
Mulan wächst in China auf und ist ein regelrechter Wildfang. Der Besuch bei der Heiratsvermittlerin endet in einer Katastrophe. Als dann noch ihr Vater von der Armee eingezogen werden soll, um gegen die Hunnen zu kämpfen, trifft Mulan eine Entscheidung.
Als Fa Ping meldet sie sich als Rekrutin bei der chinesischen Armee. Hilfe bekommt sie von Mushu, einem ehemaligen Wächter der Fa-Familie, und Kricki, einer Glücksgrille.

Mulan basiert auf einem alten chinesischen Volksgedicht. Disney nimmt den Faden grob auf und spinnt eine wunderbare Geschichte um Loyalität, Liebe und Freundschaft um die Protagonistin.
Der Zeichenstil ist wieder leicht angepasst. So werden viele, bei uns bekannte, chinesische Elemente eingebaut. Ein bisschen Magie darf natürlich auch nicht fehlen: Mushu ist ein Drache (oder doch eine Eidechse?) und die Ahnen Mulans beratschlagen sich als Geister.
Der Witz kommt auch nicht zu kurz, was meist allein an dem frechen, roten Drachen Mushu liegt und nicht nur den Kindern das Lachen entlocken dürfte.
Besonders mag ich an Mulan die Musik. Disney-Lieder mag ich allgemein sehr gerne, aber bei kaum einem anderen Film ist die musikalische Untermalung und die Songs so gelungen wie bei Mulan. Hier gefällt mir rundherum alles.
Die Charaktere sind auch wunderbar. Da ist natürlich Mulan. Ein Wildfang, aber auch mutig. Sie gibt nicht so schnell auf, auch wenn sie manchmal unsicher ist. Außerdem ist sie keine typische "Prinzessin". Mushu hingegen ist der Witzbold. Tollpatschig, immer einen frechen Spruch auf den Lippen, aber auch ein treuer Freund. Aufgelockert wird die ganze Kriegsstimmung auch noch durch die drei Soldaten Yao, Chien-Po und Ling. Es gibt also immer etwas zum Lachen.
Einziges Manko: Als die frisch ausgebildeten Soldaten dem Heerführer zu Hilfe eilen, sind sie am Anfang noch eine gutbesetzte Truppe. Im Gebirge vielleicht gerade mal acht Leute gegen eine riesige Schar von Hunnen. Der Kampf wurde zwar gut gelöst, aber ich finde es einfach zu unglaubwürdig, dass nur so wenige Soldaten einer ganzen Heerschar von gut ausgebildeten Hunnensöldnern entgegentritt/-trat.

Kurz: Wer eine starke und mutige Heldin sehen will, der ist bei Mulan goldrichtig!




Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Mulan
Regie: Tony Bancroft, Barry Cook
Länge: 84 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.

Mittwoch, 8. Juni 2011

[Filmrezension] Pocahontas

Inhalt:
Pocahontas ist die Tochter des Häuptlings Pohatan. Gerade sind die Krieger des Stammes von einer erfolgreichen Schlacht zurück gekommen als ein großes Schiff aus England in der "neuen Welt" anlegt.
Der berühmte Captain Smith ist mit an Bord. Er hat schon einige Erfahrungen mit "Wilden" gemacht, immer auf ein Abenteuer aus. Doch als er Pocahontas zum ersten Mal begegnet, scheint alles anders zu sein.
Die beiden freunden sich an. Die Indianer währenddessen sind misstrauisch den Fremden gegenüber und als einer ihrer Krieger verletzt wird, ist klar: Das bedeutet Krieg. Aber auch die Engländer trauen den Eingeborenen nicht. Zudem siegt die Gier des Governeurs Radcliffe und er wiegelt seine Männer zur Schlacht gegen die "Wilden" auf.
Ob es Pocahontas und John Smith gelingt das Schlimmste zu verhindern?

Pocahontas ist sehr real gehalten. Weitestgehend. So sprechen die Tiere auch nicht, haben aber durchaus menschliche Züge. Besonders Meeko, der Waschbär, sein Kumpel Flit, ein Kolibri, und der verwöhnte Mops Percy sorgen für amüsante Abwechslung.
Die Geschichte basiert, soweit ich weiß, auf einer indianischen Legende und Pocahontas hat es wirklich gegeben.
Der Film ist im Grundtenor sehr viel ernster als andere Disney-Filme. Auch die Entwicklung der Charaktere empfand ich (beim gucken mit "Erwachsenen-Augen") als nicht ganz so schnell und abrupt wie vielleicht bei anderen Disney-Filmen.
Eine Prise Magie unterstreicht den Naturgeist. So ist ein Charakter ein Baum, Großmutter Weide. Trotzdem fügt es sich ganz natürlich in den Film, seine Atmosphäre und Umgebung und unterstreicht diese noch einmal.
Kein Disney ohne Musik. Die Musik. Die Lieder. Die musikalische Unterstreichung. In einem Wort: Wahnsinn! Der Soundtrack von Pocahontas ist einer meiner liebsten und das liegt nicht zuletzt an den Songs "Das nächste Ufer", "Farbenspiel des Winds" und "If I never knew you". Ich finde sie harmoniert unheimlich gut mit dem Film. Das tut die Musik zwar bei Disney immer, aber hier ganz besonders.
Hier ist der Zeichenstil auch wieder angepasst. Klare Linien, keine zu grellen Farben. Auch die Animation ist sehr gut gelungen. Wenn man zum Beispiel Pocahontas beobachtet, wie sie sich bewegt: Sehr geschmeidig, grazil. Im Gegensatz zu den Fremden, wie John Smith. Dadurch erweckt es auch noch mal den Eindruck wie sehr Pocahontas, bzw. die Indianer an sich, mit der Natur verbunden sind.

Kurz: Eine tragisch-traurige Liebesgeschichte, aber noch so viel mehr! Ein Natur- und Geschichtserlebnis für die ganze Familie.




Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Pocahontas
Regie: Mike Gabriel, Eric Goldberg
Länge: 78 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.

Mittwoch, 1. Juni 2011

[Filmrezension] Hercules


Inhalt:
Herkules ist der Sohn von Hera und Zeus. Als Baby wird er aber vom Olymp entführt und beinahe sterblich gemacht.
Zeus und Hera suchen ihren Sohn natürlich, doch da Herkules mehr Mensch als Gott ist, darf er nicht zurück auf den Olymp. Aufgezogen wird er von einem älteren, kinderlosen Ehepaar. Doch Herkules merkt bald, dass er nicht wie alle anderen ist, denn er ist sehr stark. Stärker als alle anderen.
Als seine Zieheltern ihn über seine Herkunft aufklären, erfährt Herkules die Wahrheit: Er ist der Sohn des Zeus und kann nur als wahrer Held auf den Olymp zurückkehren. So macht sich der Junge auf die Suche nach dem berühmten Heldentrainer Philoktetes.

Disney vereint hier moderne Dialoge mit der griechischen Mythologie und Antike. Auch der Zeichenstil ist den Zeichnungen auf alten antiken Vasen und Tontellern nachempfunden.
Was wäre ein Disney-Film ohne musikalische Unterstreichung? Die flotten Lieder passen zum Tempo der Geschichte. Sie haben fast alle einen fröhlich-lustigen Ton, so wie auch der Film selbst.
Besonders Hades' Spießgesellen Pech und Schwefel sorgen eigentlich immer für eine Slapstick-Einlage. Wenn nicht, dann gibt es ja noch Phil und Pegasus, Herkules' geflügeltes weißes Ross. Oh, und natürlich Hades, den Gott der Unterwelt. 
Selbst nachdem ich den Film so oft gesehen habe, konnte ich noch schmunzeln und lachen. Denn eins ist Herkules sicher nicht: Ernst und traurig!
Natürlich gibt es auch traurige und ernste Szenen. Auch kitschige! Manche Wendungen können einem auch durchaus als zu schnell erscheinen oder als unnatürlich. Dabei muss man, finde ich, immer dran denken, dass es in erster Linie ein Kinderfilm ist. Die Entwicklung ist schnell, doch als Kind ist mir das natürlich nicht so vorgekommen.
Der Witz entschädigt aber einfach für alles! Und nebenbei lernt man vielleicht auch noch das ein oder andere über die griechische Mythologie. Wenn man auch nicht alles für bare Münze nehmen darf.

Kurz: Herkules ist extrem: extrem stark, extrem lustig, extrem kitschig und extrem heldenhaft!




Weitere Informationen:
Es gibt eine Serie zu Herkules, die ich als Kind ebenfalls sehr gerne gesehen habe und die noch weiter auf die Protagonisten der antiken Legenden eingeht. Natürlich, wie auch im Film, sind nur die groben Eckpunkte "wahr".
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Hercules
Regie: Ron Clements, John Musker
Länge: 89 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.

Mittwoch, 30. März 2011

[Filmrezension] Aristocats

Inhalt:
Paris, 1910: Duchesse und ihre Kinder Marie, Berlioz und Toulouse leben bei einer reichen, alten Dame in einem vornehmen Stadtbezirk. Duchesse ist eine sehr vornehme Katze und gibt dieses Verhalten auch an ihre Kinder weiter. Für die Madame sind sie ihr Ein und Alles, ihr Sonnenschein.
Als Madame ihren Rechtsanwalt bestellt, um über ihr Testament zu reden, werden die Herrschaften vom Butler Edgar belauscht. Das Vermögen von Madame soll nämlich zunächst an ihre Katzen gehen, denn sie will sie gut versorgt wissen. Wenn die Katzen nicht mehr leben, soll das Vermögen und ihr Haus und alles andere an Wert an ihren Butler Edgar übergehen.
Das kann der Hausdiener natürlich nciht auf sich sitzen lassen und entführt so Duchesse und ihre Kätzchen und setzt sie auf dem Land aus. Duchesse, Marie, Berlioz und Toulouse müssen den Weg nach Paris allein zurück finden. Dabei bekommen sie vom Straßenkater Thomas O'Malley Hilfe - ebenso wie von den beiden Gänseschwestern Abigail und Amalie.

Aristocats dreht sich hauptsächlich, wie der Name schon vermuten lässt, um Katzen. Ganz disneytypisch kommt auch viel Musik vor - Katzenmusik. Vor allem die Jazzrichtung verleiht dem Film eine besonders lebendige Note. Die einzelnen Szenen werden auch von der passenden Musik unterstrichen, die mich teilweise ein bisschen an alte Krimis erinnert hat.
Die Charaktere, hauptsächlich Tiere, sind sehr liebenswürdig und auf ihre Art ganz eigen. Zuerst die vornehmen Katzen aus dem Pariser High-Society-Viertel. Die Geschwister zanken sich natürlich untereinander, aber Mama Duchesse achtet natürlich auch auf die Erziehung und ihre Umgangsformen. Einen starken Kontrast bildet da der poetische, aber etwas raue Straßenkater Thomas O'Malley, der Duchesse und die Kätzchen schnell in sein Herz schließt. Die Gänseschwester Amalia und Abigail sorgen für viel Frohsinn und die beiden Wachhunde Lafayette und Napoleon für Lacher und ein bisschen Spannung.
Während der Butler Edgar anfangs noch nett und etwas steif wirkt, so zeigt sich schnell seine kriminelle Natur. Gierig wie er ist, möchte er natürlich so schnell als möglich an das Vermögen der Madame kommen und entführt deswegen die Kittens. Natürlich stößt der Bösewicht auf (tierischen) Widerstand - und so siegt das Gute, auch disneytypisch, über das Böse. Obwohl ich Edgar nicht als den Super-Bösewicht empfinde.
Thomas' Straßengang bringt durch ihre Jazzmusik und dem berühmt-bekannten Lied "Katzen brauchen furchtbar viel Musik" viel Farbe und Leben in den Film. Es macht richtig Spaß zuzusehen und mitzusummen.
Der einzig negative Gesichtspunkt: Die Geschichte spielt in Paris und trotzdem scheint alles "verenglischt" und "amerikanisiert" zu sein. Das fängt an, dass Edgar Dollar-Zeichen in den Augen hat, die Zeitung und Plakate auf Englisch dargestellt werden. Wenn eine Geschichte in einem anderen Land spielt, fände ich es auch schön, wenn man sich eben dem Land anpasst - das bezieht auch die Sprache mit ein!
Als Kind fiel mir das natürlich nicht auf.

Kurz: Ein Film für alle Katzenfans und für Jung und Alt! Aristocats ist immer noch so zuckersüß und fröhlich wie ich ihn in Erinnerung hatte!


Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: The AristoCats
Regie: Wolfgang Reitherman
Länge: 76 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.

Mittwoch, 23. März 2011

[Filmrezension] Dornröschen

Inhalt:
Die Königin und der König des Reichs des Guten wünschen sich sehnlichst ein Kind. Als es endlich so weit ist, wird ein großes Fest gefeiert und viele bedeutende Personen machen der jungen Prinzessin, Aurora, ihre Aufwartung. Darunter auch die drei guten Feen Flora, Fauna und Sonnenschein.
Aber auch die böse Zauberin Malefiz erscheint zur Feier - uneingeladen. Darüber ist diese so erbost, dass sie Aurora verflucht: Sie soll sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und sterben. Die Fee Sonnenschein kann den Fluch zwar nicht aufheben, aber abmildern, sodass die Prinzessin nur in Schlaf verfällt.
König und Königin wollen alles tun um ihre Tochter in Sicherheit zu wissen, so befehlen sie alle Spindeln zu verbrennen und geben Aurora in die Obhut der drei Feen, die sich als Bäuerinnen verkleiden und das Mädchen im Wald großziehen.
16 Jahre vergehen. Die böse Malefiz hat Aurora noch nicht ausfindig machen können, setzt aber alles daran dem Mädchen zu schaden, während Flora, Fauna und Sonnenschein alles versuchen dies zu verhindern.

Laut Intro basiert die Geschichte um Aurora auf dem Märchen Das Dornröschen von Charles Perrault.
Die klassischen Dornröschen-Elemente werden aber trotzdem von Disney aufgegriffen: Die junge Prinzessin, die sich an einer Spindel sticht und in tiefen Schlaf verfällt, die guten Feen, die den Fluch abmildern und der strake, kühne Prinz, der die Prinzessin durch den Kuss wahrer Liebe wieder erweckt.
Zugegeben, ein bisschen kitschig ist der Film. Das Alter sieht man auch zeitweise und auch die Werte erscheinen manchmal... alt - aber es ist ja auch ein altes Märchen.
Typisch Disney ist der Film natürlich mit wunderschöner Musik und tollen Liedern unterlegt. Wobei ich die Texte der Lieder teilweise nicht richtig verstanden habe. Nicht vom Sinn, sondern einfach akkustisch nicht, nur einzelne Wortfetzen, was ich schon ein bisschen schade fand. Als Kind tut das einem aber sicher keinen Abbruch, da summt man dann halt einfach so mit.
Der Film dreht sich, wie man meinen könnte, nicht direkt und ausschließlich um Dornröschen aka Röschen aka Aurora, sondern vielmehr um die drei bezaubernden, schrulligen, alten Feen Flora, Fauna und Sonnenschein. Ihre Meinungsverschiedenheiten tragen sie mit ein bisschen - harmloser - Zauberei aus, wobei jede ihren ganz eigenen Charakter hat. Das macht die Damen liebenswert.
Übrigens ist Dornröschen einer der wenigen Disney-Filme, die ich als Kind nicht gesehen habe. Ich weiß nicht wieso, denn sonst hatten wir alle, aber diesen irgendwie nie. So konnte ich ihn das erste Mal im Erwachsenenalter sehen. Nichtsdestotrotz mag ich ihn sehr gerne und auch Aurora, die ja eher eine Nebenrolle spielt.

Kurz: Nicht unverdient ein Meisterwerk von Disney, welches das Märchen Dornröschen neu aufgreift und wunderbar animiert und mit gewohnt toller Musik unterlegt!


Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Sleeping Beauty
Regie: Clyde Geronimi
Länge: 73 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersbeschränkung
Auf DVD/Blu-Ray erhältlich.


Anmerkung: Wer bei Blu-Ray oder DVD zuschlagen will, sollte nicht zu lange zögern. Denn Die Schöne und das Biest ist eines von Disneys Schätzen und kommt nach verkaufter Auflage wieder für sieben Jahre in den Tresor.
Mehr dazu: >>KLICK<<

Mittwoch, 16. März 2011

[Filmrezension] Ratatouille

Inhalt:
Remy hat ein ganz außergewöhnliches Talent: Er hat eine äußerst feine Nase. Durch den Meisterkoch Auguste Gusteau entdeckt er das Zubereiten von Nahrung, das Kochen, für sich. Das Problem ist nur, dass Remy eine Ratte ist, die eigentlich, wie seine Familie und Freunde, den Müll der Menschen essen sollte. Deswegen verstehen Remys Familie und Freunde ihn auch nicht, denn für die kleine Ratte ist Essen ein Genuß - für die anderen lediglich Notwendigkeit.
Nachdem die Rattenkolonie von ihrem Zuhause vertrieben werden, wird Remy von der Gruppe getrennt und er landet in Paris. Dort macht er sich auf die Suche nach etwas Essbaren und landet vor Gusteaus Restaurant, das, nach dem Tod Augustes und einer vernichtenden Kritik Anton Egos, zwei Sterne verloren hat.
Dort kann Remy sein Talent entfalten - so denkt er, doch er wird von dem Küchenjungen Linguini aufgegriffen und soll "entsorgt" werden. Doch die beiden schließen schnell eine sehr ungewöhnliche Freundschaft.

Ratatouille ist einer meiner Disney-Pixar-Favoriten. Nicht nur, weil es ums Kochen geht. Denn in diesem Film kann man einiges über den Ablauf einer Restaurantküche lernen. Sondern auch, weil die Geschichte so fabelhaft erzählt wird und der kleine Remy, sowie auch Linguini, ihre Ecken und Kanten haben, die die Charaktere so lebendig wirken lassen.
Lieder, wie es in Disney-Filmen üblich ist, findet man hier nicht. Trotzdem werden die witzig animierten Szenen mit passender, schöner Musik hinterlegt.
Natürlich gibt es auch Bösewichte, oder vielmehr Gegenspieler. Da ist einmal der Chefkoch, Monsieur Skinner, der Gusteaus Restaurant und Marke für sich behalten möchte und dann Anton Ego, der mürrische Restaurant-Kritiker, der keinen Spaß mehr am Leben zu haben scheint und etwas gruselig wirkt.
Es geht hier nicht nur um Intrigen und Freundschaft, sondern auch darum, seinen Weg zu gehen. So machen Remy und auch Linguini Fehler. Manchmal möchte man die beiden Schütteln, damit sie zur Vernunft kommen, aber ganz ehrlich? So bekommt der Film einen kleinen Schliff Realität, weil man sich gut vorstellen kann, dass Personen in einer ähnlichen Situation genau so handeln würden.
Natürlich ist der Film auch witzig, traurig und spannend. Besonders das Ende gefiel mir gut und wurde auch wunderbar aufgelöst.
Die Blu-Ray bietet wieder viele Extras. Zwei davon habe ich mir angesehen. Die Kurzfilme "Dein Freund, die Ratte" und "Lifted".
Bei ersterem klären Remy und sein Bruder Emile über die Ratten an sich auf, wie sie ihren weltweiten Eroberungszug führten, welche Arten es gibt und vor allem, dass die Pest nicht von Ratten, sondern deren Flöhe übertragen wurde. Dabei greift der Kurzfilm hauptsächlich nicht auf die computeranimierte Darstellung zurück, sondern eher auf Zeichnungen, die sehr alt erscheinen. Ein kleiner, interessanter Rattendokumentarfilm.
Bei letzterem führt uns Pixar in ein Raumschiff. Ganz ohne Text, sondern nur mit Musik unterlegt, sehen wir einen kleinen, grünen, schleimigen Außerirdischen vor einem riesigen Schaltpult mit lauter kleinen Hebeln, der einen Menschen "entführen" soll. Dabei kann natürlich einiges schief gehen. Auch ohne Dialoge wunderbar lustig.

Kurz: Ein aufklärender, faszinierender Film über's Kochen, Freundschaft und über den schweren Weg sein Ziel zu erreichen!


Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der Blu-Ray
Originaltitel: Ratatouille
Regie: Brad Bird, Jan Pinkava
Länge: 111 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD/Blu-Ray erhältlich.

Und weil ich es so schön finde, hier das japanische Blu-Ray-Cover:

Mittwoch, 9. März 2011

[Filmrezension] Die Schöne und das Biest

Inhalt:
Belle lebt in einem kleinen französischem Dorf. Ihr Vater ist Erfinder. Die beiden sind Außenseiter und werden von den Dorfleuten als eigenartig angesehen, da der Vater verrückt erscheint und Belle ihre Nase nur in Bücher steckt.
Mit seiner Erfindung möchte der Vater auf den Markt fahren, doch er verfährt sich und sucht Unterschlupf in einem unheimlichen Schloss. Dort wirft ihn der Hausherr, der mit einem Fluch belegt ist, in ein eisiges Verließ. Währenddessen macht sich Belle Sorgen um ihren Vater, da nur das treue Pferd Philip zurück gekehrt ist.
Um ihren Vater zu befreien, bietet sich Belle im Austausch an. Die verzauberten Angestellten des Schloßes sehen in dem jungen Mädchen ihre Rettung, denn, wenn der Prinz lernt ein Mädchen zu lieben und wieder geliebt zu werden bevor er seinen 21. Geburtstag erreicht, werden alle von dem Fluch befreit.

Die Schöne und das Biest basiert auf dem französischen Märchen La belle et la bête von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont.
Eine meiner Lieblings-Disney-Adaptionen. Besonders der Anfang, in dem erzählt wird, wie der Prinz, das Biest, zu seinem Fluch kam ist wirklich märchenhaft. Die Musik, der Erzähler, eben wie aus dem Märchen.
Typisch Disney gibt es natürlich auch viel Musik, die ich als Kind immer sehr gerne mitgesungen habe und auch jetzt noch sehr schätze. Vor allem "Unsere Stadt" und "Die Schöne und das Biest".
Jahrelang hatte ich den Film nicht gesehen und eins fällt mir bei den Kinderfilmen immer wieder auf: Die Geschichte ist immer sehr schnell und temporeich erzählt. Für Kinder vielleicht genau richtig, doch manchmal vermisse ich da ein bisschen Charakterentwicklung. Natürlich kann es auch daran liegen, dass der Film nunmal auf einem Märchen basiert und auch Märchen sehr schnell erzählt werden. Nichtsdestotrotz hat mich auch das Ende wieder sehr mitgenommen. Ebenfalls eine meiner Lieblingsszenen des Films.
Belle ist auch mal eine andere Heldin. Nicht von vornherein eine Prinzessin, sondern ein ganz normales, vielleicht etwas eigenartiges Mädchen, das durchaus ihren eigenen Kopf hat.
Auf der Blu-Ray finden sich zahlreiche Extras. Eins davon habe ich mir angesehen. Es gibt eine zusätzliche Szene mit einem neuen Lied - "Mensch wieder sein". Diese findet sich vor der Szene, in der das Biest gebadet wird und zeigt unter anderem, wie die Diener das düstere, staubige Schloss putzen und Belle dem Biest vorliest. Leider wurde diese Szene auch neu synchronisiert, was etwas komisch ist, denn der Film wartet - Gottseidank - mit der alten Synchro von 1991 auf. So ergibt sich ein Bruch, der verstörend auf mich wirkte.

Kurz: Ein wirklich märchenhafter Film für groß und klein, der uns alle zu verzaubern vermag!


Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der Blu-Ray
Originaltitel: The Beauty and the Beast
Regie: Gary Trousdale, Kirk Wise
Länge: 92 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD/Blu-Ray erhältlich.

Anmerkung: Wer bei Blu-Ray oder DVD zuschlagen will, sollte nicht zu lange zögern. Denn Die Schöne und das Biest ist eines von Disneys Schätzen und kommt nach verkaufter Auflage wieder für sieben Jahre in den Tresor.
Mehr dazu: >>KLICK<<