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Mittwoch, 25. Juli 2012

[Mangarezension] Mit dir bis ans Ende der Welt von Aya Oda

Einzelband
Inhalt:
Der One-shot vereint vier romantische Kurzgeschichten: Mit dir bis ans Ende der Welt..., Sommerklänge, Eine Freundin wie ein Freund und Die wahre Liebe wartet auf den Schnee.

In Mit dir bis ans Ende der Welt geht es um Natsume, Ryota und Setsu. Die drei lernen sich in der Schule kennen. Natsume und Setsu nähern sich an und werden ein Paar. Doch plötzlich trennt sich Setsu von Natsume. Etwa ein halbes Jahr später kommt Setsu bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Kurz vor seinem Tod schickt er Natsume eine leere SMS...
Meine Meinung: Die Geschichte war schon sehr traurig, aber gleichzeitig auch sehr schön. Überhaupt war ich positiv überrascht, den eigentlich hatte ich weit weniger erwartet.

In Sommerklänge verliebt sich Mina in Shoji, einen bekannten Baseball-Spieler ihrer Schule. Sie nimmt ihren ganzen Mut zusammen und gesteht ihm schließlich ihre Liebe. Shoji willigt sogar ein mit Mina auszugehen, doch er hört auf Baseball zu spielen. Kann er den Sport wirklich einfach so aufgeben?
Meine Meinung: Sehr süß! Mina kommt vielleicht im ersten Moment wie die 0-8-15-Manga-Heldin rüber, aber das täuscht. Sie - ebenso wie die Story - ist kämpferisch. Auch hier war ich wieder positiv überrascht.

Yu ist die Protagonistin in Eine Freundin wie ein Freund. Sie ist cool, groß und hübsch. Doch obwohl sie ein Mädchen ist, sieht ihre Umgebung sie als Junge an - vor allem ihre weiblichen 'Fans'. Narumi hingegen ist süß - und ein Junge. Er wiederum wird gerne als Mädchen gesehen, eben weil er so süß ist. Narumi ist in Yu verliebt und sagt ihr das auch, doch Yu denkt, dass er sie auf den Arm nimmt und sträubt sich...
Meine Meinung: Eine nette Geschichte, aber (leider) nicht so besonders. Gerade nach den ersten beiden Geschichten ist diese eher ein 'Absacker'.

In Die wahre Liebe wartet auf den Schnee haben sich Mayuki und Shu als sie klein waren ein Versprechen gegeben: Wenn am Weihnachtsabend Schnee fällt, werden sie ein Paar. Doch Mayuki und Shu sind Cousin und Cousine. Trotzdem wartet Mayuki seither jedes Jahr auf den Schnee am Weihnachtsabend...
Meine Meinung: Sehr niedlich und vor allem eine schöne Idee - vor allem zu Weihnachten. Mayuki ist eine starke Persönlichkeit, aber (leider) ist auch diese Story und ihre Charaktere ein bisschen typisch.

Kurz: Insgesamt ist es ein süßer, niedlicher Einzelband, der durchaus auch Herzklopfen bescheren kann. Die Zeichnungen sind solide und "Neulinge" werden bestimmt ihren Spaß an diesem Band haben!



Weitere Informationen:

Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: Egmont Manga & Anime (EMA)
Originaltitel: Kimi to, Sekai ga Owaru made
Seiten: 192
ISBN: 978-3-7704-7599-5
Preis: [D] 6,50 €

Mittwoch, 18. Juli 2012

[Mangarezension] Du + Ich = Wir von Kayoru

Einzelband
Inhalt:
Dieser One-shot beinhaltet fünf Kurzgeschichten: Du + Ich = Wir, Finger weg...!, Die Belohnung, Feuerwerk der Sommerliebe, Die Leiden des jungen Fräuleins.
Jede dreht sich dabei um die erste Liebe und die kleinen Hürden, die sie nehmen muss. Pro Kurzgeschichte sind es etwa 40 Seiten, weswegen ich jetzt auch keine große Inhaltsangabe wiedergebe.

Ich muss zugeben, dass ich zuerst skeptisch war, was diesen Band betraf. Sind es (wieder einmal) die 0-8-15 Mädchen-Geschichten über die erste Liebe? Der Zeichenstil ist zwar schön, aber erinnert doch an andere bekannte Mangaka des Genres. Hm.
Ja, ein bisschen 0-8-15 sind die Geschichten schon, aber auch unheimlich gefühlvoll, was Kayoru wirklich sehr gut rüber bringt. Auch wenn es nur Kurzgeschichten sind, kann man mit den Protagonisten mitfühlen und mit ihnen lachen. Auch wenn einige Wendungen doch ein bisschen kitschig waren, sind die Stories insgesamt süß, lustig, sehr liebevoll und auch ein klein wenig dramatisch. Die Heldinnen sind jeweils auch recht unterschiedlich. So ist Sanae aus der ersten Geschichte beispielsweise einfach nur gutmütig, während Ritsuko aus der dritten eher zum Fürchten ist. Die Helden sind eher Beiwerk. Obwohl auch sie ihren besonderen Charme haben, wie Megumi aus der zweiten Geschichte, der einen Reinlichkeitsfimmel hat oder Toya aus der letzten, der schon ein bisschen älter und der perfekte Beschützer ist. Ich denke, hier wird jeder einem kleinen Traum nachhängen können und so auf seine Kosten kommen.
Die Zeichnungen fand ich sehr fein und passend. Ich kann allerdings nicht ganz einschätzen, ob sich 'Neueinsteiger' gut einfinden können. Ein Charakter sah einem anderen aus einer anderen Geschichte zum Beispiel schon sehr ähnlich. Auch erinnert mich der Stil ein bisschen an Arina Tanemura, wobei die Detailverliebtheit fehlt (was ich nicht negativ finde!). Im Vordergrund stehen hier einfach die Figuren. Manchmal stimmt die Proportion (vor allem auffällig bei der Geschichte Feuerwerk der Sommerliebe) nicht. Trotzdem schafft es Kayoru zu berühren und gestaltet die Charaktere - zeichnerisch wie auch erzählerisch - so liebevoll, dass man sie einfach mögen muss.
Den Band würde ich, ob der Empfehlung des Verlags, auch Jüngeren empfehlen. Bis auf eine kleine Szene wird nicht mehr als ein Erröten, eine Umarmung und ein kleiner Kuss ausgetauscht.

Kurz: Insgesamt ein schöner Band mit nieldichen und kribbelnden Geschichten - wenn auch manchmal ein bisschen kitschig.



Weitere Informationen:
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: TOKYOPOP
Originaltitel: Kare wa, Ano Ko no Mono
Seiten: 192
ISBN: 978-3-8420-0338-5
Preis: [D] 6,50 €

Mittwoch, 4. Juli 2012

[Mangarezension] S. P. Y. von Ayane Ukyo

abgeschlossen in 2 Bänden
Inhalt:
Nagi stammt von einer kleinen japanischen Insel und zieht mit ihrem Vater nach Tokio. Dort besucht sie eine Elite-Schule, die für ihre sportlichen Leistungen berühmt ist. Nagi will dem Schwimmverein beitreten, um so ihrer Mutter, die sie verlassen hat als sie klein war, näher zu sein. Doch Nagi kann nicht schwimmen und der Schwimmverein der Schule ist nich gerade das, was Nagi sich vorgestellt hat...

S.P.Y. ist die Abkürzung für Suimu paradaisu he youkoso (Willkommen im Swim Paradise!). Wie die Inhaltsangabe und der 'ungekürzte' Titel also vermuten lässt, geht es hauptsächlich ums Schwimmen. Oder nun ja, das ist das Thema. Darum herum spinnt Ayane Ukyo eine Geschichte um ein Mädchen, das seine Mutter kennen lernen will, dessen Ehrgeiz und seine ersten romantischen Gefühle.
Zwar ist Nagi ein bisschen naiv, aber in keinem Fall auf den Mund gefallen. Dadurch wirkt sie auch super witzig und sympathisch. Ich würde sie daher auch eher als untypische Helden bezeichnen. Dagegen ist Aoi, einer der männlichen Protagonisten, auf den ersten Blick etwas grob. Doch er liest leidenschaftlich gerne Mädchen-Manga (Shojo) und ist leicht verträumt, was ihn dann als 'Held' doch eher untypisch macht. Als dann noch der zweite Hauptcharakter Yoji, ein Model, auftritt, der ebenfalls auf die Elite-Schule geht, steigt die Anspannung zwischen ihm und Aoi. Nur Nagi scheint (oder will) das nicht zu bemerken. Dennoch ist Nagi einfach - wie die anderen Charaktere, mit Ausnahme einer Person - sehr sympathisch.
Empfehlen würde ich diese Manga-Reihe aber doch etwas älteren LeserInnen. Es ist definitiv ein bisschen mehr als ein 'unschuldiger' Mädchen-Manga, obwohl nicht mehr als in anderen passiert. Ich denke es liegt auch mit an Ukyos Stil, der in meinen Augen auch schon sehr erwachsen wirkt. Die romantischen Szenen sind nicht kitschig, eher kitzelnd und auch relativ kurz. Trotzdem haben sie immer eine etwas ernstere Aura - und genau deswegen mag ich Ayane Ukyos Manga auch so gerne.
In diesen beiden Bänden kommt die Geschichte nicht zu kurz, wirkt nicht abgehackt oder als würde man als Leser etwas vermissen. Das Ende ist relativ offen, aber stimmig.

Kurz: Es geht um Ehrgeiz, anerkannt werden und auch darum sein Ziel zu erreichen, sich auch neue zu stecken. Der feine und doch erwachsene Stil verleiht den Protagonisten zusätzlich noch eine Portion 'Erwachsen sein' ohne seine Dynamik und Jugend zu verlieren.



Weitere Informationen:
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: Egmont Manga & Anime (EMA)
Originaltitel: S.P.Y.
Seiten: Band 1: 176, Band 2: 192
ISBN: Band 1: 978-3-7704-7394-6, Band 2: 978-3-7704-7395-3
Preis: [D] je 6,50 €

Donnerstag, 5. April 2012

[Minirezension] Sailor Moon von Naoko Takeuchi

1. Band
Inhalt:
Usagi Tsukino ist 14, eine Heulsuse und liebt Schmuck. Als sie auf dem Weg zur Schule einer Katze mit einem Pflaster auf der Stirn begegnet und ihr das Pflaster abnimmt, wird sie unversehen in ein Abenteuer hineingezogen, dass sie sich nicht hat träumen lassen.
Denn plötzlich geschehen seltsame Dinge und Usagi ist eine der auserwählten Kriegerinnen für Liebe und Gerechtigkeit, die das Unheil stoppen können! Zugegeben, Usagi - alias Sailor Moon - stellt sich dabei nicht besonders geschickt an. Zum Glück bekommt sie schon schnell Unterstützung - von anderen Kriegerinnen und dem geheimnisvollen Tuxedo Mask.

Meine Meinung:
Ich war ein wirklich großer Sailor Moon Fan. Die Manga der alten Auflage (mit damals noch 18 Bänden) habe ich damals verschlungen und konnte die Story (des Anime, wie auch des Manga) im Schlaf herunter rattern. Ich liebte Sailor Moon, weil sie eine Heldin war, die einerseits so normal und andererseits auch so stark war. Eine HeldIN! Dazu verband Naoko Takeuchi Schmuck (was ja bei jedem Mädchen zieht - hihi) und die Planeten unseres Sonnensystems, gemischt mit einer guten Portion Romantik und Magie. Wunderbar.
Seit damals sind über 10 Jahre ins Land gezogen und die Neuauflage gibt es auch schon seit letztem Oktober. Ich war skeptisch, ob mir die Geschichte um die Kriegerinnen für Liebe und Gerechtigkeit überhaupt noch gefallen würde - oder auch nur halb so gut wie damals. Ist es nicht viel zu kitschig? Geht nicht alles viel zu schnell? Ist es nicht alles so unglaublich vorhersehbar?
Ja, ja und ja. Trotzdem ist es einfach ein Kindheitserlebnis und durch die neue Übersetzung empfinde ich es unter anderem auch gar nicht so schlimm. Ja, natürlich sollte auffallen, wer Sailor Moon ist - nicht nur, dass sie Usagi Tsukino ist (die Haare, die Haare!), sondern auch die Mondprinzessin (hallo? Sailor MOON!) - ich glaube, da spoile ich keinem.
Und immer noch schafft es Sailor Moon mich zu begeistern, weil sie die Heldin meiner Kindheit ist - sowie die anderen Senshi, wie sie im japanischen genannt werden, eben auch. Ich war wieder so verzaubert, dass ich mir auch gleich den nächsten Band holen musste.

Kurz: Nicht nur eine wunderbare Kindheitserinnerung, sondern auch eine Geschichte, die einfach zeitlos ist!







Der Manga bei EMA: >>Klick<<

Mittwoch, 28. März 2012

[Mangarezension] A million teardrops von Yuana Kazumi

abgeschlossen in 2 Bänden
Inhalt:
Es beginnt wie eine typische Geschichte: In einer japanischen Schule. "Hiromu" bemerkt das Verschwinden von Klassenkameraden, an die sich die anderen nicht mehr zu erinnern scheinen. Plötzlich taucht ein Junge in seinem Alter auf und begrüßt ihn überschwänglich mit "Glorias". Aber das kann doch nicht sein? Eben diesen Jungen hat "Hiromu" doch mit seinem Klassenkameraden gesehn. Was steckt dahinter?
Der fremde Junge erzählt "Hiromu", dass er gar nicht "Hiromu" ist, sondern "Glorias", ein Tagebuchsammler...

Erst einmal zur Aufmachung, denn die ist bei Kazumi-Titeln wirklich sehr schön. Den "Balken", den ihr auf dem Cover seht, in dem der Titel steht, ist entgegen dem restlichen Cover mit einem matten Lack überzogen. Dieser Balken zieht sich dann weiter über den Buchrücken auf das hintere Cover - ebenfalls matt. Ich bin ja ein großer Fan von matten Lacken. Titel, Autor und das Blatt sind wiederum glänzend.
Yuana Kazumi ist, meiner Meinung nach, sehr speziell und eigen. Ihr Zeichenstil ist einer der schönsten und auch die Colorationen, die Farben, die Atmosphäre, die sie schafft, finde ich persönlich total schön. Auch zeichnet sie recht klar und man kann die Charaktere durchaus einfach unterscheiden (was ja nicht allen Mangaka gelingt...). Ich denke aber auch, dass sich "Anfänger" etwas schwer mit ihr tun. Eben weil sie eine etwas andere Erzählweise, einen anderen Stil hat.
Nichtsdestotrotz ist A million teardrops ein wunderschönes, berührendes Werk über Liebe, Freundschaft und die Ewigkeit. Die Idee mit dem Tagebuchsammler, der sich von menschlichen Seelen ernährt, ist sehr gut inszeniert. Ebenso "Hiromus"/Glorias Geschichte. Man erfährt zwar nicht so viel über Vermilion (der fremde Junge) und wie und warum es die Tagebuchsammler überhaupt gibt, aber eine Menge, warum Glorias zu einem wurde.
Genau diese Geschichte ist so berührend und tragisch und traurig. Glorias ist auch ein seltsamer Charakter. Einerseits voller Leben, andererseits kalt und beinahe schön böse. Dabei ist es aber schwer ihn nicht zu mögen. Valeriana ist sozusagen die zweite Hauptprotagonistin, obwohl sie im ersten Band nicht so wirkt. Sie ist eine Ausländerin in Japan und hier gibt es ein kleines Manko: Ich finde, ihr Akzent kommt in der Übersetzung (ich vermute, dass es daran liegt) nicht so gut rüber. Vielmehr scheint es so als wären Buchstaben vergessen worden. Ich denke, das hätte man anders lösen können.
Wie oben erwähnt ist Kazumis Erzählstil schon sehr eigen. Der Anfang ist etwas wirr. Deshalb sollte man sich von den ersten beiden Kapiteln nicht abschrecken lassen. Im zweiten Band wird es dann besser. Ich empfehle auch gleich beide Bände hintereinander zu lesen. Die Wirrungen am Anfang gründen vielleicht auch daher, weil man nicht recht weiß, worauf die Autorin hinaus will. Worum geht's? Der Protagonist ist selbst verwirrt und bekommt auch keine richtige Antwort. Erst Stück für Stück setzen sich die Teile der Geschichte zusammen und offenbaren dann eine Geschichte über Schuld, Liebe, Wut und ... ja, Leben. Das Ende ist sehr... süß, aber auch traurig - in gewisser Weise.

Kurz: Wer sich auf diese Geschichte einlässt, der wird von ihr forgetragen, in eine Fantasiewelt, die bedrückend und etwas düster erscheinen mag. Aber gleichzeitig so wundervoll, traurig berührend und lebendig ist.



Weitere Informationen:
Der Manga wird nicht mehr hergestellt*. Er erschien bereits 2006 und kam wohl leider nicht so gut an. Gebraucht könnt ihr ihn aber relativ günstig ergattern.
Verlag: Carlsen Manga
Originaltitel: Hyakumantsubu no namida
Seiten: Band 1: 162, Band 2: 154
ISBN: Band 1: 978-3551786913, Band 2: 978-3551786920
Preis: [D] je 6,00 €


* Normalerweise möchte ich euch eigentlich nur Manga präsentieren, die ihr auch noch neu bekommen könnt. Für Yuana Kazumi mache ich aber eine Ausnahme, weil ihre Manga meiner Meinung nach einfach unterschätzt werden und es wirklich wundervolle Werke sind. Vor allem, wenn man auf der Suche nach etwas anderem und außergewöhnlicherem ist.

Mittwoch, 21. März 2012

[Mangarezension] Venus Capriccio von Mai Nishikata

abgeschlossen in 5 Bänden
Inhalt:
Takami Habara und Akira Sasaki haben sich vor Jahren in einer Musikschule kennen gelernt. Als Kinder haben sie bei dieser Klavierunterricht genommen und spielen noch bis heute. Akira ist zwei Jahre jünger als Takami und gilt als großes Klaviertalent. Die beiden verstehen sich sehr gut. Während Akira aber tiefere Gefühle für Takami hegt, sieht Takami eher den "kleinen Bruder" in Akira.
Der Manga erzählt die Geschichte der beiden, was sie erleben, wie sie Probleme meistern und offenbart auch Akiras schwere Vergangenheit.

Die Zeichnungen sind sehr fein und insgesamt gefallen sie mir ganz gut. Manchmal wirken sie allerdings etwas steif oder grob. Auch wird nicht immer die richtige Proportion dargestellt. Was ich prinzipiell aber nicht ganz so schlimm finde. Es ist ein schöner Stil, aber nicht ganz meiner.
Den Panels konnte man, meiner Meinung nach, ganz gut folgen. Sie sind meistens sehr klar aufgeteilt, sodass auch "Anfänger" keine größeren Probleme haben sollten. Die Figuren kann man im Großen und Ganzen auch ganz gut unterscheiden (was mir am Anfang meiner Manga-Zeit oftmals etwas schwer fiel).
Akira ist für sein Alter (etwa 14; er geht in die 3. Mittelstufe, was bei uns der 9. Klasse entsprechen würde) ziemlich reif. Obwohl er jünger und auch etwas kleiner als Takami ist, macht er sich immer Sorgen um sie und will sie beschützen. Takami ist hingegen eher der burschikose, direkte Typ, der nicht unbedingt scheint als würde er "Schutz" brauchen. Man merkt gleich, dass Akira auf jeden Fall mehr im Sinn als Freundschaft hat, was er auch sagt. Aber Takami ist da etwas... naiver. Sie scheint ihre Gefühle nicht so genau zu kennen, bzw. sieht sie in Akira tatsächlich nur den "kleinen Bruder".
Insgesamt ist es so eine typische Shojo (Mädchen-Manga) Geschichte. Es ist süß, durchaus. Es gibt witzige Szenen und auch romantische. Takami und Akira sind einfach liebe, sympathische Charaktere.
Aber es gibt auch ein paar 'Macken': Die Romanze zwischen den beiden (er 14, sie 16) finde ich doch etwas seltsam... Auch, dass Akira doch so reif ist. Er lebt allein (warum?) und hat (natürlich) ein herausragendes Talent. Während Takami eher so sorgenlos ist. Obwohl Akira ihr seine Liebe gesteht und man durchaus sieht, dass er Takami als Frau und nicht als Schwester sieht, versteht Takami lange nicht, was dahinter steckt.
Insgesamt geht es auch sehr viel ums Klavierspielen, was an sich auch nicht so uninteressant ist. Was mich ein bisschen gestört hat, dass es so viele 'Zufälle' gab, dass (natürlich) beide sehr gute Pianisten sind und all das. Es ist eben ganz typisch für dieses Genre.
Ich glaube, wenn man noch nicht so viele Manga aus dem Genre gelesen hat, findet man hier eine ganz süße Geschichte, die sich von anderen vor allem durch die Klavier-/Musik-Thematik abhebt. Die Charaktere sind sympathisch und es gibt auch viele herzliche und lustige Szenen.

Kurz: Eine süße Mädchen-Geschichte mit romantischen und lustigen Aspekten, netten Charakteren und einem feinen Zeichenstil. Eine typische Shojo-Story - für Neu-Leser bestimmt sehr schön, für "alte Hasen" vielleicht etwas zu typisch.



Weitere Informationen:
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: Egmont Manga & Anime (EMA)
Originaltitel: Venus Kisoukyoku
Seiten: Band 1: 208, Band 2-5: je 192
ISBN: Band 1: 978-3-7704-7381-6, Band 2: 978-3-7704-7382-3, Band 3: 978-3-7704-7396-0, Band 4: 978-3-7704-7397-7, Band 5: 978-3-7704-7398-4
Preis: [D] je 6,50 €

Donnerstag, 15. März 2012

[Minirezension] GATE 7 von CLAMP

1. Band
Inhalt:
Chikahito ist Oberschüler und ein Geschichtsnarr. Deswegen hegt er eine Faszination gegenüber der alten Hauptstadt Japans, Kyoto. Bei seinem ersten Besuch gerät Chikihito in einen mysteriösen Vorfall: Plötzlich tauchen drei Menschen (Hana, Tachibana und Sakura) vor ihm auf und bekämpfen ein schlangenähnliches Wesen - mit Magie!
Zuerst hält Chikahito alles für einen Traum, doch schon bald muss er sich der Realität stellen...

Meine Meinung:
Es ist CLAMP und man muss es einfach lieben. Das Zeichner-Quartett legt sich beinahe für jeden Manga einen neuen Zeichstil zu. So erinnert er hier an eine Mischung aus Tsubasa Reservoir Chronicle und xxxHOLiC. Die Bilder und Panels sind sehr bildgewaltig und fein ausgearbeitet, trotzdem stehen in erster Linie die Charaktere im Mittelpunkt.
Man lernt hier einiges über japanische Geschichte, besonders in Verbindung mit Kyoto, aber auch Mythen werden darin verwoben. Wie es bei CLAMP üblich ist, sind die Dialoge mit Andeutungen gespickt und es gibt einige Geheimnisse, die bestimmt (wieder) erst Schritt für Schritt gelöst werden.
Der Erzählstil ist für Einsteiger sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig. Zumal oft kleine Details im späteren Verlauf wichtig werden können und zu gegebener Zeit noch einmal aufgegriffen werden. Zudem kommt hinzu, dass es sehr... japanisch ist. Es gibt viele Begriffe, die aus der japanischen Kultur und Geschichte stammen. Die werden natürlich alle geklärt und auf der letzten Seite gibt es auch noch eine Erklärung zu den historischen Geschehnisse, auf die sich Aspekte der Story beziehen.
Es ist ein etwas düsterer Auftakt, der aber mit Hana als witziges, junges, beinahe unschuldiges Mädchen aufgelockert werden. Ebenso von Chikahito, der noch keine Ahnung von nichts hat und so auch mit seinem unbedarften Wesen für die ein oder andere lustige Szene sorgt.
Wie erwähnt, ist es ganz typisch für die vier Mangaka, dass man erst einmal mit mehr Fragezeichen zurückbleibt als geklärt wird. Umso spannender wird aber die Geschichte werden!
Der erste Band enthält übrigens ein ausklappbares Farbposter.

Kurz: CLAMP ist einfach der Hit! Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter gesponnen wird und die Charaktere hab ich jetzt schon sehr lieb gewonnen.






Der Manga bei EMA: >>Klick<<

Mittwoch, 14. März 2012

[Mangarezension] Our Journey von Mayu Sakai

Einzelband
Inhalt:
Der Einzelband beinhaltet drei Kurzgeschichten: Our Journey, Das Maimädchen und Primal Orange.
In Our Journey stehen Kana und Ayumu im Mittelpunkt. Kana wird von ihrer Mutter wegen der Schule stark unter Druck gesetzt, dabei zeichnet sie doch so gerne. Nach einem Streit läuft Kana von zu Hause weg, gabelt den frechen Ayumu (eine Art Klassenkameraden) auf und trifft dann unerwartet ihr Idol...
Das Maimädchen erzählt die Geschichte von Asahi, von der ebenfalls viel in schulischen Dingen erwartet wird. Doch ihre Klassenkameradin Kurosawa ist jedes Mal besser als sie und scheint das auch mit links zu schaffen. Asahi kann sie deshalb nicht ausstehen, bis Kurosawa ihr ihren "Grund" zum Lernen zeigt...
Arisu zeigt in Primal Orange jedem die kalte Schulter, sie gibt sich unnahbar und scheint immer schlechte Laune zu haben. Bis Takato ihr versehentlich einen Eimer Wasser über kippt und sie daraufhin bittet ihm Modell zu stehen...

Der Einzelband richtet sich im Großen und Ganzen an ein eher jüngeresPublikum. So sind die Protagonisten der ersten beiden Kurzgeschichten etwa 14 Jahre alt, die der letzten etwa 16.
In gewisser Weise geht es in allen drei Kurzgeschichte um eine kleine Rebellion, ein zu-sich-selbst-finden.
Our Journey ist ein bisschen romantisch. Es geht darum, dass man Träume haben darf und an ihnen festhalten soll, aber gleichzeitig auch die Realität sehen muss. Auch wenn die Geschichte sich eher an ein ziemlich junges Publikum richtet, hat sie mir doch sehr gut gefallen. Die Charaktere sind ein bisschen kindisch und naiv und sicher würde das "Ausreißen" in der Realität nicht so glimpflich ablaufen, aber darum geht es ja nicht.
Das Maimädchen beschäftigt sich eher mit Rivalität und Freundschaft. Auch hier sind die Charaktere noch ein bisschen grün hinter den Ohren, aber haben ihr Herz am rechten Fleck. Die Geschichte ist sehr süß und in gewisser Weise auch typisch japanisch.
Primal Orange hat mir noch am besten gefallen, obwohl ich den kompletten Band sehr mochte. Arisu zeigt einen starken willen und die Geschichte, wie jemanden etwas ganz tief berühren kann. Man merkt der Story an, dass die Charaktere hier etwas älter sind. Trotzdem können es sicherlich auch jüngere Leser gut nachvollziehen.
Insgesamt mag ich Mayu Sakais Stil. Sie schafft es mit ihren Zeichnungen und ihrer Erzählweise eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen. Die Kurzgeschichten erzählen zwar 'nur' eine kurze Geschichte, aber trotzdem empfand ich es nicht so als würde etwas fehlen oder als wäre die Mangaka nicht richtig auf die Figuren eingegangen. Der Bogen, der sich über jeder einzelnen Story spannt, ist auch wirklich ein Bogen und bricht nicht irgendwo ein.
Gerade für jüngere Einsteiger ist dieser Band eigentlich perfekt. Aber auch ältere werden bestimmt ihre Freude daran haben.

Kurz: Drei Kurzgeschichten, die ein tolles Gefühl und eine Lektion (aber nicht im rechthaberischen Sinn) vermitteln. Für kurzweiligen Lesespaß und zum Einstieg sehr gut geeignet.



Weitere Informationen:
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: TOKYOPOP
Originaltitel: Bokutachi no Tabi
Seiten: 192
ISBN: 978-3-86719-845-5
Preis: [D] 6,50 €

Donnerstag, 8. März 2012

[Minirezension] Black Rose ALICE von Setona Mizushiro

1. Band
Inhalt:
1908, Wien. Dimitri ist ein berühmter Sänger und Frauenheld. Heimlich ist er in die Verlobte seines besten Freundes Theo verliebt: Agnieszka. Nach einem Streit gerät Dimitri in einen tödlichen Unfall - eigentlich.
Dich wie durch ein Wunder überlebt er. Schon bald taucht der mysteriöse Maximilian auf und eröffnet Dimitri, dass er nun ein Vampir sei...

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt 1908 und wird 2008 fortgeführt. Besonders der Anfang ist durch das schillernde Wien im 20. Jahrhundert sehr prunkvoll. Die Charaktere sind diesem Trott angepasst und vielleicht auch noch ein bisschen empfänglicher für die Geschehnisse um Dimitri.
Die Vampire werden hier (mal wieder) anders dargestellt als man sie "klassisch" kennt. Es werden auch noch andere Dinge verwoben, die in letzter Zeit "in" waren/sind (z. B. "Alice im Wunderland"). Sieht man davon ab, ist die Geschichte sehr interessant. Die Nahrungsaufnahme der Vampire ist ein bisschen gruslig-eklig, aber auch hier hat sich die Autorin etwas einfallen lassen. Wem die 'Vampirveränderungen' aber auf die Nerven gehen, der wird an diesem Aspekt - leider - keinen Spaß haben.
Setona Mizushiro hat einen klaren Stil, der aber seine ganz eigentümliche Atmosphäre erschafft. Er wirkt so einerseits kindlich, durch die (großen) runden Augen, die runden Striche, aber andererseits durch die Charaktere, ihre Haltung und sie Stimmung auch sehr erwachsen.
Ich bin sicher, dass die Geschichte noch auf etwas "Größeres" hinaus läuft und bin schon sehr auf ihren Fortgang gespannt.

Kurz: Wieder eine Vampir-Geschichte, aber doch auch so anders. Der wunderschöne Zeichenstil und die Erzählweise lassen auf jeden Fall nur einen dicken positiven Eindruck zurück.






Der Manga bei Carlsen: >>Klick<<

Mittwoch, 7. März 2012

[Mangarezension] Tag X von Setona Mizushiro

abgeschlossen in 2 Bänden
Inhalt:
Rika war im Leichtathletik-Team ihrer Schule. Sie war sehr erfolgreich bis sie sich eine Verletzung zuzog. Ihr Freund hat auch vor Kurzem mit ihr Schluss gemacht. Zwar versucht sich Rika nichts anmerken zu lassen, doch innerlich sieht es ganz anders aus.
Als sie eines Tages in der Mittagspause im Computerraum der Schule im Schulchat ist und sich mit anderen Mitschülern unterhält, schreibt sie beinahe gedankenlos den Satz "Die Schule soll sich einfach in Luft auflösen.". Damit gibt sie zugleich einen Anstoß zu einer Idee: Sie, Dsungare, Kin-san und Polaris planen die Schule in die Luft zu sprengen. Für die Planung treffen sie sich in einem geheimen Internetchat...

Mir hat die Serie beim ersten Mal lesen sehr, sehr gut gefallen. Sie ist in gewisser Weise realistisch und zeigt, im Ansatz, die unterschiedlichen Probleme, mit denen sich die vier Hauptcharaktere herumschlagen müssen.
Jetzt, beim zweiten Lesen, muss ich zugeben, konnte ich ein paar Sachen nicht mehr so ganz nachvollziehen. Ich sehe das vielleicht mittlerweile auch etwas anders, immerhin ist es bestimmt schon fünf Jahre her, dass ich die Bände das erste Mal gelesen habe.
Trotzdem mag ich die Charaktere noch sehr gerne und auch die Wendung zum Schluss finde ich sehr gelungen. Es ist zwar kein gänzlich abgeschlossenes Ende, aber es passt einfach zur Geschichte.
Insgesamt wird die Geschichte sehr ruhig erzählt. Nach und nach erfährt man, warum 11, Kin-san, Polaris und Dsungare so einen "Hass" auf die Schule haben, dass sie diese am liebsten in Luft aufgelöst sehen würden. Einzig bei Kin-san hab ich es nicht ganz verstanden...
Dazu sei erwähnt, dass es hier nicht um große Aktionen oder dramatische Wendungen geht. Vielmehr um die Personen, die Figuren selbst. Ihre Beweggründe, ihre Motive, ihr Leben, ihre Probleme. Auf den ersten Blick scheinen sie 'normal' zu sein, doch im Laufe der Story erfährt der Leser, was genau hinter ihnen steckt.
Die Zeichnungen sind wirklich sehr schön und schlicht. Damals musste ich mich etwas daran gewöhnen, aber mittlerweile ziehe ich diesen 'realistischeren' Stil den anderen typischen Manga-Stilen (so nenn ich es einfach mal) vor.

Kurz: Thematisiert werden die Beweggründe von vier Charakteren, warum sie einen Anschlag auf ihre Schule planen könnten. Sehr schön und überzeugend umgesetzt! Mit tollen Figuren, einem passenden Erzählstil und eleganten, schlichten Zeichnungen.



Weitere Informationen:
Die Reihe gibt es auch als Doppelband, der sogenannten Complete Edition.
Im zweiten Band ist zudem eine Kurzgeschichte enthalten, die aber unabhängig von der Hauptgeschichte ist.
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: TOKYOPOP
Originaltitel: Kanojotachi no X-Day
Seiten: je 192
ISBN: Band 1: 978-3-86580-297-2, Band 2: 978-3-86580-298-9
Preis: [D] je 6,50 €

Montag, 9. Januar 2012

[Minirezension] Yotsuba&! von Kiyohiko Azuma

1. Band
Inhalt:
Die kleine Yotsuba zieht mit ihrem Vater um. Neugierig und ein bisschen chaotisch wie sie ist, erkundet sie erst mal ihre neue Umgebung und versucht dabei so gut wie möglich die Ratschläge ihres Papas zu befolgen. So wird sie beispielsweise von der neuen Nachbarin aufgegabelt und rennt vor ihr weg, denn für Yotsuba ist das junge Mädchen eine Fremde. Und mit Fremden darf man nicht mitgehen!
Süße Alltagsgeschichten der aufgeweckten Yotsuba und ihrer leicht seltsamen Familie und Nachbarschaft.

Meine Meinung:
Ich habe ehrlich gesagt nicht viel von dem Manga erwartet. Hatte zwar gehört, dass er lustig sein soll, aber so ganz traute ich dem Braten dann doch nicht. Ganz zu unrecht! Yotsuba ist tatsächlich ein lustiges Kind und ihr Papa auch etwas abgedreht. Die Nachbarsfamilie (mit drei Töchtern und zumindest der Mutter) sind relativ 'normal', aber eben Yotsuba nicht! Was natürlich für ein paar lustige Szenen sorgt.
Die Kapitel könnte man vielleicht auch einzeln und/oder durcheinander lesen, denn sie sind in sich abgeschlossen. Daher gibt es auch keine umfassende Hintergrundstory. Das kann sich aber ändern. Bisher habe ich ja 'nur' Band 1 gelesen. Aus Erfahrung heraus kann sich daraus auch noch durchaus eine Geschichte entwickeln.

Kurz: Wem die Leseprobe gefallen hat, der kann hier beherzt zugreifen. Yotsuba ist auf ihre Art naiv-frech-süß und weiß ihre Umgebung zum Lachen zu bringen.




Der Manga bei TOKYOPOP: >>Klick<<

Donnerstag, 15. Dezember 2011

[Minirezension] Young Bride's Story 1 von Kaoru Mori

1. Band
Inhalt:
Zentralasien, 19. Jahrhundert. Die 20-jährige Amira Halgal wird mit dem acht Jahre jüngeren Karluk Eyhon verheiratet. Die junge Frau wird gut in die Familie aufgenommen. Sie kommt aus einem anderen Clan über den Bergen und verfügt auch über andere Fähigkeiten als die Damen aus Karluks Dorf. Auch wenn der Altersunterschied des Paares recht groß ist, so scheinen sich beide doch zu mögen.
Young Bride's Story bietet einen kleinen Einblick in den Alltag des Eyhon Clans. Wie Amira und Karluk leben und ebenso ihre Familien.

Meine Meinung:
Ich schätze den Zeichenstil sehr. Denn er ist recht detailgenau und kann auch mal ohne Worte für sich stehen. Ebenso mag ich Moris Erzählstil, den ich schon seit Emma liebe. Auch wenn die Inhaltsangabe ein bisschen langweilig klingt, so sind die kleinen Geschichten aus dem Alltag doch sehr interessant. Eben auch weil sie eine ganz andere Kultur beschreiben und dem Leser so ein bisschen näher bringt. Es bahnt sich zwar ein Konflikt an, der aber noch nicht explizit dargestellt wird.
Die Charaktere mag ich allesamt sehr gern. Natürlich weiß ich nicht, inwiefern die Darstellung historisch korrekt ist, aber ich bin mir sicher, dass Kaoru Mori gut recherchiert hat. Denn die Geschichte lebt vom Detail, von den sanften und doch aufbrausenden Protagonisten und von jeder Menge Gefühl.
Es ist vielleicht auch eher eine Geschichte für ein etwas älteres Publikum, da an sich nicht sooo viel passiert. Wer sich aber ein bisschen für Geschichte oder die Gegend interessiert, der findet hier sicher ein tolles Werk.

Kurz: Eine sanftmütige Geschichte über ein etwas ungleiches und doch liebevolles Ehepaar, wie es vielleicht einmal in Zentralasien gelebt hat.



Der Manga bei TOKYOPOP: >>Klick<<

Mittwoch, 26. Oktober 2011

[Mangarezension] Private Prince von Maki Enjoji

abgeschlossen in 5 Bänden
Inhalt:
Miyako ist Geschichtsstudentin an der Eito-Universität. Sie erforscht das Leben von Prinzessin Ritsuko von Estoria. Da kommt ihr die Gelegenheit gerade recht, dass der Urenkel von Prinzessin Ritsuko Prinz Wilfried, kurz Will, ein Auslandsstudium an ihrer Uni absolviert.
Obwohl Miyako im Familienbetrieb, einem Ryokan (japanisches Hotel) arbeiten könnte, will sie doch lieber als Geschichtswissenschaftlerin Karriere machen. Außerdem gibt es noch etwas Besonderes an Miyako: Sie hat große Brüste. Was nicht nur Wills Aufmerksamkeit erregt, sondern ihr auch noch den Spitznamen "Miss Melone" einbringt.
Will hat schnell einen Narren an Miyako gefressen und nutzt ihre Besessenheit für seine Urgroßmutter Ritsuko aus, um Miyako, unter anderem, näher kennen zu lernen.

Die Zielgruppe ist, wenn man das Alter der Charaktere (21/23) bedenkt, schon etwas älter. Es gibt auch ein paar, ich nenne es mal, erotische Szenen - nicht übertrieben. Die ganze Story ist schon sehr auf Humor ausgelegt, denn Will kann sich den ein oder anderen Seitenhieb nicht verkneifen und auch Miyako trägt unfreiwillig zu der ein oder anderen komischen Begebenheit bei.
Die beiden Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn sie anfangs vielleicht etwas oberflächlich erscheinen. Ich mochte sie jedenfalls sehr gern und auch sehr schnell.
Was anfangs noch leicht und locker erscheint, wird später durchaus ernster und die Geschichte geht auch etwas tiefer. Es geht nicht mehr nur um das Geplänkel zwischen Miyako und dem Prinzen Will. Denn in erster Linie erzählt die Geschichte, wie sich Miyako und Will langsam näher kommen und welche Hürden sie überwinden müssen. Immerhin ist Will ja ein Prinz.
Die Zeichnungen finde ich einfach toll. Sie sind nicht übertrieben - sieht man jetzt von Miyakos Brüsten einmal ab - und passen einfach zur Geschichte. Die Charaktere lassen sich, denke ich, auch für Neulinge gut unterscheiden. Die Erotik, die ich anfangs erwähnte, bezieht sich in dem Fall eher auf ein sexy Kleid und auf die eine oder andere Liebesnacht (wobei hier nicht alles explizit dargestellt wird - zwei, drei Bilder und ein bisschen Fantasie des Lesers).
Ab Band 2 werden vorn Will und Miyako kurz vorgestellt. Darunter ist eine kurze Zusammenfassung "Was bisher geschah" zu finden, damit man schnell wieder in die Geschichte hineinkommt. Außerdem wartet der fünfte Band noch mit einer Bonusgeschichte auf.

Kurz: Eine lustige Beinahe-Cinderella-Story mit Gefühl und einem Setting im modernen Japan. Auch (oder gerade) für etwas ältere Leser, die nicht nur eine Händchen-Halt-Teenie-Story lesen möchten.




Weitere Informationen:
Bonusgeschichte in Band 5
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: TOKYOPOP
Originaltitel: Private Prince
Seiten: je 192
ISBN: Band 1: 978-3-86719-862-2, Band 2: 978-3-86719-863-9, Band 3: 978-3-86719-864-6, Band 4: 978-3-86719-865-3, Band 5: 978-3-86719-866-0
Preis: [D] je 6,50 €

Mittwoch, 19. Oktober 2011

[Mangarezension] Devil of the Victory von Yoko Maki

abgeschlossen in 3 Bänden
Inhalt:
Asamis Vater ist Besitzer einer Handelsfirma. Die Familie ist reich und hat alles, was man sich wünscht. Bis das Unternehmen pleite geht, Asamis Eltern sich scheiden lassen, sie mit ihrem Vater in eine Bruchbude zieht und auch noch von der angesehenen Seirin-Privatschule an eine öffentliche Schule wechseln muss.
Asami, wohlbehütet und verwöhnt aufgewachsen, ist am Boden zerstört und fühlt sich an ihrer neuen Schule überhaupt nicht wohl. Die Schüler tragen keine Schuluniformen (was in Japan üblich ist), sondern was sie wollen: Kostüme, Masken, 'verrückte' Kleidung... Sie sind außer Rand und Band, es gibt keinen richtigen Unterricht und jeder macht, was er will. Ganz anders als an Asamis alter Schule. An ihrem ersten Tag wird Asami unter Akiras Fittiche genommen. Eine wunderschöne Mitschülerin, die jeder kennt und mag. Doch Akira entpuppt sich als Junge und Asami entdeckt, dass ihre Schule vielleicht doch nicht so schlimm ist, wie sie dachte...

Yoko Makis Geschichten haben immer viel Herz und sind auf ihre ganz besondere Art ein bisschen eigen. So wie hier zum Beispiel, wo sich ein Junge als Mädchen verkleidet und zuckersüß aussieht. Aber doch - bei genauem Hinsehen - ein Junge bleibt. Die verrückten, aber liebenswürdigen Klassenkameraden, die auf den ersten Blick einfach nur Chaos verbreiten, aber doch nur ihrem Traum nachgehen.
Dazu gesellen sich lustige Szenen, manchmal auch die ein oder andere ernste. Aber auch ein bisschen Romantik und eine Portion Moral gehören dazu. Asami und Akira sind wirklich zwei sympathische Protagonisten, die vielleicht nicht immer leicht zu durchschauen sind.
Ich mag Makis Zeichenstil sehr gerne. Trotz der runden Kulleraugen hat(te) er immer etwas ganz besonderes. Doch, ohne es negativ zu meinen, hier hat er mich sehr an eine Mangaka-Kollegin erinnert: Mayu Sakai mit Rockin' Heaven zum Beispiel. Das hat mich doch etwas überrascht.
Dazu sei den Manganeulingen gesagt, dass die Manga in Japan in Magazinen zuerst veröffentlicht werden und jedes Magazin seine Zielgruppe hat. Je jünger die Zielgruppe, desto niedlicher und größer sind meist die Augen (meiner Erfahrung nach). Das Mangamagazin Ribon (bekannt für u. a. Arina Tanemura) hat viele Manga, bzw. Mangaka, die sehr ähnlich aussehen und gezeichnet werden - finde ich. Deswegen hat es mich überrascht, dass Makis Zeichnungen hier einer anderen Kollegin so ähneln (oder umgekehrt?), denn ich hatte den Stil etwas 'individueller' in Erinnerung. Aber das nur am Rand und damit ihr nachvollziehen könnt, was ich meine.
Mit drei Bänden ist die Serie recht kurz, was oft auch dazu führt, dass man meinen könnte, die Geschichte sei zu schnell erzählt. Das ist hier aber nicht der Fall. Es ist eher wie eine Kurzgeschichte. Trotzdem gewinnt man die Charaktere und auch die Geschichte schnell lieb.

Kurz: Ein lustiger, ein bisschen abgedrehter Manga über Freundschaft, arm sein, akzeptiert werden und einer gehörigen Portion Spaß!




Weitere Informationen:
Im ersten Band gibt es Charakter-Informationen zu Asami und Akira. In Band 3 ist ein kurzes Interview mit Yoko Maki. Außerdem in Band 1 und 2: Eine Hitparade mit den liebsten Charakteren von Yoko Maki.
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: TOKYOPOP
Originaltitel: Shouri no Akuma
Seiten: Band 1: 224, Band 2: 176, Band 3: 192
ISBN: Band 1: 978-3-8420-0067-4, Band 2: 978-3-8420-0068-1, Band 3: 978-3-8420-0120-6
Preis: [D] je 6,50 €

Mittwoch, 12. Oktober 2011

[Mangarezension] Sehnsuchtssplitter von Ako Shimaki

Einzelband
Inhalt:
Sehnsuchtssplitter - Geschichten von der Liebe enthält vier Kurzgeschichten:

Sehnsuchtsplitter
Chie, Mauerblümchen, empfiehlt ihrer besten Freundin, der beliebten und hübschen Mika, Jungs. Immer wurde Chie für den Kontakt zwischen den Jungs und Mika 'missbraucht'. Bis Horikawa auftaucht, der Chie nicht als Boten behandelt - oder doch?

Ein einziger Mondstrahl
Mizuho ist zwei Jahre jünger als ihre Schwester Megumi. megumis Freund Shugo betrachtet Mizuho ebenfalls als kleine Schwester, was Mizuho nicht recht passt. Denn sie schwärmt heimlich für Shugo und stiehlt sich deshalb eines Nachts im Park einen Kuss von ihm. Kurz darauf erfährt die Familie von Megumis Tod.
Ein Jahr später versucht Kyosuke, ein Klassenkamerad, Mizuho näher zu kommen...
 
Der falsche Bräutigam
Aya, noch Oberschülerin, soll zu einer Heiratsvermittlung. Darauf hat das Mädchen aber keine Lust und haut kurerhand ab - im strömenden Regen. Unterwegs wird sie von Keisuke aufgegabelt - dem Heiratskandidaten...
 
Immer und überall zusammen
Manami und Satoru werden aufgrund ihres Äußeren gehänselt. Deswegen beschließen die beiden abzuhauen - in eine Welt, in der ihr Äußeres als "schön" gelten soll.

Ich mag Shimakos Zeichenstil sehr gerne. Die Zeichnungen haben ihren ganz eigenen Charme und passen zu ihren Geschichten. Die sind oft etwas erwachsener und ein bisschen sexy. In diesem Band ist lediglich Der falsche Bräutigam sexy. Die anderen drei Geschichten würde ich eher unter Teenie-Romanze einordnen. Was nicht heißt, dass sie deswegen langweilig wären. Besonders das Ende der letzten Kurzgeschichte läd zum Schmunzeln ein.
Die zweite Geschichte hat mir nicht ganz so gut gefallen, weil ich Mizuho als Charakter nicht unbedingt mochte. Sie war mir zu verwöhnt. Die Wendung in der Geschichte kam mir deshalb zu 'weichgespühlt' vor. Besonders gut hat mir die erste Geschichte gefallen. Ein kleines Missverständnis, sympathische Charaktere und eine gute Protion Bauchkribbeln!
Für Kurzgeschichten fand ich die Stories absolut in Ordnung. Aus der ein oder anderen hätte man vielleicht mehr machen können, aber sie waren in sich schlüssig und ließen keine größeren Fragen offen.

Kurz: Zum romantischen Reinschnuppern wunderbar geeignet. Kann man immer wieder lesen!




Weitere Informationen:
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Verlag: Carlsen Manga
Originaltitel: Hikitateyaku no Koi
Seiten: 192
ISBN: 978-3-551-77529-0
Preis: [D] 5,95 €

Dienstag, 11. Oktober 2011

[Minirezension] Ich wünschte, ich könnte fliegen 1 von Kozue Chiba

1. Band
Inhalt:
Shio Nanahara schreibt Songtexte und ist eher eine Außenseiterin, das Mauerblümchen. Während Nao Takagi, ihr Klassenkamerad, in den Tag hinein lebt und sagt, was er denkt. Als die beiden sich eines Tages zufällig auf dem Dach der Schule begegnen und Nao Shios Notizbuch mit den Songtexten findet, freunden die beiden sich über ihre Leidenschaft zur Musik zögerlich an. Shio erinnert sich wieder an ihren Traum Sängerin zu werden und wird von Nao dabei unterstützt. Zusammen wollen sie nach Tokyo um als Duo-Band einen Plattenvertrag zu bekommen.

Meine Meinung:
Kurz vorweg: Es gibt eine Farbseite (beidseitig bedruckt). Die wird wahrscheinlich nur in der ersten Auflage vorhanden sein! Wer also drauf wert legt, sollte zügig zugreifen.
Ich war ja skeptisch anfangs. Das Cover sieht toll aus, die Farben. Aber der Stil erinnert an andere Shojo-Mangaka (Zeichnerinnen, die eher Comics für Mädchen zeichnen). Wie bspw. Mayu Sakai. Er ist zwar schön, aber nicht so sehr individuell. Aber gerade bei Manga/Comics spielt der Zeichenstil ja schon eine Rolle beim Lesen. Ich mag ihn, auch wenn er nicht allzu außergewöhnlich ist.
Zur Geschichte und zum Erzählstil kann ich sagen, dass ich von vorn bis hinten überrascht wurde! Die Geschichte ist süß, toll, bisher noch nicht besonders tiefgründig, aber ich bin auf jeden Fall auf die Fortsetzung gespannt. Der Erzählstil hingegen ist, anders als der Zeichenstil, schon sehr eigen. Anfangs vielleicht ein bisschen steif, eben irgendwie ganz anders als andere (Shojo-)Manga, die ich bisher gelesen habe, aber gleichzeitig einfühlsam und packend. Ich wurde also komplett positiv überrascht und überzeugt!
Übrigens wird die Serie in 3 Bänden abgeschlossen sein.

Kurz: Durchschnittlich schöner Zeichenstil, sehr eigener und individueller Erzählstil, wunderbare süße Story.



Der Manga bei TOKYOPOP: >>Klick<<

Mittwoch, 5. Oktober 2011

[Mangarezension] Die rothaarige Schneeprinzessin von Sorata Akizuki

bisher 5 Bände in D & J erschienen, noch nicht abgeschlossen
Inhalt:
Shiaryuki hat Haare so rot wie ein Apfel. Da die Haarfarbe sehr selten ist, erweckt sie das Interesse des Prinzen Rajis ihres Landes Tanburun. Als der sie zu seiner Konkubine machen will, flieht Shirayuki ins benachbarte Land Clarines. Dort trifft sie Zen.
Er ist der zweitgeborene Prinz Clarines. Doch das hält die beiden nicht davon ab sich anzufreunden. Und so sucht Shirayuki nach einem Weg am Schloss bleiben zu können, ohne auf Zens Hilfe angewiesen zu sein.

Die Zeichnungen sind wirklich sehr schön und auch nicht verwirrend. Auch die Panelaufteilung trägt zu einer guten Lesbarkeit bei - auch wenn "von hinten nach vorne" gelesen wird. Mit diesem Manga hat man auch viel zu lesen. Es gibt zwar durchaus noch Manga, in denen mehr Text steht, aber trotzdem hat man hier gut zu lesen. Das ist nicht negativ gemeint. Der Text beeinflusst die Zeichnungen nicht und umgekehrt auch nicht. Beides ergänzt sich.
Die Geschichte an sich ist eher ruhig - ein bisschen märchenhaft, mittelalterisch und auch ein klein wenig fantastisch. Man erlebt mit wie das Leben für den Prinzen ist, wie sich Shirayuki anstrengt und ihren Weg geht. Die kleinen Intrigen und Hetzereien am Hof dürfen auch nicht fehlen - ebensowenig wie das Thema Freundschaft, das hier sehr deutlich im Mittelpunkt steht.
Die Charaktere sind allesamt sehr liebenswert. Wirken nie übertrieben oder langweilig. Sie verhalten sich natürlich und man schließt sie schnell ins Herz.
Ab Band 2 gibt es auch immer am Anfang noch eine Zusammenfassung der Geschichte und eine Abbildung der wichtigsten Charaktere. So vergisst man auch nicht so schnell und findet dementsprechend locker in die Geschichte.

Kurz: Ein märchenhafter Manga, der Ruhe, Freundschaft und ganz viel Herz hat.




Weitere Informationen:
Im ersten und zweiten Band befindet sich jeweils noch eine (ältere) Kurzgeschichte der Mangaka.
Mehr Infos auf der Verlagsseite - eine Leseprobe findet ihr unter dem Punkt "Manga Player"
Verlag: TOKYOPOP
Originaltitel: Akagami no Shirayuki Hime
Seiten: je nach Band 192 oder 208
ISBN: Band 1: 978-3-86719-897-4, Band 2: 978-3-86719-898-1, Band 3: 978-3-86719-899-8, Band 4: 978-3-86719-993-3, Band 5: 978-3-8420-0122-0
Preis: [D] je 6,50 €

Mittwoch, 7. September 2011

[Mangarezension] The girl who leapt through time von Ranmaru Kotone

Einzelband

Inhalt:
Makoto ist 17, geht noch zur Schule und steht kurz vor den Sommerferien. Es soll ein toller Tag werden, aber dann geht alles schief, was nur schief gehen kann. Am Ende hätte sie sogar beinahe einen tödlichen Unfall.
Doch dann geschieht etwas, was Makoto kaum glauben kann: Sie springt durch die Zeit. Was beinahe zu ihrem neuen Hobby wird. Aber wenn sie ab nun das ganze "Glück" für sich pachtet, an wen wendet sich das Schicksal dann mit dem "Pech"? Und was steckt hinter den Zeitsprüngen?

Der Manga basiert auf dem gleichnamigen Film (deutsch: Das Mädchen das durch die Zeit sprang).
Die Zeichnungen sind klar und sehr schön. Ebenso die Colorationen, die man auf den ersten drei Seiten bewundern kann.
Makoto ist ein lebendiges, tollpatschiges und ein bisschen gedankenverlorenes junges Mädchen, das man irgendwie auch einfach gern haben muss.
Genauso wie ihre beiden besten Freunde: Chiaki und Kosuke. Ihre Erlebnisse, die durch die Zeitsprünge zustande kommen, sind meistens lustig, aber Makoto verändert im Regelfall nichts wirklich wichtiges. Doch auch sie muss mit den Schattenseiten der Sprünge zurecht kommen.

Kurz: Ein schöner Manga, der unterhält und den Film Revue passieren lässt. Aber auch ohne den Anime ein tolles Stück.




Weitere Informationen:
Nicht auf deutsch erhältlich.
Ausstattung: 3 Farbseiten
Mangaka: Ranmaru Kotone
Basiert auf dem Roman von Yasutaka Tsutsui
Charakterdesign: Yoshiyuki Sadamoto
Originalkonzept: TOKIKAKE Film Partners
Verlag: BANDAI entertainment
Seiten: 200
ISBN: 978-1604961058
Preis: [D] € ~ 8,00


~*~*~*~*~*~

Kurzer Vergleich: Manga VS Film

Da der Manga auf dem Anime basiert, ist die Geschichte natürlich sehr ähnlich. Trotzdem gibt es einige Abweichungen.
So zum Beispiel ist gleich der Anfang anders. Im Anime träumt Makoto von einem Baseballspiel. Im Manga davon wie sie einem Jungen ihre Liebe gesteht.
Die Details sind auch teilweise etwas anders und diesmal scheint die Printausgabe eher durch die Geschichte zu fliegen. Dafür gibt es als Extra im Manga ein kurzes Kapitel zum Schluss, das sich mit Kazuko, Makotos Tante, beschäftigt.

Montag, 15. August 2011

Wochenfazit KW 32

Hallo alle miteinander!

Gestern hatte ich ja schon angekündigt, dass ich meine Lesewoche kurz zusammenfasse. Melanie von Books for all eternity hatte ja die Aktion 7 Tage - 7 Bücher ins Leben gerufen.
Ich habe nicht offiziell mitgemacht, weil ich zum einen bezweifelt habe, dass ich tatsächlich ein Buch am Tag lesen kann (ich bin ein wirklich sehr langsamer Leser). Zum anderen wusste ich, dass ich am Wochenende Besuch bekomme und ich da wohl kaum viel lesen werde.
Nichtsdestotrotz habe ich einfach mal in dieser Woche meinen Lesefortschritt festgehalten und versucht so viel wie möglich zu lesen. Wunderbar war dann natürlich, dass auch viele andere Blogger mitgemacht und Tages-Posts verfasst haben. Das hat mich dann auch motiviert. ;-)

Insgesamt habe ich folgendes gelesen:
Bücher: 5
Ohnmächtig von Nina Malkin
Wake von Lisa McMann
Esmeralda, Froschprinzessin von E. D. Baker
Bis ich dich wiedersehe von Marc Levy
Zweiunddieselbe von Mary E. Pearson
Jagdzeit von Claudia Toman (abgebrochen)




Manga: 6
Vassalord. 1 von Nanae Chrono
Blue Sheep Dream 1, 2 von Makoto Tateno
xxxHOLiC 16 von CLAMP
Ouran High School Host Club 15 von Bisco Hatori
Invisible Boy 1 von Hotaru Odagiri

Lesestatistik:
Montag - 428 Minuten - Ohnmächtig (Start: Seite 240), WAKE - 395 Seiten gelesen
Dienstag - 320 Minuten - Esmeralda, Froschprinzessin, Bis ich dich wiedersehe (bis Seite 42) - 273 Seiten gelesen
Mittwoch - 344 Minuten - Bis ich dich wiedersehe (beendet), Jagdzeit (bis Seite 36) - 293 Seiten gelesen
Donnerstag - 236 Minuten - Jagdzeit (bis Seite 184, abgebrochen) - 148 Seiten gelesen
Freitag - 220 Minuten - Zweiunddieselbe (bis Seite 197) - 197 Seiten gelesen
Samstag - 35 Minuten - Zweiunddieselbe (bis Seite 218) - 21 Seiten gelesen
Sonntag - 114 Minuten - Zweiunddieselbe (beendet) - 113 Seiten gelesen
Gesamt: 1440 Seiten in 1697 Minuten gelesen

Mein Fazit:
Man sieht schon, dass ich anfangs sehr viel mehr gelesen habe. Am Donnerstag hatte ich ein kleines Tief, was ich aber Jagdzeit zuschiebe. Am Freitag hätte ich gern mehr gelesen, aber ich musste meine Wohnung putzen und dann hat sich auch noch mein iPod mit allen Liedern und Hörbüchern verabschiedet. Ich hab fast 2 Stunden gebraucht um alles wieder so einzustellen und drauf zu kriegen, was ich wollte... Samstag kam ja dann mein Besuch - da war an Lesen nicht zu denken. Sonntag hab ich dann auch "nur" noch Zweiunddieselbe beendet, während meine Cousine noch geschlafen hat (und mein Freund im Übrigen auch).
Die Manga habe ich nicht in meine Lesezeit oder Seiten miteinberechnet. Die habe ich nebenher mit gelesen - endlich mal wieder.
Ich habe diese Woche auch genutzt, um ein paar SuB-Leichen wegzulesen (Esmeralda Froschprinzessin, Bis ich dich wiedersehe). Außerdem ja die beiden Bücherei-Bücher. Die auch meine beiden Wochenhighlights waren. WAKE habe ich nur so verschlungen und Zweiunddieselbe hat zum Nachdenken angeregt. In den Rezis dann mehr. Absolute Enttäuschung war Jagdzeit. Nachdem ich mich am Donnerstag dann dazu durchgerungen hatte das Buch abzubrechen, habe ich mir erst einmal eine Stunde Quatsch Comedy Club reingezogen... Das war bitter nötig.
Insgesamt hat's viel Spaß gemacht und ich werde das nächste Mal auch offiziell teilnehmen (sofern es bei mir zeitlich passt), denn ich glaube ein Buch pro Tag müsste ich hinbekommen (wenn nichts dazwischen kommt).


Minirezensionen
Diese Rubrik werdet ihr ab jetzt öfter finden. Zum einen, weil ich hier Kurzgeschichten-Sammelbände habe und ich dann wohl über jede einzelne Geschichte kurz etwas schreiben werde. Zum anderen auch für die Manga.


Vassalord. 1 von Nanae Chrono
Inhalt: Charley Chrishunds ist Vampirjäger, Cyborg und selbst Vampir. Aber ein ganz besonderer, denn er kann auch bei Tag nach draußen gehen und ebenso in Gotteshäuser. Sein Meister, Johnny Rayflo, weicht nicht von seiner Seite. Chris braucht ihn auch, denn er ernährt sich ausschließlich von ihm. Für den Vatikan erledigen die beiden die "unschönen" Jobs: Sie jagen andere Vampire.
Meine Meinung: Der Anfang war etwas holprig und man weiß nicht recht, worum es genau geht. Da das aber, erfahrungsgemäß, bei vielen ersten Bänden so ist, hab ich mir groß nichts dabei gedacht. Es gibt auch ein paar lustige, knuffige Szenen, die die düstere Athmosphäre etwas auflockern. Richtig in die Tiefe geht der Band noch nicht, aber das kommt bestimmt noch.
Kurz: Netter, düsterer Zeitvertreib, der sicher noch etwas hinterm Berg hält.
Der Manga bei TOKYOPOP: >>Klick<<

Blue Sheep Dream 1, 2 von Makoto Tateno
Inhalt: Kai kommt in die Stadt Sunrise um den Mord an seiner geliebten Maria aufzuklären. Er geht einem besonderen Hinweis nach: Ratri besitzt genau dengleichen Ring wie Maria. Doch Ratri gehört zu einem der beiden führenden und sich bekriegenden Konzerne, die die Stadt beherrschen. Kai riskiert trotzdem sein Leben, um zu erfahren, was mit Maria geschehen ist.
Meine Meinung: Es ist als Boys Love gekennzeichnet und man findet einige eindeutige Szenen. Doch hier geht es vielmehr um die Machenschaften der Konzerne, um Kai und Maria und natürlich auch Ratri. Meiner Meinung nach ein typischer Tateno-Manga. Nichts überaus herausragendes, aber auch nicht schlecht. Ich werd's auf jeden Fall weiter verfolgen. Ich möchte ja wissen wie es mit dem Konzern, Kai, Ratri und den anderen weitergeht.
Kurz: Gute Geschichte mit sympathischen Charakteren und ein bisschen Boys Love.
Der Manga bei EMA: >>Klick<<

xxxHOLiC 16 von CLAMP
Inhalt: Yuko ist weg und Watanuki muss nun das Geschäft übernehmen. Anfangs ist es für ihn schwer, doch er tut was er kann. Natürlich wird er tatkräftig von der schwarzen Mokona, Maru und Moro und natürlich Domeki und Haruka unterstützt.
Meine Meinung: Ich bin ja an sich ein großer CLAMP-Fan, aber xxxHOLiC zählt zu meinen liebsten Werken des Zeichnerquartetts. Es hat so eine ganz besondere Athmosphäre, ist lustig, aber auch traurig, ernst und regt auch mal zum Nachdenken an. Auch wenn die Story oder die Schicksale der Charaktere auf den ersten Blick oberflächlich erscheinen, so schaffen es die Mangaka immer dem einen ganz besonderen, tieferen Aspekt abzugewinnen. Dieser Band startet sehr traurig, auch wenn ich den vorherigen Band schon vor einer ganzen Weile gelesen habe... Auch wenn die Serie ein Crossover darstellt, kann man xxxHOLiC auch ohne Kenntnisse von Tsubasa Reservoir Chronicle lesen.
Kurz: Wundervoller, ganz besonderer Manga, um in eine andere Welt abzutauchen. Alles hat seinen gerechten Preis im Wunschladen von Yuko und Watanuki.
Der Manga bei EMA: >>Klick<<

Ouran High School Host Club 15 von Bisco Hatori
Inhalt: Tamaki, der Chef des Host Clubs, ist am Boden zerstört. Die Club-Mitglieder, allen voran Haruhi, versuchen ihren Boss aufzumuntern und veranstalten daher einen Schul-Orientierungs-Wettbewerb. Danach verkünden Honey und Mori, dass sie ihren Abschluss machen und die Club-Mitglieder müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass sie nur noch ein paar Mal alle zusammen sein können.
Meine Meinung: Der Manga ist verrückt, lustig und macht einfach Spaß. Er ist einfach abgedreht, beschäftigt sich aber auch ab und an mit etwas ernsteren Themen. Man darf es allgemein aber nicht zu ernst nehmen, sondern einfach nur seinen Spaß bei haben. Gleichzeitig ist der Manga auch sehr textlastig. Trotzdem wachsen einem die Charaktere schnell ans Herz und ihre verrückten, übertriebenen Ideen ringen einem auch ebenso schnell ein Lächeln oder erstauntes Kopfschütteln ab.
Kurz: Besonders zur Aufmunterung zu empfehlen! Hier wird der "Pöbel" ganz ernst auf die Schippe genommen. Herrlich.
Der Manga bei Carlsen: >>Klick<<

Invisible Boy 1 von Hotaru Odagiri
Inhalt: In erster Linie geht es um den Schülerrat der Elite-Jungs-Schule Ouka-Gakkan. Die Mitglieder müssen sich nicht nur mit den Besucherinnen der Mädchenschule herumschlagen, sondern auch mit allerhand Aktionen, Organisieren von Events an der Schule, bürokratischem Kram und eben auch ihren persönlichen Problemen. Nagi Tokieda ist ebenfalls Mitglied des Schülerrats und hat eine einsame Kindheit hinter sich. Die anderen versuchen den Jungen aufzumuntern - allen voran der Präsident Yushi Kito.
Meine Meinung: Ich mag Odagiris Zeichenstil sehr gerne. Doch durch die vielen Charaktere kann selbst ich einige kaum auseinander halten, was mich schon etwas verwirrt hat. Zumal in dem Band, bis auf Nagi und Yushi, alle Charaktere (immerhin sieben!) beinahe gleich viel vorkommen... Nagis Schicksal ist natürlich traurig, aber einen roten Faden konnte ich bisher noch nicht entdecken. Als Romance würde ich den Manga auch (noch) nicht bezeichnen. Mal sehen, was Band 2 bringt.
Kurz: Ich stehe der Serie noch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Handlung zog sich etwas, aber die Charaktere sind liebenswert.
Der Manga bei Carlsen: >>Klick<<

Mittwoch, 2. März 2011

[Mangarezension] Fruits Basket von Natsuki Takaya

Hallo alle miteinander!

Heute wie versprochen ein bisschen japanische Luft. Einer meiner Lieblingsmanga ist von der Zeichnerin Natsuki Takaya: Fruits Basket. Ihr wisst ja vielleicht, dass es in China Tierkreiszeichen statt Sternzeichen gibt. Für jedes Jahr gibt es ein anderes Tier: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Dem liegt eine alte Legende zu Grunde, die frei in diesem Manga erzählt wird.


Fruits Basket von Natsuki Takaya
abgeschlossen in 23 Bänden
hier könnt ihr euch alle Cover ansehen

Inhalt:
Das Mädchen Toru verliert ihre Mutter bei einem Autounfall. Ihr Vater ist schon kurz nach ihrer Geburt geschoben. Da sie ihrem Großvater nicht zur Last fallen möchte, zieht Toru Honda in ein Zelt. Dort wird sie von ihrem Klassenkameraden Yuki Soma entdeckt.
Yuki, Shigure und Kyo leben in einem kleinen Häuschen im Wald und laden Toru ein bei sich zu wohnen. Ihnen tut das Mädchen leid, im Gegenzug übernimmt sie den Haushalt: Kocht, wäscht, putzt. Auch das Geheimnis der Somas ist bei Toru sicher.
Dreizehn der Somas verwandeln sich nämlich in eines der 13 Tierkreiszeichen. 13? Nun, laut einer Legende veranstaltete Gott ein großes Festmahl und lud dazu seine Freunde, die Tiere ein. Die Ratte nannte der Katze aber eine falsche Uhrzeit, woraufhin die Katze zu spät zum Festmahl kam und nicht teilnehmen durfte.
Diese Verwandlung geschieht nur, wenn ein Betroffener vom anderen Geschlecht umarmt wird. Ihr Geheimnis wird streng gehütet und deswegen scheinen die betroffenen Somas teilweise unnahbar. Viele haben Probleme mit ihren Eltern, denn die sehen die Kinder als Monster an, die Mütter können ihre Söhne nicht in den Arm nehmen, denn sonst würden sie sich in ein Tier des Tierkreiszeichens verwandeln.
Das Oberhaupt der Familie, Gott, stellt Akito Soma dar. Er ist jähzornig und gönnt seinen "Untergebenen" kein Stück Glück. Schlimm ist es für ihn zu sehen, wie die etwas naive, aber herzensgute Toru Honda die Somas langsam für sich gewinnt, ihnen auf Torus ganz spezielle Weise hilft und ihnen ein bisschen Glück und Hoffnung schenkt. Genau das ist Akitos schlimmste Befürchtung: Allein gelassen zu werden, seine "Freunde" zu verlieren und sie nicht mehr kontrollieren zu können.

Natsuki Takaya erzählt die Geschichte von Toru, Yuki, Shigure, Akito, Kyo und den anderen Somas sehr gefühlvoll, manchmal sogar fast philosophisch. Der Zeichenstil reift mit jedem Band und man erkennt einen deutlichen Fortschritt. Auch die Story entwickelt sich, lässt sich viel Zeit um den Charakteren genug Tiefe zu geben.
Der Aspekt der Legende der Tierkreiszeichen und die Verwandlung der Menschen in eben solche, ist der einzige fantastische Aspekt der Serie. Vielmehr setzt sie sich aus den zwischenmenschlichen Beziehungen zusammen. Aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft aller Protagonisten. Man lernt sie immer besser kennen, lieben, ja, vielleicht auch hassen. Aber auch hier täuscht manchmal der erste Blick und wie ein Puzzle setzen sich die einzelnen Teile langsam zusammen.
Manchmal rückt die Geschichte der verfluchten Somas etwas in den Hintergrund, um Platz für eine andere Geschichte aus dem Leben der Protagonisten zu machen. Man begleitet Toru auf ihrem harten Weg sich selbst zu finden und bei ihrem Versuch die Somas von ihrem Fluch, sich bei Umarmung des anderen Geschlechts in Tiere zu verwandeln, zu befreien.

Kurz: Eine sehr rührende Geschichte, die alle Aspekte des Lebens beinhaltet - mit ein bisschen Mystik und Legende!


Weitere Informationen:
Erschien in der DAISUKI, einem Manga-Magazin
Mehr Infos auf der Verlagsseite
Ausstattung: Pappaufsteller im ersten Band (1. Auflage)
Verlag: Carlsen Manga
Seiten: je um die 200
ISBN: s. hier - auf den jeweiligen Band klicken
Preis: [D] je 5,95 €