Vor kurzem fragte Crini von All about books, wie das so mit den Rezensionen lesen ist. >>KLICK<<
Ihre Fragen:
Meine Antwort:
- Lest ihr auf euren Lieblingsblogs JEDE Rezension?
- Lest ihr nur Rezensionen zu Büchern, die ihr demnächst kaufen wollt?
- Oder habt ihr Angst, zu viel zu erfahren und lest nur welche zu Büchern, die ihr schon gelesen habt?
- Lasst ihr bestimmte Gerne von vornherein aus?
Ich schau zwar fast jeden Tag in mein Dashboard, aber Rezensionen wirklich bis zum Ende lesen: Fast nie.Eine Zusammenfassung aller Beiträge könnt ihr hier nachlesen: >>KLICK<<
Das liegt zum einen daran, dass ich Spoiler wie die Pest hasse. Gerade ausführlichere Rezis spoilen schon mal. Manche schreiben es ja auch anfangs hin. Trotzdem lese ich meistens nur das Fazit oder den Gesamteindruck.
Ich sortiere natürlich auch im Vornhinein aus: Wenn mir das Cover zusagt, oder mir das Buch schon bei einigen Blogs/im Internet über den Weg lief, gucke ich schon mal, was so die Grundtendenz ist (gut/schlecht/mittel).
Rezis les ich dann komplett, wenn ich das Buch auch selbst gelesen hab. Da überrascht mich dann ja nichts mehr. ;-) Zwar nicht immer unbedingt um der Rezension Willen, sondern so kann ich ganz gut einschätzen, ob die Person/der Blogger mit mir auf einer Wellenlinie liegt. Wenn er/sie dann mal ein Buch rezensiert, weiß ich eher, ob es auch was für mich sein könnte oder dann eher nicht.
Das Thema finde ich total interessant und wichtig. Vor allem, da ich ja selbst Rezensionen schreibe. Ich würde teilweise gern mehr Rezensionen lesen, aber ich weiß nie, welche Bloggerin, bzw. welcher Blogger nun eine sehr ausführliche Rezension mit allen Details schreibt (also auch Spoiler enthält) und wer nicht. :-/
Habt ihr das Problem auch? Oder seid ihr Rezi-Leser, die alles ganz genau wissen wollen?
Wie ihr oben lesen könnt, bin ich nicht an detailverliebten und sehr ausführlichen Rezensionen interessiert. Meist reicht mir dann das Fazit.
Deswegen möchte ich euch in diesem Post einfach noch etwas zu meinen eigenen Rezensionen erzählen. Ich habe schon mal vor einiger Zeit grob etwas dazu gesagt ( >>hier<< ), aber eben nur grob.
Meine Rezensionen
Zuerst einmal die Form. Die habe ich noch aus dem CIL-Forum übernommen. Ich finde sie übersichtlich und habe später auch noch die "Weiteren Informationen" dazu genommen. Da ich es gern einheitlich mag, laufen meine Rezis immer nach dem selben Prinzip:
Auf anderen Blogs habe ich schon Einträge mit unmütigen Äußerungen gelesen, dass andere Blogger ja den Inhalt sozusagen zweimal in ihre Rezension einbinden. Dadurch wird oft der Anteil der eigenen Meinung vernachlässigt.
- Überschrift: Titel des Buches von AutorIn
- Bild des Covers; Sollte es eine Reihe sein, ist im Regelfall in der Bildunterschrift zu finden, welcher Band es ist.
- Inhalt: Klappentext des Verlags mit Quelle
- Leseprobe, falls vorhanden
- eigene Inhaltsangabe
- Eigene Meinung; Im ersten Satz schreibe ich auch noch meistens dazu, wenn es sich um eine Reihe handelt, welcher Band es ist.
- Kurz: Fazit in ein bis drei Sätzen
- Weitere Infos: Sollte es eine Extra-Verlagsseite geben oder ein Special, von welchem Verlag, Taschenbuch oder gebundene Ausgabe, Seitenzahl, ggf. Originaltitel, ggf. aus welcher Reihe, ISBN und Preis
Ich fühle mich jetzt nicht direkt angesprochen, kann auch nicht für andere sprechen, aber ich habe durchaus einen Grund, warum ich beides poste.
Wer, wie ich, Angst vor Spoilern hat, ihn aber das Cover anspricht, die Autorin oder der Titel an sich, der kann sich ohne große Gedanken den Klappentext durchlesen. Der enthält, erfahrungsgemäß, kaum Spoiler. Der Leser ist informiert und muss nicht extra noch auf einen Link klicken oder den Titel umständlich bei Amazon eingeben oder googlen.
Bei mir ist diese Angst zwar unbegründet, aber gerade bei Reihen kann es doch mal passieren, dass ich etwas aus dem vorangegangenen Band poste. Mit der Inhaltsangabe vom Verlag kann man da vielleicht sicherer fahren.
Den eigenen Inhalt fasse ich selbst noch einmal zusammen, weil einige Klappentexte entweder ein falsches Bild vermitteln, kaum aussagekräftig sind oder einfach nur die ersten fünf bis zehn Seiten zusammenfassen (übertrieben formuliert) auf denen kaum was passiert. Dabei versuche ich natürlich Spoiler zu vermeiden und euch einfach einen genaueren Blick - nach Möglichkeit - auf den Inhalt zu bieten ohne eben zu viel zu verraten.
Wer also "meinen" Inhalt nicht lesen will, der überspringt einfach den ersten Absatz komplett.
Eigene Meinung. Oft habe ich nicht gleich Zeit ein Buch zu rezensieren, wenn ich es gerade beendet habe. Das hat natürlich sowohl gute als auch negative Seiten. Zum einen kann sich der Inhalt einfach ein bisschen setzen. Man filtert dann nur das wirklich wichtige heraus und kann sich noch ein paar Gedanken machen. Zum anderen aber vergesse ich auch, leider, einiges wieder.
Meist hat dieser Absatz auch keine genaue Form. Sprich, ich erörtere nicht erst Schreibstil, Form, Charaktere etc. Tatsächlich schreibe ich "wild drauf los" - natürlich mit einer groben Ordnung. Ich werde mich aber zukünftig darum bemühen da noch ein bisschen Ordnung rein zu bringen.
Auch hier versuche ich weitestgehend Spoiler zu vermeiden. Ich bin kein Schwafler, deswegen halte ich mich kurz und versuche euch einen Eindruck zu vermitteln, was mir gefallen hat, was vielleicht nicht, auf was man sich einstellen kann, wie ich die Charaktere fand.
Zum anderen möchte ich auch nicht zu ausführlich werden. Da schlägt meine Erziehung durch, denn ich persönlich möchte nicht in 120 Wörtern lesen, dass einer das Buch toll fand - und dann noch in 250 Wörtern warum. Ich steh auf kurze Rezis, die ohne zu viel vom Inhalt zu verraten auf den Punkt kommen.
Sollte mir etwas nicht gefallen, versuche ich auch zu begründen warum. Aber, ihr kennt das sicher auch, manchmal gefällt einem einfach etwas und manchmal nicht - ohne bestimmten Grund. Geschmackssache.
Die weiteren Infos finde ich auch bei anderen immer interessant. Da wir in Deutschland ja der Buchpreisbindung unterliegen, weiß man auch gleich, was einen der Spaß (des deutschen Buchs) kostet. Oder mit was man ungefähr rechnen kann. Aber auch Reiheninfos oder Originaltitel finde ich aufschlussreich, denn die Originale haben ja oft auch andere Titel.
Warum machst du keine Genreunterteilung?
Hähä, ganz einfach: Weil ich absolut, wirklich absolut unbegabt bin, ein Buch einer Richtung zuzuordnen. Grob sicher, aber ich kenn mich da einfach zu wenig aus. Ich möchte einfach keine falschen Informationen geben. Ich denke, oft erschließt sich ja aus dem Text und/oder Cover in welche Richtung der Roman geht. Manchmal ist der Verlag auch aufschlussreich.
Jetzt habe ich aber genug erzählt, oder? Wer bis hier angekommen ist: Glückwunsch!
Ich versuche im Regelfall so zu bloggen, dass ich meine Einträge auch selbst gerne lesen würde. Sprich, ich versuche kurz zu schreiben, schnell auf den Punkt zu kommen und nicht zu schwafeln. Aber manche Themen lassen sich (leider) nicht in eine kleine Sparte schieben.
Mich würde jetzt natürlich noch interessieren:
Ich bedanke mich schon mal bei allen, die durchgehalten haben und meine (neugierigen) Fragen beantworten. :-)
- Welche Rezis lest ihr am liebsten? Ausführliche oder doch lieber welche, die nur schmackhaft machen?
- Lest ihr überhaupt komplette Rezensionen oder (wie ich) nur das Fazit, vielleicht auch noch den Klappentext?
- Wenn ihr selbst Rezensionen schreibt: Auf was achtet ihr? Auf jedes Detail? Schreibt ihr schön ausführlich?
- Was gehört für euch zu einer guten Rezension?
- Was wollt ihr auf jeden Fall in einer Rezension lesen?

































