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Mittwoch, 11. Juli 2012

[Mangarezension] Kobato. von CLAMP

abgeschlossen in 6 Bänden


Inhalt:
Kobato kann sich nicht mehr erinnern, wer sie ist. Mit ihrem (lebenden) Plüschhund Ioryogi hat sie eine dringende Mission: Sie soll die Herzen von Menschen heilen. Wenn sie es schafft einen leidenden Menschen etwas Glück zu spenden, bekommt sie kleine "Sternchenkristalle", die in eine Flasche wandern. Sobald die Flasche voll ist, wird Kobato ein Wunsch gewährt.
Aber den Menschen zu helfen und ihnen Trost zu spenden ist für eine Fremde gar nicht so einfach...

Treue Leser wissen: Ich bin ein CLAMP-Junkie. Ich liebe dieses Zeichnerinnen-Quartett einfach und natürlich ihre Geschichten und den Zeichenstil. Denn Kobato. zeigt einmal wieder sehr deutlich, dass hinter dem ersten Anschein noch viel mehr steckt.
Es ist oft so bei CLAMP: Die Geschichte beginnt beinahe trivial, süß und kindlich. So auch Kobato, die wirklich purer Zucker ist - ebenso wie "Gehilfe" Ioryogi - und einfach nur lieb. Doch je weiter man liest, desto tiefer steigt man in die Geschichte ein, desto mehr Andeutungen werden gemacht und sobald man die letzte Sprechblase gelesen hat, kommen: "Ohhhh"s und "Aaaaaahhhhhh"s, weil da doch schon in Band 1 oder 2 was war... Das hätte ja auf diese Entwicklung hindeuten können - hat's auch, wenn man sich das mal so genau überlegt.
Wieder wird aus einem erst scheinbar oberflächlichem "Geschichtchen" ein Werk, das tiefer schürft. Das fast ein bisschen philosophisch ist, über das man durchaus auch einen Gedanken "über den Tellerrand" verschwenden kann. Die Handlungsstränge sind verzweigt und - ich behaupte mal - auch geübte CLAMP-Leser lassen sich da immer wieder (mal) hinters Licht führen und werden doch überrascht.
Was ich damit sagen will: Ein - vor allem "neueres" - CLAMP-Werk sollte man nicht nach dem ersten Eindruck beurteilen. Denn es steckt mehr als ein süßes Charakterdesign und ein bezaubernder Zeichenstil dahinter. Nämlich echte Erzählkunst in ihrer feinsten Form.
Wer bereits Kenner der vier Damen ist, der wird einige Charaktere wieder erkennen. Doch ein "Vorwissen" braucht man nicht. Doch wem Kobato. gefällt, der sollte unbedingt auch noch Wish lesen. Oder auch gern umgekehrt.
Ich wurde - wieder einmal und ohne, dass ich es anders erwartet hätte - wunderbar unterhalten, konnte Lachen und auch ein bisschen mit Herzschmerz weiterlesen.

Kurz: Wunderzuckersüß mit einer dunklen Schokoladenader auf dem Grund, die eine kleine Prise Chili (oder Ingwer?) enthält.



Weitere Informationen:
Mehr Infos auf der Verlagsseite
In Band 1 - 5 gibt es Farbseiten!
Verlag: Egmont Manga & Anime (EMA)
Originaltitel: Kobato.
Seiten: Band 1-4 je 160, Band 5: 144, Band 6: 176
ISBN: Band 1: 978-3-7704-7198-0, Band 2: 978-3-7704-7199-7, Band 3: 978-3-7704-7200-0, Band 4: 978-3-7704-7334-2, Band 5: 978-3-7704-7519-3, Band 6: 978-3-7704-7591-9
Preis: [D] je 6,50 €

Donnerstag, 15. März 2012

[Minirezension] GATE 7 von CLAMP

1. Band
Inhalt:
Chikahito ist Oberschüler und ein Geschichtsnarr. Deswegen hegt er eine Faszination gegenüber der alten Hauptstadt Japans, Kyoto. Bei seinem ersten Besuch gerät Chikihito in einen mysteriösen Vorfall: Plötzlich tauchen drei Menschen (Hana, Tachibana und Sakura) vor ihm auf und bekämpfen ein schlangenähnliches Wesen - mit Magie!
Zuerst hält Chikahito alles für einen Traum, doch schon bald muss er sich der Realität stellen...

Meine Meinung:
Es ist CLAMP und man muss es einfach lieben. Das Zeichner-Quartett legt sich beinahe für jeden Manga einen neuen Zeichstil zu. So erinnert er hier an eine Mischung aus Tsubasa Reservoir Chronicle und xxxHOLiC. Die Bilder und Panels sind sehr bildgewaltig und fein ausgearbeitet, trotzdem stehen in erster Linie die Charaktere im Mittelpunkt.
Man lernt hier einiges über japanische Geschichte, besonders in Verbindung mit Kyoto, aber auch Mythen werden darin verwoben. Wie es bei CLAMP üblich ist, sind die Dialoge mit Andeutungen gespickt und es gibt einige Geheimnisse, die bestimmt (wieder) erst Schritt für Schritt gelöst werden.
Der Erzählstil ist für Einsteiger sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig. Zumal oft kleine Details im späteren Verlauf wichtig werden können und zu gegebener Zeit noch einmal aufgegriffen werden. Zudem kommt hinzu, dass es sehr... japanisch ist. Es gibt viele Begriffe, die aus der japanischen Kultur und Geschichte stammen. Die werden natürlich alle geklärt und auf der letzten Seite gibt es auch noch eine Erklärung zu den historischen Geschehnisse, auf die sich Aspekte der Story beziehen.
Es ist ein etwas düsterer Auftakt, der aber mit Hana als witziges, junges, beinahe unschuldiges Mädchen aufgelockert werden. Ebenso von Chikahito, der noch keine Ahnung von nichts hat und so auch mit seinem unbedarften Wesen für die ein oder andere lustige Szene sorgt.
Wie erwähnt, ist es ganz typisch für die vier Mangaka, dass man erst einmal mit mehr Fragezeichen zurückbleibt als geklärt wird. Umso spannender wird aber die Geschichte werden!
Der erste Band enthält übrigens ein ausklappbares Farbposter.

Kurz: CLAMP ist einfach der Hit! Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter gesponnen wird und die Charaktere hab ich jetzt schon sehr lieb gewonnen.






Der Manga bei EMA: >>Klick<<