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Dienstag, 15. November 2011

[Rezension] Gone von Lisa McMann

3. Band

Inhalt:
Things should be great for Janie—she has graduated from high school and is spending her summer with Cabel, the guy she's totally in love with. But deep down she's panicking about how she's going to survive her future when getting sucked into other people's dreams is really starting to take its toll.
Things get even more complicated when she meets her father for the very first time—and he's in a coma. As Janie uncovers his secret past, she begins to realize that the choice thought she had has more dire consequences than she ever imagined.

[Quelle: simonandschuster.com]



Janie macht mit Cabel (Carl) einen verdienten Urlaub. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn Janies Mutter scheint etwas zugestoßen zu sein. Kurzerhand fahren die beiden zurück und erfahren eine schockierende Nachricht: Janies Vater wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Er liegt im Koma und keiner weiß, was ihm fehlt.
Während Janie erst mal die Nachricht verdauen muss, dass der Fremde ihr Vater ist und schon immer in ihrer Nähe lebte, lässt Cabel (Carl) Janie ihren Freiraum. Doch auch er plagt sich, unbewusst, mit Fragen um ihrer beider Zukunft. Dazu kommt, dass Janie die vollen Ausmaße ihres "Fluches" entdeckt und eine Entscheidung treffen muss...

Der dritte und letzte Band der Wake-Reihe.
Der Schreibstil läuft fließend weiter. Sprich: Kurze, prägnante Sätze, die trotzdem Gefühl erzeugen. Während die Geschichte aus Janies Sicht erzählt wird, dritte Person, Präsens. Die Kapitel sind wie in den beiden Vorgängern in Uhrzeiten unterteilt, die wiederum einem 'größeren' Kapitel unterstehen. Zum Lesen fand ich das sehr angenehm.
Janie bleibt Janie. Sie ist klug, aber unsicher, grüblerisch und immer noch etwas in sich gekehrt. Auch hier erfährt sie wieder einiges über sich, ihre Vergangenheit und den 'Traumfänger-Fluch'. Das ist alles natürlich nicht leicht zu verdauen und manchmal hätte ich Janie auch gern geschüttelt, weil sie alles mit sich selbst ausmacht. Andererseits konnte ich sie aber auch gut verstehen.
Cabel/Carl ist irgendwie nach wie vor die ruhende Konstante. Ich mag ihn nach wie vor sehr gerne - er ist eben auch ein toller Kerl. Wobei er im letzten Band ein bisschen in den Hintergrund tritt.
Da ich die beiden Vorgänger ja auf deutsch gelesen habe, ist mir natürlich ein kleines Manko aufgefallen: Im Original heißt Carl Cabel. Klar, ich verstehe, dass der Name im Deutschen sehr verwirrend sein kann. Ebenso seltsam fand ich aber auch "Carl". Vielleicht hätte man das mit einer Anmerkung (?) lösen können und den Originalnamen beibehalten können. Nicht, dass mir dieser Name geläufiger wäre. Ich hab mich aber auch schnell dran gewöhnt, nachdem ich ihn zwei, dreimal gelesen hatte.
Ansonsten möchte ich eigentlich gar nicht mehr viel dazu sagen, außer, dass ich die Reihe einfach liebe. Die Bände schwanken nicht in Qualität und Storyführung, reißen von der ersten Seite an mit und bieten mal wirklich eine neue Geschichte mit einer ganz anderen Herangehensweise.

Kurz: Ein absolut fantastischer Abschluss. Die Serie ist von vorn bis hinten gut durchdacht und schwächelt - in meinen Augen - in keinster Weise. Die Charaktere sind authentisch und auf ihre Art liebenswert. Ansonsten bleibt mir nur vom Covertext/Cassandra Clare zu zitieren: "A lyrical, shuddersome novel whose images linger with you."



Weitere Informationen:
Trailer
Verlag: Simon & Schuster
Taschenbuch (aus dem Schuber-Paket)
Seiten: 240
Originaltitel: GONE
Reihe: WAKE Trilogy
ISBN: 9781416979210
Preis: [D] $ 9,99 / ~7,10 €

Donnerstag, 20. Oktober 2011

[Rezension] Sleepless von Cyn Balog



Inhalt:
Eron DeMarchelle isn't supposed to feel this connection. He is a Sandman, a supernatural being whose purpose is to seduce his human charges to sleep. Though he can communicate with his charges in their dreams, he isn't encouraged to do so. After all, becoming too involved in one human's life could prevent him from helping others get their needed rest.
But he can't deny that he feels something for Julia, a lonely girl with fiery red hair and sad dreams. Just weeks ago, her boyfriend died in a car accident, and Eron can tell that she feels more alone than ever. Eron was human once too, many years ago, and he remembers how it felt to lose the one he loved. In the past, Eron has broken rules to protect Julia, but now, when she seems to need him more than ever, he can't reach her. Eron's time as a Sandman is coming to a close, and his replacement doesn't seem to care about his charges. Worse, Julia is facing dangers she doesn't recognize, and Eron, as he transitions back to being human, may be the only one who can save her. . . .
Even once they've become human again, Sandmen are forbidden to communicate with their charges. But Eron knows he won't be able to forget Julia. Will he risk everything for a chance to be with the girl he loves?

[Quelle: randomhouse.com]



Eron ist vor hundert Jahren gestorben - im Alter von 17. Aber er bekommt eine zweite Chance: Hundert Jahre lang muss er als Sandmann seinen Schutzbefohlenen zu einem guten Schlaf verhelfen. Wenn diese 'Schuld' getilgt ist, darf Eron wieder Mensch sein.
Julia hat gerade ihren Freund Griffin verloren. Sie hat eine aufrührende Vergangenheit hinter sich und wie sie genau zu Griffin stand, weiß sie selbst nicht so genau. Aber Julia ist auch eine von Erons Schutzbefohlenen, die Eron besonders mag.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Julias und Erons Sicht erzählt. In der Ich-Perspektive, Präsens.
Zum Schreibstil will ich mich nicht so ausführlich äußern, denn  so ausgeprägt sind meine Englisch-Kenntnisse einfach nicht. Ich hab alles recht gut verstanden und konnte es auch ganz gut lesen. Ich habe auch durchaus mitbekommen, dass Eron etwas 'altertümlich' spricht und erzählt. Wie ausgeprägt das im Detail ist... Aber ich denke mit guten Englisch-Kenntnissen fällt das durchaus auf.
Den Anfang fand ich schon recht schleppend. Bis die Geschichte wirklich richtig ins Laufen kommt, ist man beinahe bei der Hälfte! Und das bei einem dünnen Buch! Fand ich etwas schade. Die Geschichte an sich plätschert so dahin. Obwohl die Idee mit dem Sandmann total interessant ist und wirklich Potential hat, hat Balog die Geshcichte in meinen Augen einfach etwas 'lasch' umgesetzt. Mir fehlte die Atmosphäre, auch ein bisschen das Einfühlungsvermögen in die Charaktere. Es hat mich nur an wenigen Stellen berührt.
Eron ist ein sympathischer Charakter. Ein alter Gentleman eben. Vielleicht ein bisschen zögerlich, aber alles in allem nett und pflichtbewusst. Vielleicht in manchen Dingen auch ein bisschen ernst. Julia mochte ich auch gerne. Sie musste einiges durchmachen, hat dabei aber trotzdem ihre Träume nicht aus den Augen verloren und arrangiert sich mit ihrer Situation so gut es eben geht. Griffin und Chimere hingegen... Ich konnte sie nicht ganz durchschauen, nicht ganz einordnen. Sie waren mir weder besonders sympathisch noch hatte ich eine Abneigung gegen sie. Die Stimmung war teilweise vielleicht auch etwas drückend. Immerhin stirbt Griffin ja gleich zu Beginn und Eron sieht sich langsam mit den Problem seines 'Wieder-Mensch-Seins' konfrontiert. Auch Julia hat es, wie erwähnt, nicht einfach.
Was ich auf jeden Fall nicht unerwähnt lassen möchte, ist die Kapitelgestaltung. Bzw. die Kapitelanfänge. Denn, wenn die Sicht wechselt, so wird es je mit "Eron" oder "Julia" umschrieben. Jeder der beiden hat seine eigene Typografie (der Überschrift) und eine eigene Grafik (Eron einen Sichelmond, Julia die Pfingstrose, die man auf dem Cover sieht). Ich fand das sehr schön und war auch etwas erstaunt, wie diese Elemente eingesetzt wurden.

Kurz: Optisch toll. Der Inhalt und die Emotionen schwächeln in meinen Augen etwas. Trotzdem: Wer mal etwas anderes lesen will, kann getrost zugreifen. Auch sehr praktisch für Zwischendurch, da es ja nicht allzu lang ist.



Weitere Informationen:
Verlag: Ember / Randomhouse
Taschenbuch
Seiten: 240
ISBN: 978-0-385-73849-1
Preis: [D] ~ 7,00 €

Freitag, 26. August 2011

[Rezension] Forbidden von Tabitha Suzuma



Inhalt:
She is pretty and talented - sweet sixteen and never been kissed. He is seventeen; gorgeous and on the brink of a bright future. And now they have fallen in love. But ...They are brother and sister.

[Quelle: goodreads.com]



Lochan und Maya Whitely sind Geschwister. Ihr Vater hat sich vor fünf Jahren wegen einer anderen Frau von ihrer Mutter getrennt und lebt seither in Australien. Lochan und seine vier Geschwister in London. Nach einiger Zeit brach der Kontakt zum Vater ab.
Die Mutter wurde zur Alkoholikerin und hat auch einen neuen Lebensgefährten, Dave, der von einer neuen Familie nichts wissen will. Lochan und Maya sind die beiden ältesten, gerade 13 Monate auseinander, und kümmern sich seit der Vater sie verlassen hat, um ihre drei kleinen Geschwister.
Langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, eine Liebesbeziehung, die nicht nur verboten, sondern auch strafbar ist.

Das Buch habe ich auf Englisch gelesen. Deswegen will/kann ich jetzt nichts groß zum Schreibstil sagen. Ich habe es eigentlich ganz gut verstanden. Es gab zwar Szenen, da kannte ich einige Wörter nicht, aber im Großen und Ganzen ließ es sich gut lesen. Es wird abwechselnd (kapitelweise) aus Lochans und Mayas Sicht erzählt. In der Ich-Perspektive.
Zu Forbidden könnte ich jetzt so viel schreiben. Aber ich will natürlich nicht spoilern oder zu viel verraten. Denn an sich passiert im engeren Sinn nichts. Es dreht sich vielmehr um die Entwicklung von Lochan und Maya und wie es zu dieser Liebe überhaupt kommt, wie die beiden damit umgehen, ihre Gedanken, Ängste, Wünsche. Und ja, auch wie es weitergeht und endet.
Lochan ist ein sehr schüchterner, introvertierter Teenager. Er ist anders als seine Mitschüler, spricht kaum mit jemandem außerhalb der Familie, kann es nicht einmal. Aber er ist ein cleverer junger Mann, der viel zu schnell erwachsen werden musste. Maya ist da schon eher Teenager, aber auch sie trägt viel Verantwortung, was man durchaus auch spürt. Sie ist nett, fröhlich und liebevoll. Allerdings konnte ich mich besser in Lochan hineinversetzen und mit ihm mitfühlen als Maya. Ich mochte ihn auch ein klein bisschen mehr, während ich mit Maya nicht so recht warm geworden bin.
Nachdem ich ja schon einiges zu Forbidden gehört habe, konnte ich mir nicht so recht vorstellen, wie zwei normale Geschwister sich so lieben können. So romantisch, so sexuell. Ich bin davon ausgegangen, dass es keine "normalen" Geschwister sind. Und das stimmt in gewisser Weise auch.
Wenn man sich die Familiengeschichte anschaut und die rund ersten 100 Seiten, bekommt man einen ganz guten Eindruck vom Leben der Whitely-Geschwister. Lochan und Maya sind vielmehr als Bruder und Schwester. Sie sind eher so etwas wie Eltern, wie ein altes Ehepaar. Auch Mayas Schilderungen tragen zu dem Eindruck bei. Lochan ist eher der zögerliche, zurückhaltende, aber auch der leidenschaftliche. Er ist der, der eher einen klaren Kopf behält, aber eben auch sehr pessimistisch. Maya ist lockerer, vielleicht auch ein bisschen naiver. Aber beiden gehen ihre Geschwister (Kit, Tiffin und Willa) über alles.
Mir kam es nicht so vor als wären die beiden wirklich Geschwister. Das hatte ich zwar im Hinterkopf, aber ihr ganzes Verhalten, ihre Gefühle, die Beschreibungen... Ich hatte sehr großes Mitgefühl mit beiden. Hatte einen genauso großen Groll wie die beiden auf die Mutter, die sich wirklich nicht so nennen dürfte.

Kurz: Ein rührendes und aufrührendes Buch über ein Tabu-Thema, das zum Nachdenken anregt.




Weitere Informationen:
Offizielle Seite der Autorin
Verlag: Random House Children's Books
Taschenbuch
Seiten: 418
ISBN: 9781862308169
Preis: [D] ~ 8,00 €

Dienstag, 12. Juli 2011

[Rezension] Stolen von Lucy Christopher


Inhalt:
In a moving letter to her captor, sixteen-year-old Gemma relives her kidnapping from Bangkok Airport while on holiday. Taken by Ty, her troubled young stalker, to the wild and desolate Australian Outback she reflects on a landscape from which there’s no escape. In a story of survival, passion and darkness, Gemma reveals how she had to deal with the nightmare, or die trying to fight it.

[Quelle: doublecluck.com]



Gemma ist 16 und mit ihren schwer beschäftigten Eltern gerade auf den Weg nach Vietnam. Die Familie muss am Bangkoker Flughafen umsteigen. Nachdem sich Gemma mit ihren Eltern gestritten hat, will sie sich nur schnell einen Kaffee holen. Aber sie kommt nicht zurück.
Sie trifft auf den charmanten und irgendwie gutaussehnden Ty. Er kommt ihr bekannt vor, doch nie im Leben hätte Gemma sich träumen lassen, was der knapp 10 Jahre ältere Mann mit ihr vor hat.
Er verschleppt sie geradewegs in die Wüste. Isoliert von allem: Zivilisation, Menschen, Gewohnheit.

Den Roman habe ich auf Englisch gelesen. Größtenteils war es recht gut zu verstehen, obwohl ich das ein oder andere Wort nachschlagen musste.
Da ich nicht ganz so firm mit der englischen Sprache bin, will ich mich nicht weiter über den Schreibstil äußern. Nur so viel: Ich konnte es relativ gut verstehen und nachvollziehen. Es las sich auch recht flüssig (für eine Fremdsprache).
Der Roman wird aus Gemmas Sicht erzählt. Genauer gesagt schreibt Gemma einen Brief an ihren Entführer Ty. Das führt dazu, dass man sich gut in Gemma hineinversetzen kann.
Mir fehlte aber (vielleicht aufgrund dessen, dass ich es auf Englisch und nicht auf Deutsch gelesen habe) der emotionale Bezug zu Gemma. Sie ist kein typischer, störrischer und launischer Teenager-Charakter. Das bei weitem nicht. Trotzdem sprang der Funke bei mir nicht über. Dafür aber beim Kamel. Die Szenen fand ich sehr berührend.
Ich muss auch gestehen, dass ich Ty mochte. Der Kerl tat mir irgendwie ein bisschen Leid und ich hatte immer das Gefühl, dass er nicht der Böse ist. Er kam mir nie unsympathisch vor, obwohl er natürlich keineswegs richtig gehandelt hat. Irgendwie ist er so ein Charakter, den das Leben auf schreckliche Weise gezeichnet hat - und Gemma ist dummerweise sein (Hoffnungs)Licht.
An manchen Stellen zog es sich ein bisschen. Ich hatte auch das Gefühl, dass Gemma insgesamt wesentlich länger festgehalten wurde als im Buch tatsächlich geschrieben.
Insgesamt ist es aber eine ganz neue Thematik und die Idee Australien in den Fokus zu setzen - und dann auch noch eine Seite, die man an Australien vielleicht nicht so kennt - ist wirklich beeindruckend. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie ich an Gemmas Stelle handeln und fühlen, was ich unternehmen würde. Die Entwicklung vollzieht sich meist auch sehr natürlich, obwohl das ein odere andere Detail ein bisschen "unrealistisch" und zu prompt kommt.
Trotzdem konnte ich das Buch spätestens ab der Hälfte kaum mehr aus der Hand legen. Denn ab diesem Zeitpunkt entwickelte die Geschichte, hatte ich das Gefühl, eine ganz eigene Dynamik und Spannung.

Kurz: Wer einmal etwas ganz anderes lesen möchte, der ist mit Stolen/Ich wünschte, ich könnte dich hassen sehr gut bedient. Allerdings darf man sich keine Liebesgeschichte erhoffen!




Weitere Informationen:
Der Roman ist bereits auf Deutsch unter dem Titel Ich wünschte, ich könnte dich hassen erschienen.
Verlag: Chicken House Publishing
Taschenbuch
Seiten: 320
Originaltitel: Stolen
Deutscher Titel: Ich wünschte, ich könnte dich hassen
ISBN: 9781906427139
Preis: [D] ca. 7,20 €

Donnerstag, 24. März 2011

[Rezension] The Lost Saint von Bree Despain

2. Band

Inhalt:
The non-stop sequel to The Dark Divine delivers an even hotter romance and more thrilling action than Bree Despain's first novel. Grace Divine made the ultimate sacrifice to cure Daniel Kalbi. She gave her soul to the wolf to save him and lost her beloved mother.
When Grace receives a haunting phone call from Jude, she knows what she must do. She must become a Hound of Heaven. Desparate to find Jude, Grace befriends Talbot - a newcomer to town who promises her that he can help her be a hero. But as the two grow closer, the wolf grows in Grace, and her relationship with Daniel begins to crumble. Unaware of the dark path she is walking, Grace becomes prideful in her new abilities - not realizing that an old enemy has returned and deadly trap is about to be sprung. Readers, raveous for more Grace and Daniel, will be itching to sink their teeth into The Lost Saint.

[Quelle: egmontusa.com]



Nachdem Grace ihren Freund Daniel gerettet hat, wurde sie selbst zum Wolf, zum Urbat. Seitdem kämpft sie mit ihren neuen Kräften und gegen den Wolf. Ihr Bruder Jude bleibt verschwunden.
Bis sie eines Tages einen Anruf von ihm bekommt. Er warnt sie vor etwas und schubst damit so die Handlung in Gang. Denn jetzt hat Grace ein Lebenszeichen von ihrem Bruder Jude und will ihn finden. Während Daniel noch etwas skeptisch ist - ebenso wie ihr Vater. Graces Mutter indes ist nicht mehr sie selbst: Entweder ist sie depressiv oder eine Übermutter. Dazu kommen auch noch die Aufnahmeprüfungen für's College. Grace ist sich unsicher, welchen Weg sie gehen soll.
Durch ein Schulprojekt lernt sie dann Talbot kennen, der sie unterstützen will, indem er ihr beibringt, wie Grace ihre Kräfte benutzen kann - zum Guten. Daniel, Gabriel und ihr Vater scheinen sie aufgegeben zu haben, denn sie wollen nicht, dass Grace sich auf ihre übernatürlichen Kräfte verlässt und diese benutzt. Außerdem soll sie die Suche nach Jude ganz den "Erwachsenen" überlassen, was Grace ja nicht im Traum einfällt.

Der zweite Band der Dark Divine / Urbat Serie.
Ich konnte es nicht erwarten den zweiten Band auf deutsch zu lesen, also habe ich kurzerhand nach der englischen Ausgabe gegriffen. Gleich vorweg: Ich bin jetzt nicht das super Englisch-Ass, aber nach ein paar Seiten konnte ich mich sehr gut einfinden und habe beinahe alles verstanden. Auch Despains Stil macht es einfach in die Geschichte einzutauchen und mit Grace (wieder einmal) mitzufiebern und zu kämpfen.
Die Handlung war wieder sehr spannend, auch wenn Grace ein bisschen vom Weg abkommt. Religiöse Motive und der Glauben spielen zwar wieder eine kleine Rolle, aber das empfand ich als nicht so schlimm. Immerhin ist Grace ja die Tochter eines Pfarrers.
Charakterentwicklung ist auf jeden Fall da und die Geschichte nimmt einen spannenden Bogen an. Auch die Geschichte um die Urbats wird etwas vertieft und man lernt auch die Nebencharaktere, wie Gabriel, etwas besser kennen. Ebenso wie die Gepflogenheiten eines Rudels.
Manche Wendungen haben mich überrascht, einige waren ein bisschen vorhersehbar, aber ich war immer mit dabei, konnte mich leicht in die Geschichte einfinden und wurde vom Ende überrascht - wieder ein fieser Cliffhanger!
Grace hat mich zwischendurch ein bisschen genervt. Ich kann nicht genau sagen, warum genau. Vielleicht, weil sie so stur ist und ständig denkt, dass alle ihr etwas böses wollen? Auch Daniel lieferte nicht gerade eine Glanzleistung ab, aber da war er ja nicht allein. Es mag negativ klingen, waren aber nur kleine Kritikpunkte meinerseits. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch auf Englisch zu lesen - das hätte ich wirklich nicht gedacht!

Kurz: Eine tolle Fortsetzung mit einem fiesen Cliffhanger als Ende! Man kann nur hoffen, dass der dritte Band ganz schnell erscheint!


Weitere Informationen:
Webseite der Serie
Verlag: EgmontUSA
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 416
Reihe: Dark Divine / Urbat
ISBN: 978-1-60684-058-0
Preis: [D] ca. 12,00 - 13,00 €