Inhalt:
Nick: »Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber könntest du für die nächsten fünf Minuten meine Freundin spielen?«
Norah: Als Antwort auf seine Frage lege ich meine Hände um seinen Hals und ziehe sein Gesicht zu mir runter.
Aus fünf Minuten werden sieben und dann eine ganze Nacht, in der Nick & Norah durch Clubs und Straßen ziehen, sich verlieren, verlieben und sich alles erzählen. ER, Bassist und Songschreiber einer New Yorker Undergroundband, immer noch nicht über Tris hinweg. SIE, Tochter eines Musikproduzenten , noch immer an der Trennung von Tal knabbernd, die bei IHM erstmals erfährt, was eine aufregende Romanze wirklich bedeuten kann…
[Quelle: randomhouse.de]
Nicks Freundin hat sich vor Kurzem von ihm getrennt. Nach einem Auftritt seiner Band in einem Club kommt sie plötzlich auf ihn zu. Kurzerhand dreht sich Nick zu einem fremden Mädchen, die neben ihm an der Theke steht um und fragt "(...) könntest du für die nächsten fünf Minuten meine Freundin spielen?"
Die Fünf-Minuten-Freundin entpuppt sich als Norah, die ihren eigenen Stil hat, laut eigener Aussage ein Musik-Snob ist und Nicks Ex-Freundin nur zu gut kennt (und nicht mag). So spielt sie mit und weiß anfangs noch gar nicht worauf sie sich einlässt. Ebensowenig wie Nick.
Die Geschichte der beiden Teenager (17 und 18) wird abwechselnd aus Nicks und Norahs Sicht erzählt. Die beiden haben teilweise eine recht eigenwillige Sprache, die aber durchaus zu ihnen als Charakter passt. Der Erzählstil ist dabei weder besonders flüssig, noch schlecht. Er hat etwas eigenes, ist, meiner Meinung nach, aber trotz allem mittelmäßig.
Was es noch schwerer macht in die Geschichte einzusteigen ist das detaillierte Wissen (oder scheinbar detaillierte Wissen) der Musikbranche, bzw. der einzelnen Genres. Als jemand, der sich zwar gern Musik anhört, aber sonst so gut wie keinen Schimmer davon hat, ist es mir bei den Szenen, in denen es um Musik geht sehr, sehr schwer gefallen überhaupt mitzukommen. Ich weiß nicht, ob es diese Bands, die dort erwähnt werden gibt (die "kleinen" Bands, die in den Clubs spielen) oder wie die Genres tatsächlich genau unterteilt werden. Aber scheinbar sollte das der freudige Leser wissen, denn sonst steht man am Ende einer seitenlangen Szene mit einem großen Fragezeichen da und weiß nicht, worüber Norah nachgedacht hat oder die beiden sich unterhalten haben.
Zum Glück hielten sich solche Szenen in Grenzen. Natürlich geht es um Musik, aber teilweise war mir das "Fachgelaber" doch ein bisschen sehr fachspezifisch - und das hat dann einfach keinen Spaß gemacht.
Nick mochte ich eigentlich ganz gern, auch wenn er ein bisschen, sorry, wie eine kleine Lusche rüberkommt. Er ist ein netter, sympathischer Kerl, aber irgendwie hat ihm etwas gefehlt, aus meiner Sicht. Norah... ist ein komplizierter Charakter, die teilweise schon sehr distanziert, beinahe kalt und launisch ist. Und in gewisser Weise auch irgendwie frech und 'schnauzig'. Kurz: Mein Herz hat sie nicht besonders erwärmt.
Die Geschichte an sich ist auch nichts neues, verläuft teilweise vielleicht ein bisschen zu schnell, was man beim Lesen aber nicht so extrem merkt, finde ich. Das Ende ist auch relativ offen, was ich aber auch nicht so schlimm fand.
Kurz: Bei mir sprang der Funke einfach nicht über. Norah als Hauptcharakter mochte ich nicht besonders, Nick hat so seine Schwächen und das detaillierte Wissen zur Punk-Musik (?) hat mir leider auch gefehlt. Nette Idee, interessante Umsetzung, die aber leider nicht mitzog.
Weitere Informationen:
Verlag: cbt
Taschenbuch
Seiten: 224
Originaltitel: Nick & Norah's Infinite Playlist
ISBN: 978-3-570-30513-3
Preis: [D] 6,95 €

