Inhalt:
Lange galt die Königin als die Schönste im Land, bis Stieftochter Schneewittchen zu einer Konkurrentin heranwuchs. Da die Königin sich bereits von ihrem Mann befreit hatte, soll jetzt die ungeliebte Prinzessin folgen. Doch der mögliche Mörder bekommt Skrupel, und Schneewittchen in ihrem Waldversteck neue Freunde. Sieben räuberische Zwerge führt das unschuldige Geschöpf auf den Pfad der Tugend zurück, lehrt einem hübschen Prinzen und ihrer Stiefmutter, dass sie nicht nur schön sein, sondern auch kämpfen kann.
[Quelle: kino.de]
Meine Meinung:
Ich liebe Märchen und Märchen-Adaptionen. Schneewittchen gehört zwar an sich nicht zu meinen Lieblingsmärchen, aber Märchen sind ausnahmslos toll. Allerdings bin ich (mal wieder) skeptisch gewesen (aber bei einem Kinopreis von 3,50 € ist fast jeder Film zu verschmerzen), weil ich auch Komödien eher nicht so gerne schaue und der Trailer sah zwar gut aus, aber eben auch sehr auf Klamauk gemacht.
Was man dem Film in keiner Weise anlasten kann, sind die Bilder. Er ist wirklich wunder-, wunder-, wunderschön gemacht. Vor allem die Anfangsszene, in der grob das Schneewittchen-Märchen erzählt wird (bis Schneewittchen erwachsen wird), ist richtig toll. Die Musik war auch durchweg passend und hat den Film bereichert.
Der Film soll eigentlich aus der Sicht der bösen Stiefmutter (Julia Roberts) erzählt werden. Man merkt dann aber recht schnell, dass sich dieser Blickwinkel ändert. Was mich persönlich aber nicht störte. Schneewittchen (Lily Collins) ist auch keine typische Prinzessin, aber auch keine typische Heldin. Das hat mir wiederum auch sehr gut gefallen. Denn Schneewittchen ist zart, unbeholfen, lernt zwar schnell und weiß sich mit einem Schubs für sich und ihr Volk einzusetzen, wird allerdings nicht gleich zur 'Superheldin', der alles gelingt. Von daher fand ich ihren Charakter sehr authentisch. Auch, wenn sie mir ein bisschen zu... döselig war, zu schwankend manchmal (als Charakter). Schauspieltechnisch hat Lily Collins meiner Meinung nach wirklich gute Arbeit geleistet. Das zärtliche und doch resolute Schneewittchen hab ich ihr voll abgenommen.
Julia Roberts war eine wirklich tolle, ironische böse Königin. Über sie habe ich mich am meisten amüsiert, weil sie ihre Rolle immer mit diesem Augenzwinkern gespielt hat. Die abgrundtief böse Frau hab ich ihr nicht abgenommen, aber das war sie - in meinen Augen - auch nicht. Eher die egozentrische Frau, die ihr Wohl über alles stellt und gern auch zu etwas ungewöhnlichen Mitteln greift, um ihr Ziel zu erreichen.
Insgesamt war es ein schöner Film, dem man aber eben anmerkt, dass man ihn zum einen nicht ganz ernst nehmen kann/soll und zum anderen ist Spieglein, Spieglein eben auch ein Film für Groß und Klein. Es gab lustige Szenen, dramatische, actionreiche, traurige, romantische und auch einfach schöne Szenen, aber mir war es an einigen Stellen ein bisschen zu viel des "Guten".
Kurz: Ein Film für Groß und Klein mit einer herrlichen Märchen-Adaption und wundertollen Kostümen. Wer den Film nicht ganz ernst nimmt und einfach nur genießt, der ist hier genau richtig.
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Donnerstag, 19. April 2012
Mittwoch, 18. April 2012
[Filmrezension] Die wilden Schwäne
Inhalt:
Die Prinzessin Lisa lebt mit ihren elf Brüdern in einem Schloss. Die Kinder leben ein vergnügtes Leben bis der Vater eine neue Frau zu seiner Königin nimmt. Die neue Königin führt nichts Gutes im Schilde und will sich die Kinder vom Hals schaffen. Lisa verwandelt sie in ein hässliches Mädchen, während sie die Söhne des Königs in Schwäne verwandelt. Um den Fluch der bösen Königin zu brechen, muss Lisa eine schier unmögliche Aufgabe bestehen...
Die Ausstattung der DVD an sich ist wirklich rudimentär: Man kann im Menü den Film starten und Kapitel anwählen. Es gibt nur deutschen Ton und keine Untertitel. Dafür hat die DVD ein Wendecover.
Überhaupt scheint sie auf den ersten Blick recht billig zu sein, aber davon darf man sich in keinem Fall abschrecken lassen, denn der Film, nach Vorlage von Hans Christian Andersens Märchen Die wilden Schwäne, ist wirklich sehenswert. Als Kind habe ich ihn geliebt und nachdem ich im Dezember Die Tochter der Wälder von Julliet Marillier gelesen habe, musste ich den Film einfach noch mal sehen.
Der Film verfolgt seinen ganz eigenen Stil. Schon die Animationen und Bildgestaltung machen es deutlich. Die Charaktere sehen puppenhaft aus, nicht wirklich detailliert. Die Animationen sind... einfach anders, interessant. Die Hintergründe eher kunstvoll, einfach als detailverliebt. Der Film ist bunt und kontrastreich und gleichzeitig auch ein bisschen trüb und verschleiert.
Die Musik ist ach nicht unbedingt das, was man von einem Märchen erwartet. Was in keinem Fall heißt, dass sie schlecht ist - im Gegenteil! Tatsächlich glaube ich, es gibt keinen einzigen Moment oder keine einzige Sekunde im Film, wo es "ruhig" ist. Sprich, wo es nicht mal ein Geräusch, ein Musikstück gibt. Alles geht nahtlos ineinander über.
Das Erzähltempo ist typisch Märchen: Es geht schnell, was auch schon die Spieldauer zeigt. Trotzdem kann sich Lisa als Hauptprotagonistin entfalten - allerdings nicht besonders tief. Man merkt, meiner Meinung nach, dass der Film tatsächlich für kleinere Kinder zugeschnitten ist, eben weil es wirklich Schlag auf Schlag geht.
Witzig fand ich persönlich auch noch, dass sie die Münder der Charaktere teilweise gar nicht oder nicht synchron zum Gesprochenem bewegen. Auch wird der gesungene Text (Englisch) noch mal ins Deutsche übertragen (sinngemäß).
Auch wenn es sich negativ anhören mag: Der Film ist einfach was Besonderes. Man muss sich einfach selbst ein Urteil über diese sehr außergewöhnliche Form bilden, aber das Gesamtpaket ist es wirklich wert. Vor allem auch für Märchenfans. Diese Art Film strahlt für mich immer noch eine ganz besondere Art "Magie" aus an die Neuverfilmungen (oft) nicht heranreichen.
Kurz: Ein außergewöhnlicher Märchentrickfilm, besonders für Kinder. Unterstrichen von ungewöhnlicher, aber guter Musik in seinem ganz eigenen Stil.
Weitere Informationen:
Ausstattung s. oben.
Originaltitel: Dikie lebedi
Regie: Vera Tsekhanovskaya, Mikhail Tsekhanovsky
Länge: 60 Minuten
FSK: 6
Auf DVD erhältlich.
Donnerstag, 23. Februar 2012
[Minifilmrezension] Der Ruf der Wale
Inhalt:
Reporter Adam Carlson wünscht sich nichts sehnlicher, als dem kleinen Ort im äußersten Norden von Alaska zu entkommen und endlich als „richtiger“ Journalist zu arbeiten. Stattdessen fällt ihm der erhoffte große Knüller direkt in den Schoß: Als das Nordmeer nach dem kurzen Sommer in rasender Geschwindigkeit zufriert, wird eine Familie majestätischer Grauwale vom Eis eingeschlossen.
Die hoffnungslose Lage der Tiere erweist sich als weltweites Medienereignis und ruft nicht nur rücksichtlose Reporterkollegen auf den Plan: Bald mischt sich auch ein Öl-Tycoon ein, und schließlich kommt es am Polarkreis sogar zur Konfrontation der amerikanischen und der russischen Regierung, die sich die Rettung der Meeresgiganten auf die Fahnen schreiben. Die größten Probleme bekommt Adam allerdings mit seiner Ex-Freundin Rachel Kramer – einer sehr kämpferischen Greenpeace-Aktivistin.
[Quelle: http://movies.universal-pictures-international-germany.de/derrufderwale/]
Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich erst ziemlich skeptisch war, was den Film betrifft. Meine Mum fand ihn aber interessant und so waren wir letzte Woche im Kino.
Ich hab's nicht bereut!
Wale finde ich an sich faszinierend und ich mag ihren "Gesang", ihre "Sprache" (auch wenn man im Film jetzt nicht so viel davon mitbekommt). Ich hatte einen überaus schnulzigen, auf die Tränendrüse drückenden Film erwartet.
Okay, ein bisschen traurig war er schon, was aber einfach am Thema an sich liegt: Drei Grauwale sind im Eis angeschlossen und durch einen kleinen Beitrag, der sich immer weiter verbreitet und somit eine Lawine in der Welt auslöst, wird den Meeressäugern geholfen, wo es nur geht.
Manchmal meine ich, dass ein paar Augenzwinker eingebaut waren. Es wird sich zwar auf die Wale konzentriert, aber dieses ganze Drumherum: Was bei der Regierung passiert, bei der Nationalgarde, bei den Medien, Greenpeace, dem Ölkonzern und und und!
Auch taucht man sofort in die Handlung ein. Es gibt kein langes um den heißen Brei reden, sondern eher ein kurzer Prolog und schon ist man mittendrin in der bewegensten Rettungsaktion der Welt!
Als kleines Schmankerl gab's für uns Kinobesucher sogar noch Geschenke: Einen Taschenwärmer und eine Fleecedecke. Hab ich ja noch nie gehört, aber hat uns dementsprechend gefreut!
Kurz: Ein berührender Film, der nicht nur durch die Wale überzeugt. Es wird deutlich, dass ein kleiner Stein eine riesige Lawine ins Rollen bringen kann. Sehr schön!
Reporter Adam Carlson wünscht sich nichts sehnlicher, als dem kleinen Ort im äußersten Norden von Alaska zu entkommen und endlich als „richtiger“ Journalist zu arbeiten. Stattdessen fällt ihm der erhoffte große Knüller direkt in den Schoß: Als das Nordmeer nach dem kurzen Sommer in rasender Geschwindigkeit zufriert, wird eine Familie majestätischer Grauwale vom Eis eingeschlossen.
Die hoffnungslose Lage der Tiere erweist sich als weltweites Medienereignis und ruft nicht nur rücksichtlose Reporterkollegen auf den Plan: Bald mischt sich auch ein Öl-Tycoon ein, und schließlich kommt es am Polarkreis sogar zur Konfrontation der amerikanischen und der russischen Regierung, die sich die Rettung der Meeresgiganten auf die Fahnen schreiben. Die größten Probleme bekommt Adam allerdings mit seiner Ex-Freundin Rachel Kramer – einer sehr kämpferischen Greenpeace-Aktivistin.
[Quelle: http://movies.universal-pictures-international-germany.de/derrufderwale/]
Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich erst ziemlich skeptisch war, was den Film betrifft. Meine Mum fand ihn aber interessant und so waren wir letzte Woche im Kino.
Ich hab's nicht bereut!
Wale finde ich an sich faszinierend und ich mag ihren "Gesang", ihre "Sprache" (auch wenn man im Film jetzt nicht so viel davon mitbekommt). Ich hatte einen überaus schnulzigen, auf die Tränendrüse drückenden Film erwartet.
Okay, ein bisschen traurig war er schon, was aber einfach am Thema an sich liegt: Drei Grauwale sind im Eis angeschlossen und durch einen kleinen Beitrag, der sich immer weiter verbreitet und somit eine Lawine in der Welt auslöst, wird den Meeressäugern geholfen, wo es nur geht.
Manchmal meine ich, dass ein paar Augenzwinker eingebaut waren. Es wird sich zwar auf die Wale konzentriert, aber dieses ganze Drumherum: Was bei der Regierung passiert, bei der Nationalgarde, bei den Medien, Greenpeace, dem Ölkonzern und und und!
Auch taucht man sofort in die Handlung ein. Es gibt kein langes um den heißen Brei reden, sondern eher ein kurzer Prolog und schon ist man mittendrin in der bewegensten Rettungsaktion der Welt!
Als kleines Schmankerl gab's für uns Kinobesucher sogar noch Geschenke: Einen Taschenwärmer und eine Fleecedecke. Hab ich ja noch nie gehört, aber hat uns dementsprechend gefreut!
Kurz: Ein berührender Film, der nicht nur durch die Wale überzeugt. Es wird deutlich, dass ein kleiner Stein eine riesige Lawine ins Rollen bringen kann. Sehr schön!
Montag, 20. Februar 2012
[Minifilmrezension] Star Wars - Episode 1 - Die dunkle Bedrohung 3D
Inhalt:
Die Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi befinden sich auf einer diplomatischen Mission zum Planeten Naboo, der von der Handelsföderation belagert wird. Sie werden Zeuge der Invasion des Planeten und retten Königin Amidala und ihr Gefolge aus der Gefangenschaft. Auf ihrem Weg nach Coruscant, wo sie dem Senat der Republik die Ereignisse vortragen wollen, stranden sie auf dem Wüstenplaneten Tatooine. Dort erhalten sie unerwartet Hilfe von dem Jungen Anakin Skywalker, der über Jedi-Kräfte zu verfügen scheint. Doch das Böse in Gestalt des unheimlichen Sith-Lords Darth Maul ist ihnen bereits auf der Spur...
[Quelle: amazon.de]
Meine Meinung:
Den Film habe ich damals (1999) schon mit meinem Papa im Kino angeschaut - und war restlos begeistert. Tatsächlich mag ich die neuen Star Wars Filme lieber als die mit Harrison Ford. Ja ja, Schande über mich.
Besonders mochte ich damals Jar Jar Binks, weil er immer wieder für die chaotischsten und lustigsten Szenen sorgte. Natalie Portman als Amidala: Perfekt! Kurzum: Mir hat der Film gefallen. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so begeistert vom Film. Ich kann es nicht genau festmachen, woran das liegt. Ich mag ihn nach wie vor, aber mir fehlt hier irgendwie... das gewisse Etwas, was bspw. (meiner Meinung nach) die beiden Nachfolger haben.
Zu 3D: Ich war wirklich erstaunt wie gut es doch nachproduziert und umgesetzt wurde! Da hab ich schon schlechtere 3D-Filme gesehen. Ich würde jetzt zwar nicht sagen, dass alle Möglichkeiten voll ausgeschöpft wurden, aber insgesamt fand ich die Leistung doch solide.
Mein Papa und ich waren uns auch einig, dass sogar ein paar neue Sequenzen (besonders am Anfang) in dieser Kinofassung aufgenommen wurden. Es ist zwar schon etwas her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe, aber wir waren uns doch sicher, dass die Szenen in der 2D-Fassung nicht enthalten waren.
Kurz: Gute, solide Umsetzung, aus der man zwar mehr "3D" hätte herausholen können, die sich aber durchaus blicken lassen kann. Auch für ein Re-Watch super geeignet - nicht nur für Star Wars Fans.
Die Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi befinden sich auf einer diplomatischen Mission zum Planeten Naboo, der von der Handelsföderation belagert wird. Sie werden Zeuge der Invasion des Planeten und retten Königin Amidala und ihr Gefolge aus der Gefangenschaft. Auf ihrem Weg nach Coruscant, wo sie dem Senat der Republik die Ereignisse vortragen wollen, stranden sie auf dem Wüstenplaneten Tatooine. Dort erhalten sie unerwartet Hilfe von dem Jungen Anakin Skywalker, der über Jedi-Kräfte zu verfügen scheint. Doch das Böse in Gestalt des unheimlichen Sith-Lords Darth Maul ist ihnen bereits auf der Spur...
[Quelle: amazon.de]
Meine Meinung:
Den Film habe ich damals (1999) schon mit meinem Papa im Kino angeschaut - und war restlos begeistert. Tatsächlich mag ich die neuen Star Wars Filme lieber als die mit Harrison Ford. Ja ja, Schande über mich.
Besonders mochte ich damals Jar Jar Binks, weil er immer wieder für die chaotischsten und lustigsten Szenen sorgte. Natalie Portman als Amidala: Perfekt! Kurzum: Mir hat der Film gefallen. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz so begeistert vom Film. Ich kann es nicht genau festmachen, woran das liegt. Ich mag ihn nach wie vor, aber mir fehlt hier irgendwie... das gewisse Etwas, was bspw. (meiner Meinung nach) die beiden Nachfolger haben.
Zu 3D: Ich war wirklich erstaunt wie gut es doch nachproduziert und umgesetzt wurde! Da hab ich schon schlechtere 3D-Filme gesehen. Ich würde jetzt zwar nicht sagen, dass alle Möglichkeiten voll ausgeschöpft wurden, aber insgesamt fand ich die Leistung doch solide.
Mein Papa und ich waren uns auch einig, dass sogar ein paar neue Sequenzen (besonders am Anfang) in dieser Kinofassung aufgenommen wurden. Es ist zwar schon etwas her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe, aber wir waren uns doch sicher, dass die Szenen in der 2D-Fassung nicht enthalten waren.
Kurz: Gute, solide Umsetzung, aus der man zwar mehr "3D" hätte herausholen können, die sich aber durchaus blicken lassen kann. Auch für ein Re-Watch super geeignet - nicht nur für Star Wars Fans.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
[Filmrezension] Bärenbrüder
Inhalt:
"Zur Zeit der Mammuts." Kenai ist der jüngste von drei Brüder und hat nur Unsinn im Kopf. Am liebsten legt er sich mit seinem mittleren Bruder Denahi an. Der große Bruder Sitka dient dabei als eine Art Vaterersatz. Kenai nimmt seine Verantwortung gegenüber der Gruppe noch nicht ganz so ernst. Als er in einer Zeremonie sein Totem erhält, ist er jedoch alles andere als stolz. Denn er bekommt das Bären-Totem - eher ein "Weiber"-Totem.
Nach einem Zwischenfall verfolgt Kenai einen Bären, seine Brüder folgen ihm und dabei kommt sein großer Bruder, und sein Vorbild, Sitka ums Leben. Geblendet von Trauer und Wut will sich Kenai an dem Bären rechnen, verfolgt und tötet ihn. Doch dann geschieht etwas Magisches und Kenai wird selbst zum Bären...
Um wieder ein Mensch zu werden, muss er zum Berg, "wo die Lichter die Erde berühren" und wird dabei vom kleinen Bärenjungen Koda begleitet.
Anfangs mochte ich den Film nicht. Was vor allem an Kenai lag. Denn Kenai ist... ungestüm, gedankenlos, teilweise auch sehr gemein und scheint keinen Funken Mitgefühl zu haben. Er denkt scheinbar nur an sich und lässt sich von seinen Gefühlen blenden. Nicht, dass ich das nicht ansatzweise nachvollziehen könnte. Trotzdem hat Kenai es mir schwer gemacht. Dazu kam, dass ich später auch wusste, wer der Bär am Anfang war, den er getötet hat.
Aber Kenai mausert sich. Auch wenn er sich mit der kleinen Nervensäge Koda abgeben muss - typisch kleiner Bruder eben. Aber Koda und auch die Elchbrüder Benni und Björn bringen viel Humor und lustige Momente in die doch recht traurige und tragische Geschichte. Die Elche habe ich einfach sofort in mein Herz geschlossen, weil sie einfach nur genial sind. Ein bisschen dumm oder naiv, aber trotzdem herzensgut.
Auch Koda mochte ich gleich. Er ist ein kleines Plappermaul, schlägt sich insgesamt aber gut. Er ist eben der typische kleine Bruder, der liebenswert, aber eben auch mal nervig sein kann - und natürlich voller Energie!
Die Musik fand ich auch sehr toll. Sie passt sehr gut in die Atmosphäre des Films und unterstreicht die Szenen im altbekannten Disney-Charme. Wie gesagt, die Geschichte ist schon sehr rührig und man sollte auch ein paar Taschentüscher in Reichweite haben, vor allem, wenn man nah am Wasser gebaut ist.
Insgesamt macht Kenai aber eine große Entwicklung durch und zum Schluß mochte ich ihn dann auch etwas mehr. Er wird eben doch erwachsen. Allerdings fand ich ihn auch als Bär viel besser. Denn im Prinzip geht es ja um das: Wie man etwas wieder gut macht und seinen Weg findet und das macht Kenai doch ganz gut.
Auch wenn es sehr rührige und traurige Stellen gibt, wirkt es nie kitschig. Es ist vielmehr ein Film über Geschwisterliebe, Freundschaft, Erwachsenwerden und den-Weg-finden.
Kurz: Ein wunderbarer Film mit tollen Bildern, wunderbarer musikalischer Begleitung und vorwitzigen Charakteren. Abstriche bekommt Bärenbrüder durch den Hauptcharakter Kenai, der doch etwas... stur ist (aber sich bessert).
Weitere Informationen:
Es gibt einen zweiten Teil.
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Brother Bear
Regie: Aaron Blaise, Robert Walker
Länge: 82 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.
"Zur Zeit der Mammuts." Kenai ist der jüngste von drei Brüder und hat nur Unsinn im Kopf. Am liebsten legt er sich mit seinem mittleren Bruder Denahi an. Der große Bruder Sitka dient dabei als eine Art Vaterersatz. Kenai nimmt seine Verantwortung gegenüber der Gruppe noch nicht ganz so ernst. Als er in einer Zeremonie sein Totem erhält, ist er jedoch alles andere als stolz. Denn er bekommt das Bären-Totem - eher ein "Weiber"-Totem.
Nach einem Zwischenfall verfolgt Kenai einen Bären, seine Brüder folgen ihm und dabei kommt sein großer Bruder, und sein Vorbild, Sitka ums Leben. Geblendet von Trauer und Wut will sich Kenai an dem Bären rechnen, verfolgt und tötet ihn. Doch dann geschieht etwas Magisches und Kenai wird selbst zum Bären...
Um wieder ein Mensch zu werden, muss er zum Berg, "wo die Lichter die Erde berühren" und wird dabei vom kleinen Bärenjungen Koda begleitet.
Anfangs mochte ich den Film nicht. Was vor allem an Kenai lag. Denn Kenai ist... ungestüm, gedankenlos, teilweise auch sehr gemein und scheint keinen Funken Mitgefühl zu haben. Er denkt scheinbar nur an sich und lässt sich von seinen Gefühlen blenden. Nicht, dass ich das nicht ansatzweise nachvollziehen könnte. Trotzdem hat Kenai es mir schwer gemacht. Dazu kam, dass ich später auch wusste, wer der Bär am Anfang war, den er getötet hat.
Aber Kenai mausert sich. Auch wenn er sich mit der kleinen Nervensäge Koda abgeben muss - typisch kleiner Bruder eben. Aber Koda und auch die Elchbrüder Benni und Björn bringen viel Humor und lustige Momente in die doch recht traurige und tragische Geschichte. Die Elche habe ich einfach sofort in mein Herz geschlossen, weil sie einfach nur genial sind. Ein bisschen dumm oder naiv, aber trotzdem herzensgut.
Auch Koda mochte ich gleich. Er ist ein kleines Plappermaul, schlägt sich insgesamt aber gut. Er ist eben der typische kleine Bruder, der liebenswert, aber eben auch mal nervig sein kann - und natürlich voller Energie!
Die Musik fand ich auch sehr toll. Sie passt sehr gut in die Atmosphäre des Films und unterstreicht die Szenen im altbekannten Disney-Charme. Wie gesagt, die Geschichte ist schon sehr rührig und man sollte auch ein paar Taschentüscher in Reichweite haben, vor allem, wenn man nah am Wasser gebaut ist.
Insgesamt macht Kenai aber eine große Entwicklung durch und zum Schluß mochte ich ihn dann auch etwas mehr. Er wird eben doch erwachsen. Allerdings fand ich ihn auch als Bär viel besser. Denn im Prinzip geht es ja um das: Wie man etwas wieder gut macht und seinen Weg findet und das macht Kenai doch ganz gut.
Auch wenn es sehr rührige und traurige Stellen gibt, wirkt es nie kitschig. Es ist vielmehr ein Film über Geschwisterliebe, Freundschaft, Erwachsenwerden und den-Weg-finden.
Kurz: Ein wunderbarer Film mit tollen Bildern, wunderbarer musikalischer Begleitung und vorwitzigen Charakteren. Abstriche bekommt Bärenbrüder durch den Hauptcharakter Kenai, der doch etwas... stur ist (aber sich bessert).
Weitere Informationen:
Es gibt einen zweiten Teil.
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Brother Bear
Regie: Aaron Blaise, Robert Walker
Länge: 82 Minuten
FSK: 0 / ohne Altersfreigabe
Auf DVD erhältlich.
Mittwoch, 2. November 2011
[Filmrezension] Heavenly Creatures
Inhalt:
Neuseeland, 1952. Pauline Yvonne Rieper geht auf eine Mädchenschule. Sie ist introvertiert und eine Außenseiterin. Sieht immer trotzig aus. Bis die 'Neue' auftaucht. Juliet Marion Hulme kommt eigentlich aus England, aber durch eine schwere Lungenkrankheit ist das selbstbewusste junge Mädchen viel herumgekommen. Die beiden freunden sich schnell an. Beim Kunstunterricht, wo Juliet ihrer Phantasie freien Lauf machen kann und auch beim Sport, wo beide wegen Krankheit nicht teilnehmen können.
Die Freundschaft der beiden Mädchen wird im Laufe der Jahre immer inniger und intensiver. Sie erschaffen sich selbst eine Traumwelt und ab 1953 führt Pauline auch Tagebuch - über ihr Leben und ihre Phantasiewelt. Doch schon bald entwickelt sich die Freundschaft der beiden ganz anders. Und zurück bleibt eine grausame Tat.
Ich habe den Film zum ersten Mal vor ein paar Jahren gesehen. Er war auf einer DVD einer Filmzeitschrift drauf, die mein Dad regelmäßig liest. Deswegen besitze ich auch nicht die Original-DVD und 'kann' euch hier nur das Cover-Bild und keine Fotografie der DVD präsentieren.
Auf demm Booklet (das gab es immer dazu, allerdings ist da eben nicht nur der Film drauf) steht, dass Heavenly Creatures ein Psycho-Thriller ist/sei. Unter Thriller stell ich mir etwas anderes vor. Mehr Action, mehr Tatkraft. In gewisser Weise auch etwas geheimnisumwitterter. Aber Psycho unterschreibe ich an dieser Stelle voll und ganz.
Der Film hat seinen ganz eigenen Charme, wenn man das so bezeichnen kann. Als Zuschauer kann man deutlich zwischen Realität und Phantasie unterscheiden. Während man aber trotzdem den Eindruck hat, dass Pauline (Melanie Lynskey) und Juliet (Kate Winslet) das nicht mehr können. Anfangs scheint es noch die typische Klein-Mädchen-Phantasie zu sein. Haben wir uns nicht alle mit Freunden verkleidet und in unserer Phantasiewelt gespielt? Doch die beiden geraten immer mehr in diese Welt, ich will schon fast sagen Wahn hinein.
Die Schauspielerinnen machen ihre Sache wirklich gut! Ausgezeichnet sogar. Auch der Wechsel zwischen den beiden. Anfänglich ist eher Juliet die treibende Kraft, aber Pauline gewinnt immer mehr an Einfluss über ihre Freundin. So scheint es. Und dabei verzichtet der Film weitestgehend auf großartige Special-Effects, sondern schafft eher diese verrückte Athmosphäre durch die Kameraeinstellung.
Manchmal sind die Szenen und der Lauf der Geschichte etwas zäh. Zurück bleibt aber ein Eindruck, der durchaus auch zum Nachdenken anregt. Wie leicht aus einer Freundschaft ein Wahn werden kann...
Kurz: Ein intensiver Film über eine innige Mädchen-Freundschaft, die zunehmend stärker und wahnsinniger wird.
Weitere Informationen:
Originaltitel: Heavenly Creatures, zu deutsch auch Himmlische Kreaturen
Darsteller: Melanie Lynskey, Kate Winslet
Regie: Peter Jackson
Länge: 95 Minuten
FSK: 16
Auf DVD erhältlich.
Neuseeland, 1952. Pauline Yvonne Rieper geht auf eine Mädchenschule. Sie ist introvertiert und eine Außenseiterin. Sieht immer trotzig aus. Bis die 'Neue' auftaucht. Juliet Marion Hulme kommt eigentlich aus England, aber durch eine schwere Lungenkrankheit ist das selbstbewusste junge Mädchen viel herumgekommen. Die beiden freunden sich schnell an. Beim Kunstunterricht, wo Juliet ihrer Phantasie freien Lauf machen kann und auch beim Sport, wo beide wegen Krankheit nicht teilnehmen können.
Die Freundschaft der beiden Mädchen wird im Laufe der Jahre immer inniger und intensiver. Sie erschaffen sich selbst eine Traumwelt und ab 1953 führt Pauline auch Tagebuch - über ihr Leben und ihre Phantasiewelt. Doch schon bald entwickelt sich die Freundschaft der beiden ganz anders. Und zurück bleibt eine grausame Tat.
Ich habe den Film zum ersten Mal vor ein paar Jahren gesehen. Er war auf einer DVD einer Filmzeitschrift drauf, die mein Dad regelmäßig liest. Deswegen besitze ich auch nicht die Original-DVD und 'kann' euch hier nur das Cover-Bild und keine Fotografie der DVD präsentieren.
Auf demm Booklet (das gab es immer dazu, allerdings ist da eben nicht nur der Film drauf) steht, dass Heavenly Creatures ein Psycho-Thriller ist/sei. Unter Thriller stell ich mir etwas anderes vor. Mehr Action, mehr Tatkraft. In gewisser Weise auch etwas geheimnisumwitterter. Aber Psycho unterschreibe ich an dieser Stelle voll und ganz.
Der Film hat seinen ganz eigenen Charme, wenn man das so bezeichnen kann. Als Zuschauer kann man deutlich zwischen Realität und Phantasie unterscheiden. Während man aber trotzdem den Eindruck hat, dass Pauline (Melanie Lynskey) und Juliet (Kate Winslet) das nicht mehr können. Anfangs scheint es noch die typische Klein-Mädchen-Phantasie zu sein. Haben wir uns nicht alle mit Freunden verkleidet und in unserer Phantasiewelt gespielt? Doch die beiden geraten immer mehr in diese Welt, ich will schon fast sagen Wahn hinein.
Die Schauspielerinnen machen ihre Sache wirklich gut! Ausgezeichnet sogar. Auch der Wechsel zwischen den beiden. Anfänglich ist eher Juliet die treibende Kraft, aber Pauline gewinnt immer mehr an Einfluss über ihre Freundin. So scheint es. Und dabei verzichtet der Film weitestgehend auf großartige Special-Effects, sondern schafft eher diese verrückte Athmosphäre durch die Kameraeinstellung.
Manchmal sind die Szenen und der Lauf der Geschichte etwas zäh. Zurück bleibt aber ein Eindruck, der durchaus auch zum Nachdenken anregt. Wie leicht aus einer Freundschaft ein Wahn werden kann...
Kurz: Ein intensiver Film über eine innige Mädchen-Freundschaft, die zunehmend stärker und wahnsinniger wird.
Weitere Informationen:
Originaltitel: Heavenly Creatures, zu deutsch auch Himmlische Kreaturen
Darsteller: Melanie Lynskey, Kate Winslet
Regie: Peter Jackson
Länge: 95 Minuten
FSK: 16
Auf DVD erhältlich.
Donnerstag, 22. September 2011
[Filmrezension] Das Parfum
Inhalt:
Paris, 1938: Auf einem Fischmarkt bekommt eine Frau ein Baby, einen Jungen. Sie lässt ihn zum Sterben unter einem Tisch in ausgeweideten Fischen liegen. Doch das Kind lebt und bahnt sich mit einem Schrei das Weg in ein Leben. In das Leben eines olfaktorischen Genies, resistent wie ein Bakterium und dem größten Parfumeur aller Zeiten. Und Mörder.
Es geht um keinen geringeren als Jean-Baptiste Grenouille und sein Leben.
Der Film beginnt im Prinzip mit dem Ende. Oder relativ nah am Ende. Das gibt dem Zuschauer die Möglichkeit sich grob zu orientieren, sofern er das Buch noch nicht kennt.
Ich habe den Film damals im Kino gesehen. Etwa vier Jahre nachdem wir in der Schule das Buch gelesen habe. Ich konnte mich an Eckpunkte erinnern, aber vielmehr nicht. Deswegen erschien mir der Ablauf des Films auch sehr gut umgesetzt, mir war als würde das Buch sehr gut übernommen. Kurz: Ich war absolut hin und weg und begeistert.
Das bin ich jetzt, nachdem ich erst das Buch gelesen und gleich danach den Film gesehen habe, immer noch. Nur dass ich diesmal den Film eher als eine Art Interpretation des Romans ansehe. Natürlich stimmen der grobe Ablauf, die wichtigsten Daten etc. mit dem Roman überein. Aber die Darstellung ist nicht wie im Buch.
Trotzdem bin ich immer wieder von den Schauspielern, dem Schnitt, der Atmosphäre begeistert. Den Geruch so als Bild zu komponieren - Wahnsinn. Es gibt schnelle Schnitte, was Grenouille riecht. Da bekommt man schon beim Zusehen bei den ekligen Szenen eine leichte Gänsehaut oder einen wohligen Schauer bei den wohlriechenden Momenten.
Der Erzähler übernimmt hier teilweise Passagen aus dem Buch. Er taucht nicht die ganze Zeit auf, aber bei wichtigen Wendepunkten, damit der Zuschauer leicht folgen kann und auch merkt, was mit Grenouille passiert und in ihm vorgeht, obwohl Ben Whishaw als Grenouille wirklich fast perfekt ist. Fast, weil Ben Whishaw einfach zu hübsch ist. Trotzdem interpretiert er den Geruchsmörder auf seine ganz eigene Weise und haucht der Figur so dieses seltsame Wesen ein, das Jean-Baptiste innewohnt. Auch Dustin Hoffman als Baldini und Alan Rickman als Richis - Grandios! Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen.
Die Musik wurde auch passend zur Atmosphäre gewählt und schmiegt sich wie ein Geruch an die Bilder und Szenen an.
Das einzige Manko, wofür der Film an sich nichts kann, ist die DVD. Denn die hatte bei mir (auf Xbox, sowie 'altem' DVD-Player) Abspielprobleme. Scheinbar durch einen neuartigen Kopierschutz (auf auf der OFDb nachzulesen, s. Link unten). Schade! So hab ich ein paar Minütchen des Films verpasst, aber ich kannte ihn ja bereits. Trotzdem wollte ich das noch mal explizit für alle erwähnen!
Kurz: Ein sensationeller Film. Wunderbares Beiwerk zum Buch, aber auch ohne das Lesen der Lektüre einfach toll! Ein paar Abstriche durch Grenouilles Wesen (s. Erläuterung weiter unten), aber insgesamt ein besonderer Film.
Weitere Informationen:
Offizielle Seite
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Darsteller: Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman, Karoline Herfurth, Rachel Hurd-Wood
Regie: Tom Tykwer
Länge: 142 Minuten
FSK: 12
Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.
Paris, 1938: Auf einem Fischmarkt bekommt eine Frau ein Baby, einen Jungen. Sie lässt ihn zum Sterben unter einem Tisch in ausgeweideten Fischen liegen. Doch das Kind lebt und bahnt sich mit einem Schrei das Weg in ein Leben. In das Leben eines olfaktorischen Genies, resistent wie ein Bakterium und dem größten Parfumeur aller Zeiten. Und Mörder.
Es geht um keinen geringeren als Jean-Baptiste Grenouille und sein Leben.
Der Film beginnt im Prinzip mit dem Ende. Oder relativ nah am Ende. Das gibt dem Zuschauer die Möglichkeit sich grob zu orientieren, sofern er das Buch noch nicht kennt.
Ich habe den Film damals im Kino gesehen. Etwa vier Jahre nachdem wir in der Schule das Buch gelesen habe. Ich konnte mich an Eckpunkte erinnern, aber vielmehr nicht. Deswegen erschien mir der Ablauf des Films auch sehr gut umgesetzt, mir war als würde das Buch sehr gut übernommen. Kurz: Ich war absolut hin und weg und begeistert.
Das bin ich jetzt, nachdem ich erst das Buch gelesen und gleich danach den Film gesehen habe, immer noch. Nur dass ich diesmal den Film eher als eine Art Interpretation des Romans ansehe. Natürlich stimmen der grobe Ablauf, die wichtigsten Daten etc. mit dem Roman überein. Aber die Darstellung ist nicht wie im Buch.
Trotzdem bin ich immer wieder von den Schauspielern, dem Schnitt, der Atmosphäre begeistert. Den Geruch so als Bild zu komponieren - Wahnsinn. Es gibt schnelle Schnitte, was Grenouille riecht. Da bekommt man schon beim Zusehen bei den ekligen Szenen eine leichte Gänsehaut oder einen wohligen Schauer bei den wohlriechenden Momenten.
Der Erzähler übernimmt hier teilweise Passagen aus dem Buch. Er taucht nicht die ganze Zeit auf, aber bei wichtigen Wendepunkten, damit der Zuschauer leicht folgen kann und auch merkt, was mit Grenouille passiert und in ihm vorgeht, obwohl Ben Whishaw als Grenouille wirklich fast perfekt ist. Fast, weil Ben Whishaw einfach zu hübsch ist. Trotzdem interpretiert er den Geruchsmörder auf seine ganz eigene Weise und haucht der Figur so dieses seltsame Wesen ein, das Jean-Baptiste innewohnt. Auch Dustin Hoffman als Baldini und Alan Rickman als Richis - Grandios! Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen.
Die Musik wurde auch passend zur Atmosphäre gewählt und schmiegt sich wie ein Geruch an die Bilder und Szenen an.
Das einzige Manko, wofür der Film an sich nichts kann, ist die DVD. Denn die hatte bei mir (auf Xbox, sowie 'altem' DVD-Player) Abspielprobleme. Scheinbar durch einen neuartigen Kopierschutz (auf auf der OFDb nachzulesen, s. Link unten). Schade! So hab ich ein paar Minütchen des Films verpasst, aber ich kannte ihn ja bereits. Trotzdem wollte ich das noch mal explizit für alle erwähnen!
Kurz: Ein sensationeller Film. Wunderbares Beiwerk zum Buch, aber auch ohne das Lesen der Lektüre einfach toll! Ein paar Abstriche durch Grenouilles Wesen (s. Erläuterung weiter unten), aber insgesamt ein besonderer Film.
Weitere Informationen:
Offizielle Seite
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Darsteller: Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman, Karoline Herfurth, Rachel Hurd-Wood
Regie: Tom Tykwer
Länge: 142 Minuten
FSK: 12
Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.
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Buch VS Film
Ja, was lässt sich sagen? Ich finde die Umsetzung sehr gelungen, auch wenn sich nicht exakt oder gar 1:1 an den Roman gehalten wurde. Es wurde viel weggelassen. Der Film wirkt gröber und doch auch sehr fein.
Zum Besipiel wurden Pater Terrier und der Marquis de la Taillade-Espinasse (beide Romanfiguren) komplett gestrichen. Bei ersterem nicht so schlimm vielleicht, aber letzterer spielt doch eine große Rolle. Auch wenn die Zeit Grenouilles beim Marquis nicht sonderlich interessant war, so doch für die Figur Grenouille an sich aufschlussreich. Ich stelle es mir aber sehr schwierig vor das zu Verfilmen, bzw. in Bilder zu packen und kann daher die Entscheidung nachvollziehen diese Passage gestrichen zu haben.
Laure (im Film Laura) taucht im Buch kaum auf. Sie ist das schmückende Beiwerk, der Schatz, ja beinahe ein Gegenstand. Im Film wird sie doch mehr personalisiert, was vielleicht dazu beiträgt Grenouilles Faszination nachzuvollziehen. Auch wird im Buch nichts von den Akkorden eines Parfums erzählt - jedenfalls nicht direkt. Demnach begeht Grenouille nicht 12/13 Morde (Film), sondern tatsächlich ein Dutzend mehr (Roman)! So nimmt Richis im Buch auch beispielsweise nicht an der Folter Grenouilles teil. Im Buch ist er paralysierter, schockierter.
Im Film läuft die Zeit scheinbar recht schnell. Wie lange begleitet der Zuschauer wohl den Erwachsenen Grenouille? Zwei Jahre? Vielleicht drei? Tatsächlich verstreicht im Buch vieeel mehr Zeit. Grenouille entwickelt sich eher, lernt mehr. Man hat im Film, finde ich, nur diesen Hauch der Entwicklung.
Was mich zur Hauptfigur an sich bringt: Grenouille. Mal abgesehen davon, dass er viel zu hübsch dargestellt wird, wird im Film angedeutet, dass er zu Gefühlen (positiven, liebevollen) fähig sei. Was absoluter Käse ist. Die Darstellung von Grenouille im Film ist ansonsten wirklich gelungen. Im Buch geht es eben etwas tiefer, es ist etwas verworrener - besonders der liebe Jean-Baptiste.
Kurz: Das Buch ist intensiver, geht tiefer, deckt Seiten an Grenouille auf, die man im Film so nicht zu sehen bekommt. Nichtsdestotrotz ist die Verfilmung wirklich gelungen und sollte doch zumindest auf das Buch neugierig machen.
Donnerstag, 28. Juli 2011
[Filmrezension] Coraline
Inhalt:
Coraline Jones ist gerade mit ihren Eltern in eine Wohnung in den Pink Palace Apartements gezogen. Beide Eltern arbeiten von zu Hause aus für einen Gartenverlag als Autoren und haben eher weniger Zeit für ihre aufmüpfige Tochter.
Gleich zu Beginn erkundet Coraline den Garten neben dem Haus und die Umgebung. Dabei lernt sie Wyborne, kurz Wybie, kennen. Den Enkel der Vermieterin. Doch die beiden sind sich nicht ganz grün. Auch ihre Nachbarn findet Coraline eher schrullig.
Genervt von ihren Eltern, die keine Zeit für sie haben, entdeckt Coraline noch etwas viel besseres: Eine Parallelwelt, die sich hinter einer kleinen Tür im Wohnzimmer verbirgt. Dort trifft sie auf ihre "andere Mutter" und die anderen Bewohner des Hauses, die alle Knopfaugen haben.
Coraline hat viel Spaß, doch das soll nicht lange währen...
Der Film ist bunt, schrullig und einen Hauch schaurig. Die Musik passt perfekt zur Athmosphäre von Coraline.
Ein bisschen wie Tim Burton, aber dann doch anders. Mir fehlte ein bisschen das Schaurige, obwohl die "andere Mutter" sehr gut getroffen wurde.
Was ich sehr schön fand, dass man auch Teri Hatchers Synchro-Stimme eingesetzt hat. Sie spricht im Original nämlich Coralines Mutter und die andere Mutter. Ob Coraline auch die Synchro-Stimme von Dakota Fanning hatte, weiß ich nicht genau. Mir kam es nicht so vor...
Die Animationen sind auch gelungen. Eine Mischung aus Computer und... Bastelmaterial. So kam es mir jedenfalls vor, aber genau das gibt den Film sein besonderes Erscheinungsbild.
Kurz: Ein Film für die mutigen Kleinen und die junggebliebenen Großen!
Weitere Informationen:
Offizielle Seite
Originaltitel: Coraline
Stimmen: Dakota Fanning, Teri Hatcher, Jennifer Saunders
Regie: Henry Selick
Länge: 100 Minuten
FSK: 6
Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.
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Buch VS Film
Der Film basiert auf dem Buch. Die Schlüsselszenen und der grobe Ablauf wurden übernommen, aber einige Details verändert.
So taucht im Film die Figur von Coralines Freund Wybie auf, die es im Buch nicht gibt. Was ich aber nicht so tragisch fand. Viel "schlimmer" fand ich, dass Coralines Charakter kaum dem ihrer Buch-Vorlage entsprach. Denn im Film ist Coraline ziemlich schnippisch, wirkt älter und auch ein bisschen dümmer als die Roman-Coraline. Das fand ich schon schade, obwohl Coraline im Film schon witziger rüberkommt.
Das wirkt sich auch auf eine spezielle Aufgabe von Coraline aus. Als sie in der Parallelwelt gefangen ist, muss sie eine recht schwierige Aufgabe meistern. Im Film kommt mir persönlich das ein bisschen zu kurz und es scheint so abrupt vor sich zu gehen. Das empfand ich im Buch anders.
Trotzdem ist der Film ein Erlebnis. Ich mochte die Animationen und die Musik! Denn letzteres fehlte im Buch schon. Dafür war der Roman ein bisschen gruseliger als der Film. Aber vielleicht bin ich da auch einfach nur "visuell abgehärtet".
Insgesamt aber eine skurrile Umsetzung mit toller Musik! Aber Achtung: Ein bisschen gruslig ist Coraline trotz allem! Wer aber Tim Burton Filme mag, der wird auch hiermit seinen Spaß haben.
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