Sonntag, 25. September 2011

Neuzugänge KW 38 & Wochenfazit

Hallo alle miteinander!

Jaja, ich hab noch gesagt: Keine Neuzugänge mehr. Aber echt. Ich konnte letzte Woche bei diesem Angebot nicht widerstehen. 0,46 € für Nachtgeister (plus die 3 € obligatorischem Versand via Amazon). Wenn das kein Schnäppchen ist. Denn das Buch stand auch schon ne Weile auf meinem Wunschzettel.

Und wie ihr seht, war/ist es nun auch endlich bei mir! Das Hörbuch von Ruht das Licht! Aufmerksame Leser-chans ("-chan" ist eine verniedlichende Anrede im Japanischen) werden wissen, dass ich auch die Printausgabe schon bei mir habe. Deswegen werde ich parallel beides hören/lesen. Allerdings muss das etwas warten, weil diese beiden Neuzugänge nicht die einzigen Zugänge für meinen SuB waren.
Ich habe nämlich diese Woche Schattenstunde von Kelley Armstrong gelesen. Aus der Bücherei ausgeliehen. Nur so viel: Ich war absolut geflasht! Deswegen konnte ich die Gelegenheit natürlich nicht verstreichen lassen und mir aus der Bücherei noch die beiden folgenden Bände auszuleihen (wenn sie schon mal da sind). Und dann war auch noch Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie da. Die Rüge kam dann gleich als ich schnell wieder ins Auto gehupft bin von meinem Freund: "Ich denke du wolltest nur EIN Buch leihen? *augenverdreh*"
Wie war das noch? Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach? Bei mir war's genau anders rum.....


Darum geht's in Nachtgeister von Rob Thurman:
Diese Jungs sind heiß! Die Brüder Cal und Niko sind nicht nur unwiderstehlich attraktiv, sondern auch übersinnlich begabt. In New York City haben sie alle Hände voll zu tun. Denn hier leben verführerische Vampirinnen an der Upper East Side und Trolle unter der Brooklyn Bridge. Cal, halb Mensch, halb magisches Geschöpf, ist stets auf der Flucht vor seinem dämonischen Vater. Als Cal in die Hände des Bösen fällt, ist seine einzige Rettung die schöne Hellseherin Georgie. Zusammen mit Niko begibt sie sich auf die Suche nach Cal ...
[Quelle: amazon.de]
- Auf dem Cover steht noch "Ein Muss für alle Fans von Supernatural!" Ähm, ich kenne Supernatural nur vom Hören-Sagen und es hat mich, ehrlich gesagt, auch nie interessiert. Aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht!

Darum geht's in Ruht das Licht von Maggie Stiefvater, gelesen von Annina Braunmiller, Max Felder u. a.:
Grace und Sam haben endlich zueinander gefunden, doch ihre Liebe steht unter einem schlechten Stern. Sam, für Grace zum Menschen geworden, muss mit ansehen, wie der Wolf in ihr immer stärker wird. Graces Verwandlung zum Werwolf scheint unabwendbar. Cole, der Neue im Wolfsrudel, stellt Sam vor ein weiteres Problem. Durch seine Rücksichtslosigkeit gefährdet er das Rudel und dessen Geheimnis. 
[Quelle: amazon.de]
- Ich glaub, ich brauch nichts mehr sagen, oder? Die Hörprobe fand ich ganz toll. Mal sehen, ob es mit dem Buch mithalten kann.


~*~*~*~*~*~

Mein Wochenfazit

Ich lese Magyria - aber hoppla!
Derzeit lese ich Magyria. Ein richtiger Klopper. Und bisher bin ich eher semibegeistert... Obwohl Jasmin damals von dem Buch total hin und weg war. Aber nur deswegen les ich auch weiter. Ich bin jetzt fast durch und es wird interessanter, kann mich aber nicht mitreißen...
Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes.
Seht euch das mal an:
Band 1, HC, Penhaligon
Band 2, HC, Penhaligon
Band 1, TB, blanvalet
Haltet mich jetzt für das Hirnsieb vom Dienst, aber ich bin mir sicher, dass es das türkise Cover auch als gebundene Ausgabe gab! Also das TB-Cover.
Und dann mal ehrlich... Ich bin ja sonst nicht ganz so lästerlich-anspruchsvoll, was Cover betrifft. Für mich zählt in erster Linie der Inhalt, aber ist das denn ein Witz?
Ich finde die Schnörkel-Cover total schön - die Farben, es passt zur Geschichte und sticht mal aus dem Einheitsbrei heraus! Und was ist mit dem ersten gebundenen Band?! Das Mädel. Nebel - huhu! Und 0-8-15. Und wie kommt man bitte drauf den zweiten Band im Sinne der TB-Ausgabe zu gestalten und ihn als HC zu veröffentlichen? Das passt doch alles hinten und vorn nicht.
Und das Beste? Es gibt "nur" noch den ersten Band als TB und eben den zweiten Band als Hc (der ja auch erst erschienen ist, wenn ich mich nicht täusche). Der erste Band in gebundener Ausgabe wird schon gar nicht mehr im Verlag (gehören ja beide zur selben Verlagsgruppe) gelistet.
Da fällt mir doch nur noch ein ungläubiges "WTF?!" ein...


Könnt ihr das empfehlen?
Als ich meinen Freund letzte Woche am Bahnhof abgeholt habe, habe ich den ersten Band der Chess Putnam Reihe von Stacia Kane in der Grabbelkiste entdeckt.
Kurz und bündig: Kann die Reihe jemand empfehlen? Hat jemand von euch sie schon gelesen? Was meint ihr?


Schon wieder eine Oktober-Novi!
Na, das geht ja mal fix. Schon wieder ist ein Buch bereits erschienen, das erst für Oktober (genauer gesagt den 1.10.) angekündigt war.
Und auch noch eine Neuheit, auf die ich seit Monaten sehnsüchtig warte. Denn, aufmerksame Leser-chans werden wissen, dass ich ein absoluter Märchen-Fan bin. Darüber hinaus liebe ich Meerjungfrauen-Sagen, besonders Arielle und Die kleine Meerjungfrau/Seejungfer über alles. Ich hab seit ich klein war ein absolutes Faible dafür - und für Wasser.
Jedenfalls könnt ich euch wahrscheinlich vorstellen, dass ich beinahe im Dreieck gesprungen bin.
Gedämpft wurde die Freude davon, dass ich mir ja eigentlich keine neuen Bücher anschaffen wollte. Ich hab so ewig viel zu lesen und ich will derzeit am liebsten auch alles auf einmal lesen. Ich habe das Gefühl jedes Buch könnte das Faß (= Regal) zum überlaufen (= einstürzen) bringen. Und wären es nur Bücher... ungelesene Manga sind ja auch noch da.
Nichtsdestotrotz freu ich mich natürlich über diese Novi und die wird auch alsbald Einzug bei mir halten (sofern ich meinen SuB etwas reduziert habe).


Katzen haben furchtbar viel Geduld
Ihr kennt AristoCats? Nein? Schämt euch, aber schafft euch Abhilfe. ;-)
Scherz beiseite. Es gibt da das Lied "Katzen brauchen furchtbar viel Musik". In dieser Melodie habe ich am Freitag "Katzen haben furchtbar viel Geduld" vor mich hingesummt. Denn unser Wolf hat - metaphorisch - den Vogel abgeschossen.
Scheinbar haben unsere Miezen mal wieder gejagt. Relativ erfolgreich. Aber die Maus war entweder etwas schneller oder klüger. Wie man's nimmt. Jedenfalls ist sie wohl scheinbar entkommen und in das Gebüsch, das ihr links seht (wo Madame ihren Kopf reinsteckt) geflüchtet. Nehmen wir an, denn gesehen haben wir nichts.
Tatsächlich ist unser Wolf, wie mein Freund sagt, unsere "Autisten-Katze". Die hat furchtbar Angst vor allem, ist dann aber auch wieder aufgedreht (vor allem in letzter Zeit) und mit dem Schmusen hat sie's auch nicht immer. Außerdem mag sie es eher kalt als warm und braucht - hatte ich jedenfalls immer angenommen - viel Bewegung.
Jedenfalls saß Wölfchen am Freitag nahezu vier (denke ich) bis fünf (denkt mein Freund) Stunden vor diesem Gebüsch. Mal sitzen, mal halb liegend, mal aufmauzend, wenn Frauchen und Herrchen amüsiert gucken kamen. Und natürlich hat sie auch etwas tiefer in das Loch geguckt. *ähem*
Aber als es raschelte (!) hat sie sich von Frauchen ablenken lassen (sie wirft sich immer in einem halben Purzelbaum vor mich hin, wenn ich komme und streckt mir, wie ein Hund, den Bauch entgegen). Auch das nehme ich an. Danach saß sie noch etwas, bis es ihr dann doch zu viel wurde oder sie dann doch Hunger auf Nicht-Maus bekam...
Aber am Samstag hab ich sie dann wieder dort vorgefunden. Diesmal nicht so lange, aber trotzdem. Denkt der Wolf tatsächlich, dass die Maus nach über 24 Stunden noch da hockt? Und nur drauf wartet, dass unsere Psycho-Katze sie verspeist?
Übrigens: Wir wissen von nichts. Eine Maus wurde uns jedenfalls nicht gebracht.


Und zu guter Letzt: TV-Tipp
Heute laufen ja wieder neue Criminal Minds Folgen. Auf Sat.1.
Wer aber von Anfang an dabei sein will, der kann jetzt Freitag, um 21.15 Uhr kabel1 anschalten. Denn dort wird neuerdings die Serie ab der ersten Folge in Doppelfolgen ausgestrahlt. Am Freitag liefen die Folgen 3 + 4. Ich hab's selbst erst diesen Freitag erfahren - und wollte es nicht glauben.
Mehr zu Criminal Minds hatte ich euch ja schon mal in einem Mittwochs-Block erzählt. Man muss die Folgen auch nicht der Reihe nach (jedenfalls die meisten) gucken und kann auch immer ganz gut einsteigen, da die meisten Folgen in sich abgeschlossen sind (bis auf heute Abend - das ist die Fortsetzung von letzter Woche!).

Samstag, 24. September 2011

[Produkttest] Naturals Rosmarinchips

Preis (im Angebot): 1,29 €, Inhalt: 110 g
Tatsächlich bin ich keine Naschkatze im herkömmlichen Sinn. Ich mag keine Süßigkeiten oder kaum. Dafür aber umsomehr deftige Sachen wie Chips, Nüsse, Nüsse im Teigmantel, Flips... Und, wie man vielleicht an meinen Rezepte erahnen kann, liebe ich auch Rosmarin! Die perfekte Kombi also. Übrigens gab's da vor ein paar Monaten sogar eine Abstimmung, welche Sorte produziert werden soll, wenn ich mich recht erinnere. Toll, dass es die Rosmarinchips geworden sind!

Von der Konsistenz her sind sie wie die mit Kürbiskernöl. Etwas dicker, aber trotzdem kross und knusprig und... natürlicher. Die Rosmarinchips waren, fand ich, etwas mehr gesalzen. War auf jeden Fall ein Pluspunkt für mich, da ich Salziges auch gerne mag. Dabei waren sie natürlich nicht zu salzig.
Da ich eher mit frischem Rosmarin oder selbst getrocknetem koche, empfand ich allerdings den Rosmaringeschmack an sich als nicht so gut. Ehrlich gesagt, konnte ich das Gewürz kaum herausschmecken. Trotzdem haben die Chips wunderbar rauchig geschmeckt - ja fast wie geräuchert! Herrlich würzig. Muss man mögen, aber ich fand's wirklich toll. Leider waren sie (wie immer) viel zu schnell verspeist.

Würde ich mir ab und an mal wieder kaufen, einfach, weil's mal was anderes ist. Zum Glück hatte ich sie im Angebot bekommen, denn, wie ich schon beim letzten Mal sagte, ist der "normale" Preis fast shcon etwas zu deftig für meinen Geschmack.

Donnerstag, 22. September 2011

[Filmrezension] Das Parfum

Inhalt:
Paris, 1938: Auf einem Fischmarkt bekommt eine Frau ein Baby, einen Jungen. Sie lässt ihn zum Sterben unter einem Tisch in ausgeweideten Fischen liegen. Doch das Kind lebt und bahnt sich mit einem Schrei das Weg in ein Leben. In das Leben eines olfaktorischen Genies, resistent wie ein Bakterium und dem größten Parfumeur aller Zeiten. Und Mörder.
Es geht um keinen geringeren als Jean-Baptiste Grenouille und sein Leben.

Der Film beginnt im Prinzip mit dem Ende. Oder relativ nah am Ende. Das gibt dem Zuschauer die Möglichkeit sich grob zu orientieren, sofern er das Buch noch nicht kennt.
Ich habe den Film damals im Kino gesehen. Etwa vier Jahre nachdem wir in der Schule das Buch gelesen habe. Ich konnte mich an Eckpunkte erinnern, aber vielmehr nicht. Deswegen erschien mir der Ablauf des Films auch sehr gut umgesetzt, mir war als würde das Buch sehr gut übernommen. Kurz: Ich war absolut hin und weg und begeistert.
Das bin ich jetzt, nachdem ich erst das Buch gelesen und gleich danach den Film gesehen habe, immer noch. Nur dass ich diesmal den Film eher als eine Art Interpretation des Romans ansehe. Natürlich stimmen der grobe Ablauf, die wichtigsten Daten etc. mit dem Roman überein. Aber die Darstellung ist nicht wie im Buch.
Trotzdem bin ich immer wieder von den Schauspielern, dem Schnitt, der Atmosphäre begeistert. Den Geruch so als Bild zu komponieren - Wahnsinn. Es gibt schnelle Schnitte, was Grenouille riecht. Da bekommt man schon beim Zusehen bei den ekligen Szenen eine leichte Gänsehaut oder einen wohligen Schauer bei den wohlriechenden Momenten.
Der Erzähler übernimmt hier teilweise Passagen aus dem Buch. Er taucht nicht die ganze Zeit auf, aber bei wichtigen Wendepunkten, damit der Zuschauer leicht folgen kann und auch merkt, was mit Grenouille passiert und in ihm vorgeht, obwohl Ben Whishaw als Grenouille wirklich fast perfekt ist. Fast, weil Ben Whishaw einfach zu hübsch ist. Trotzdem interpretiert er den Geruchsmörder auf seine ganz eigene Weise und haucht der Figur so dieses seltsame Wesen ein, das Jean-Baptiste innewohnt. Auch Dustin Hoffman als Baldini und Alan Rickman als Richis - Grandios! Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen.
Die Musik wurde auch passend zur Atmosphäre gewählt und schmiegt sich wie ein Geruch an die Bilder und Szenen an.
Das einzige Manko, wofür der Film an sich nichts kann, ist die DVD. Denn die hatte bei mir (auf Xbox, sowie 'altem' DVD-Player) Abspielprobleme. Scheinbar durch einen neuartigen Kopierschutz (auf auf der OFDb nachzulesen, s. Link unten). Schade! So hab ich ein paar Minütchen des Films verpasst, aber ich kannte ihn ja bereits. Trotzdem wollte ich das noch mal explizit für alle erwähnen!

Kurz: Ein sensationeller Film. Wunderbares Beiwerk zum Buch, aber auch ohne das Lesen der Lektüre einfach toll! Ein paar Abstriche durch Grenouilles Wesen (s. Erläuterung weiter unten), aber insgesamt ein besonderer Film.




Weitere Informationen:
Offizielle Seite
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Darsteller: Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman, Karoline Herfurth, Rachel Hurd-Wood
Regie: Tom Tykwer
Länge: 142 Minuten
FSK: 12
Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.


~*~*~*~*~*~

Buch VS Film

Ja, was lässt sich sagen? Ich finde die Umsetzung sehr gelungen, auch wenn sich nicht exakt oder gar 1:1 an den Roman gehalten wurde. Es wurde viel weggelassen. Der Film wirkt gröber und doch auch sehr fein. 
Zum Besipiel wurden Pater Terrier und der Marquis de la Taillade-Espinasse (beide Romanfiguren) komplett gestrichen. Bei ersterem nicht so schlimm vielleicht, aber letzterer spielt doch eine große Rolle. Auch wenn die Zeit Grenouilles beim Marquis nicht sonderlich interessant war, so doch für die Figur Grenouille an sich aufschlussreich. Ich stelle es mir aber sehr schwierig vor das zu Verfilmen, bzw. in Bilder zu packen und kann daher die Entscheidung nachvollziehen diese Passage gestrichen zu haben.
Laure (im Film Laura) taucht im Buch kaum auf. Sie ist das schmückende Beiwerk, der Schatz, ja beinahe ein Gegenstand. Im Film wird sie doch mehr personalisiert, was vielleicht dazu beiträgt Grenouilles Faszination nachzuvollziehen. Auch wird im Buch nichts von den Akkorden eines Parfums erzählt - jedenfalls nicht direkt. Demnach begeht Grenouille nicht 12/13 Morde (Film), sondern tatsächlich ein Dutzend mehr (Roman)! So nimmt Richis im Buch auch beispielsweise nicht an der Folter Grenouilles teil. Im Buch ist er paralysierter, schockierter.
Im Film läuft die Zeit scheinbar recht schnell. Wie lange begleitet der Zuschauer wohl den Erwachsenen Grenouille? Zwei Jahre? Vielleicht drei? Tatsächlich verstreicht im Buch vieeel mehr Zeit. Grenouille entwickelt sich eher, lernt mehr. Man hat im Film, finde ich, nur diesen Hauch der Entwicklung.
Was mich zur Hauptfigur an sich bringt: Grenouille. Mal abgesehen davon, dass er viel zu hübsch dargestellt wird, wird im Film angedeutet, dass er zu Gefühlen (positiven, liebevollen) fähig sei. Was absoluter Käse ist. Die Darstellung von Grenouille im Film ist ansonsten wirklich gelungen. Im Buch geht es eben etwas tiefer, es ist etwas verworrener - besonders der liebe Jean-Baptiste.

Kurz: Das Buch ist intensiver, geht tiefer, deckt Seiten an Grenouille auf, die man im Film so nicht zu sehen bekommt. Nichtsdestotrotz ist die Verfilmung wirklich gelungen und sollte doch zumindest auf das Buch neugierig machen.

[Rezension] Das Parfum von Patrick Süskind



Inhalt:
Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude, geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen.

[Quelle: diogenes.ch]



Jean-Baptiste Grenouille wird 1738 in Paris geboren - ungewollt. Doch schon als Säugling nimmt er, sozusagen, sein Leben selbst in die Hand. Mit einem Schrei macht er, in Fischgedärmen liegend und wo ihn seine Mutter zum Sterben zurück gelassen hat, auf sich aufmerksam. Fortan lebt Grenouille als Sonderling, als seltsames Kind. Die Amme fürchtet ihn fast, den Kindern im Waisenhaus kommt er suspekt vor und auch alle anderen Menschen, mit denen Grenouille zu tun hat, fühlen sich ihm gegenüber nicht wohl.
Doch Grenouille hat eine ganz besondere Gabe: Er hat einen hervorragenden Geruchssinn. Und er ist resitent wie ein Zeck.

In Das Parfum erzählt Patrick Süskind als Allwissender Erzähler die Lebensgeschichte des "Zecks" Jean-Baptiste Grenouille.
Das erste Mal habe ich das Buch in der Schule, als Schullektüre, gelesen, bzw. lesen müssen. Aber schon damals hat mich die Geschichte fasziniert. Als dann ein paar Jahre später der Film in die Kinos kam, war ich auch von diesem begeistert und nahm mir vor das Buch nochmal zu lesen. Das hat bis jetzt gedauert - peinlicherweise.
Süskinds Erzählstil ist nicht ganz einfach. Die Sätze sind teilweise ellenlang und ab und an musste ich sie oder ganze Abschnitte noch einmal lesen. Nichtsdestotrotz erschafft der Autor eine ganz besondere Welt. Auch die Beschreibung der Gerüche (denn daraus besteht ja nun Grenouilles Welt) finde ich sehr interessant.
Ich will jetzt auch gar nicht zu sehr ins Analysieren gehen, wie wir das damals in der Schule getan haben. Ich erinnere mich da noch an ein paar Punkte, die wir besprochen haben, aber natürlich nicht mehr an alles. Nebenher hatte ich auch teilweise noch die Stimme des wunderbaren Gert Westphal im Ohr. Ich hatte vor Längerem das Hörbuch dazu, mit seiner Stimme gehört. Die Betonung ist einfach genial und das hat mir das Lesen stellenweise etwas erleichtert.
Grenouille als Charakter ist... höchstinteressant und höchstsuspekt. Ich wollte ja beinahe schreiben, dass ich ihn schon mochte, den kleinen Mann mit dem Klumpfuß und den Narben. Aber das stimmt wohl nicht so ganz. Grenouille ist einfach so ganz anders als alle Charaktere, die ich bisher kennen gelernt habe. Ich würde ihn nicht als grundböse bezeichnen. Aber der Gute ist er natürlich auch nicht. Er ist auch keine verwirrte, verwahrloste Seele. Er lebt. Er riecht. Er entwickelt sich. Ich konnte nicht direkt mit ihm Mitfühlen und manche seiner Entscheidungen bleiben mir rätselhaft. Trotzdem hat er mich in gewisser Weise fasziniert.
Die anderen Charaktere sind auch, sicherlich, gut ausgearbeitet. Aber sie waren für mich nur halb so interessant wie der "Zeck", wie er im Buch oftmals genannt wird.
Schon auf die Idee ein Buch rund um Gerüche zu schreiben ist schon sehr... eigen. Aber dieses Thema, auch das Handwerk des Parfumeurs und was dazu gehört, wird interessant beschrieben, auch wenn ich nicht unbedingt alles bildlich nachvollziehen konnte. Das Ende wird dann doch etwas sehr abstrakt. Ich kann mir auch immer noch nicht vorstellen, dass Düfte uns Menschen so extrem beeinflussen - und das wir dies laut Buch nicht mal bemerken.

Kurz: Nicht nur für die Schule geeignet. Spannendes, immer noch 'neues' Thema mit einem ganz eigenen Hauptcharakter. Man sollte sich nicht durch den Schreibstil abschrecken lassen, denn an den gewöhnt man sich schnell und kann so dem windigen Leben des Jean-Baptiste Grenouille genau verfolgen.



Weitere Informationen:
Verlag: Diogenes
Taschenbuch
Seiten: 336
ISBN: 978-3-257-22800-7
Preis: [D] 9,90 €

Mittwoch, 21. September 2011

[Filmrezension] Ghost in the Shell

Inhalt:
Es ist das Jahr 2029. Die Welt ist 'computisiert' und die Menschen haben nicht nur künstliche Körperteile, sondern auch künstliche Menschen, Cyborgs, erschaffen. Major Motoko Kusanagi arbeitet für die Polizei, genauer gesagt Sektion 9, und gehört einer Elite-Einheit an. Als ihre Einheit einen unerlaubten Übertritt eines Wissenschaftlers ins Ausland vereitelt, kommen sie einem mysteriösen Hacker auf die Spur - dem PuppetMaster.
Der Hacker versteht es Menschen als seine Marionetten zu benutzen und ist nicht zu fassen. Doch Kusanagi und ihre Kollegen sollen genau das schaffen. Dabei geraten sie mit einer anderen Polizei-Einheit aneinander, Sektion 6, die eigentlich für die äußere Sicherheit zuständig ist.
Was verbirgt sich hinter dem Puppenspieler? Und was hat Sektion 6 damit zu tun?

Ich habe den Film schon vor sehr langer Zeit das erste Mal gesehen und damals hat er mir wirklich gut gefallen. Jetzt habe ich ihn das erste Mal seit langer Zeit wieder gesehen und kann meine Faszination von damals nicht ganz nachvollziehen.
Dabei habe ich der neuen Synchronisation gelauscht (die alte ist übrigens auch auf dieser DVD enthalten) und mir kam sie gar nicht bekannt vor. Die alte aber übrigens auch nicht recht. Die neue Vertonung wurde auch textlich etwas angepasst, aber ich finde sie doch etwas seltsam. Kusanagi wirkt so arrogant. Die alte Stimme passte besser zu ihr, fand ich. Wobei ich in die alte auch nur sporadisch kurz reingelauscht habe.
Die Musik ist irgendwie auch abgedreht. Privat würde ich sie so sicher nicht hören, aber sie passt ziemlich gut zum Film. Sie erinnert mich irgendwie an Tempelmusik oder rituelle Gesänge... in großen Höhlen. Irgendwie sowas. Auch mit den Trommeln.
Die Animationen sind, dafür, dass der Film schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, ganz ordentlich. Teilweise geht es hier aber ziemlich brutal zu, es wird viel geschossen und es mag auf den ersten Blick auch etwas freizügig wirken.
Der Film basiert übrigens auf dem Manga von Shirow Masamune. Ich selbst habe ihn nie, bzw. noch nicht gelesen, deswegen kann ich auch keine Vergleiche anstellen. Bzw. gibt es mehrere Manga: Ghost in the Shell, Ghost in the Shell 1.5 (war, wenn ich mich recht erinnere, eine limitierte HC-Edition) und Ghost in the Shell 2: Manmachine Interface.
Die Geschichte an sich ist etwas verwirrend erzählt, finde ich. Nicht, weil die Schauplätze oder die Erzählstränge verworren wären, sondern, weil ich persönlich das Thema so abstrus fand. Wer aber solche Geschichte mag, ist mit Ghost in the Shell bestens bedient.

Kurz: Etwas verwirrende Geschichte mit viel Action und großem Rätsel. Passende Filmmusik, aber mit der neuen Synchro wurde dem Film kein Gefallen getan!




Weitere Informationen:
Es gibt auch noch eine Anime-Serie (Ghost in the Shell Stand Alone Complex) und einen weiteren Film (Ghost in the Shell 2.0)
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Kôkaku kidôtai
Regie: Mamoru Oshii
Länge: 79 Minuten
FSK: 16
Auf DVD erhältlich.

Dienstag, 20. September 2011

[Rezension] Dead Beautiful von Yvonne Woon



Inhalt:
Nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern ist in Renée Winters' Leben nichts mehr, wie es einmal war. Von ihrem Großvater wird die 16-Jährige auf das Gottfried-Institut geschickt, eine elitäre Privatschule von Weltruf mitten in den Wäldern von Maine. Schnell merkt Renée, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht: Der Fokus des Unterrichts liegt auf Fächern wie Gartenbau und Bestattungskunde und Latein scheint die Insider-Sprache zu sein. Darüber hinaus gibt es am Gottfried einige mysteriöse Todesfälle. Obwohl die strengen Regeln der Schule private Verabredungen zwischen Mädchen und Jungen verbieten, verliebt sich Renée in den kühlen, zurückgezogenen und wunderschönen Dante Berlin. Auch er scheint Gefühle für sie zu haben, doch einen Kuss verwehrt er ihr. Welches tödliche Geheimnis versucht er vor Renée zu verbergen?

[Quelle: dtv.de]



Renée lebt in Kalifornien und eigentlich ist sie da ganz glücklich. Sie ist ein normales Mädchen, hat Freunde, spielt im Lacrosseteam, ist gut in der Schule und bandelt gerade mit ihrem Schwarm an.
Doch an ihrem 16. Geburtstag soll sich alles ändern... Mit ihrer besten Freundin Annie entdeckt sie den Wagen ihrer Eltern und findet sie kurz darauf tot im Wald. Etwas ist seltsam an ihrem Tod und Renée glaubt nicht, dass es sich um eine natürliche Todesursache handelt.
Zu allem Überfluss übernimmt ihr Großvater ihre Vormundschaft und verweist sie ans Gottfried-Institut in Maine. Weg von Freunden und ihrer vertrauten Umgebung muss sich Renée nun im kalten Maine an einem Internat zurecht finden. Aber auch hier ist etwas seltsam und ganz und gar nicht richtig.
Was, das findet Renée erst mit viel Drängen und Recherche heraus - und auch nur Stück für Stück...

Der erste Band der Reihe Dead Beautiful.
Yvonne Woons Stil finde ich sehr toll. Es ist flüssig geschrieben und auch sehr emotional. Tatsächlich hatte ich am Anfang eine leichte Gänsehaut als Renée ihre Eltern fand. Das zieht sich zwar nicht durchs ganze Buch, aber trotzdem habe ich mich mit Renée gleich irgendwie verbunden gefühlt.
Was vielleicht daran liegen mag, dass die Geschichte in der Ich-Perspektive, Vergangenheit, erzählt wird. Und eben aus Renées Sicht. Dadurch fühlt man ganz besonders mit ihr mit. Auch nach dem Tod ihrer Eltern und dem plötzlichen Umzug.
Renée ist ein total sympathischer Charakter, hat immer einen sarkastischen Spruch auf den Lippen, ist schlagfertig und bringt einen (oder mich) trotz der düsteren Atmosphäre zum Lachen. Auch die anderen Charaktere sind sehr sympathisch, wenn auch teilweise geheimnisvoll.
Der Anfang ist, wie erwähnt, schon ziemlich gruselig. Was aber (leider) nicht so weiter geführt wird. Er verspricht ein bisschen mehr als er hält. Trotzdem bleibt die Geschichte und die Grundstimmung sehr düster und vor allem mysteriös. Die einzelnen Puzzlestückchen setzen sich nur langsam zusammen. Man wird auf falsche Fährten gelockt und es gibt die ein oder andere überraschende Wendung, mit der man zu Anfang sicher nicht gerechnet hätte.
Manche Stellen, besonders am Anfang, ziehen sich vielleicht ein bisschen, aber ich habe Dead Beautiful doch mit Spannung gelesen und musste unbedingt wissen wie es weiter geht. Man kann sich dem beinahe nicht entziehen, weil es immer unheimlicher und mysteriöser wird. Sicher kann man auf das ein oder andere schließen. Trotzdem kommen durch Renées 'Rechercheergebnisse' immer neue Rätsel auf.
Details, die eingangs vielleicht unwichtig erschienen oder die man überliest, werden später noch wichtiger. Was für mich noch einmal einen Pluspunkt gibt. Denn da sieht man, dass die Geschichte wirklich toll durchdacht ist. Es wird nichts irgendwie künstlich aufgebauscht. Sicher gibt es Szenen, die etwas steif wirken, aber das sind eher kleine, vielleicht auch Situationen, in denen man sich selbst auch "steif" verhalten hätte.
Man ahnt zwar, dass etwas am "Gähren" ist, aber bis ins letzte Detail wird es erst ziemlich zum Schluss aufgelöst. Das erhöht die Spannung natürlich.
Vielleicht ein Manko: Lateiner könnten im Vorteil sein. Ich selbst versteh's leider nicht, weswegen ich darüber auch nicht urteilen kann. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Autorin etwas essentielles mitten in der Geschichte verrät.
Und hier noch meine persönlichen kleinen Abstriche: Ein, zwei Szenen haben mich doch schon etwas zu sehr an Twilight/Bis(s) zum Morgengrauen erinnert. So zum Beispiel im Labor als Renée und Dante zusammenarbeiten müssen, er plötzlich verschwindet und dann (Tage später) nett und zugänglich ist. Das hätte die Autorin, meiner Meinung nach, nicht nötig gehabt. Natürlich ist Twilight romantischer, auch wenn in Dead Beautiful die Liebesgeschichte auch zunehmend eine Rolle spielt. Denn hier wird mehr Wert auf die mysteriösen Todesumstände und die Tode allgemein gelegt. Die Szenen haben mich teilweise an Twilight erinnert, obwohl Dead Beautiful doch auch in eine andere Richtung geht und im Großen und Ganzen auch anders ist.
Das Ende ist, würde ich sagen, zu 95% abgeschlossen. Ein paar kleine Details hätten noch erklärt werden soll, finde ich, aber sonst hat mir der Schluss super gefallen! Vor allem, weil er doch ein bisschen anders ist, als man es kennt.

Kurz: Mit gruseligem Auftakt wird es dann schnell düster und mysteriös. Mit einer guten Portion Romantik und ein bisschen "Sherlock Holmes" schafft Yvonne Woon eine faszinierende Geschichte - fernab vom Trend, aber trotzdem mitten ins Herz!





Weitere Informationen:
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag / dtv
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 480
Originaltitel: Dead Beautiful
Reihe: Dead Beautiful
ISBN: 978-3-423-76038-6
Preis: [D] 16,95 €


//Edit 06.10.11:
Ich habe gerade entdeckt/erfahren, dass Dead Beautiful sehr wohl eine Serie wird/ist. Also wieder einmal ein Auftakt zu einer Reihe. Band zwei soll im Original Life Eternal heißen.
Angaben habe ich oben ergänzt.
Quelle: Amazon

Montag, 19. September 2011

[Rezension] Ugly von Scott Westerfeld

1. Band
Inhalt:
Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl ...

[Quelle: carlsen.de]


Tally ist 15 und eine Ugly. An ihrem 16. Geburtstag erhalten alle Jugendlichen (Uglys) eine Operation und werden schön. Sie werden zu Prettys. Und dann dürfen sie in Pretty Town wohnen, Partys feiern und Spaß haben. Dort ist alles besser.
Tallys bester Freund ist schon ein Pretty und sie vermisst ihn. Deswegen begibt sie sich auf die abenteuerliche, gefährliche und vor allem verbotene 'Reise' nach Pretty Town - nur einen Steinwurf und eine Flussüberquerung von Uglyville entfernt. Auf dem Rückweg trifft Tally auf Shay, die ebenfalls eine der wenigen "großen" Uglys ist, und freundet sich mit ihr an. Shay ist anders. Sie will nicht zu einer Pretty werden. Deswegen gibt sie Tally einen Hinweis auf einen Ausweg.

Der erste Band der Ugly-Reihe.
Erzählt wird Tallys Geschichte in der Dritten Person, Vergangenheit aus Tallys Sicht. Der Schreibstil von Westerfeld lässt sich gut, aber stellenweise etwas trocken lesen. Mir hat ein bisschen die (Ver)Bindung zu Tally gefehlt.
Deswegen ließ es sich wohl auch teilweise etwas zäh lesen. Westerfeld beschreibt die Umgebung und Umstände recht genau. Auch manche Passagen fand ich etwas ausufernd. Man hätte da durchaus etwas weglassen oder kürzen können.
Nichtsdestotrotz wird hier eine überaus interessante Sicht auf eine mögliche Zukunft  gewährt. Die Welt ist in sich schlüssig und durchdacht aufgebaut. Auch wenn ich anfangs etwas Probleme hatte, da mir nicht ganz klar war, warum man sich denn als 'Ugly' unbedingt in einen 'Pretty' verwandeln muss. Überhaupt der Unterschied und was damit einhergeht, wird erst nach und nach deutlich.
Auch nach der Lektüre verstehe ich immer noch nicht ganz, warum die Leute/Jugendlichen sich denn in Prettys verwandeln müssen. Oder besser gesagt verwandeln lassen. Was hat "das große Ganze" davon? Es wird im Laufe der Geschichte natürlich erklärt und aufgedeckt. Es ist auch logisch! Aber ich verstehe es (gefühltechnisch?) überhaupt nicht. Zumal der Druck der Operation diesmal, anders als bei anderen Romanen des Genres, eher von der Gesellschaft ausgeht. Also kein Druck der Regierung.
Die Wendungen, auch wenn sie etwas auf sich warten lassen, sind interessant und spannend. Auch Tallys Wandlung und Entscheidungen konnte ich gut nachvollziehen und auch verstehen.
Die Charaktere sind Westerfeld gut gelungen, auch wenn mir die emotionale Bindung teilweise etwas fehlt oder diese schwächelt. Tally wollte ich manchmal wirklich schütteln, sie aufwecken. Sie ist kein Charakter mit besonders viel Rückgrat, aber das macht sie echter, näher. Ich empfand es auch beim Lesen nicht unbedingt negativ, denn das zeigte mir doch, dass mich Ugly fesseln konnte.

Kurz: Stellenweise etwas langatmig und zäh, aber trotzdem eine spannende Geschichte, die uns zeigt, wohin der Schönheitswahn führen kann.




Weitere Informationen:
Interview mit Scott Westerfeld
Verlag: Carlsen
Taschenbuch
Seiten: 432
Originaltitel:
Reihe: Ugly - Pretty - Special / Uglies
ISBN: 978-3-551-31006-4
Preis: [D] 8,95 €

Sonntag, 18. September 2011

Neuzugänge KW 37 & Wochenfazit

Hallo alle miteinander!

Ich will mich ja in Buch-Abstinenz üben. Ja, wirklich! Mein SuB ist für meine Verhältnisse in schwindelerregende Höhen gewachsen und irgendwie komm ich nicht mit dem Lesen nach. Ich weiß auch nicht recht. Meine Monats-Must-read-Liste hilft mir dieses Mal leider überhaupt nicht! Ich hänge immer noch an Das Parfum fest.
Schlimm oder gut, dass diese Woche - überraschenderweise - doch 'nur' ein Buch eingetrudelt ist:

Totentöchter hatte ich vor Längerem bereits vorbestellt. Eigentlich sollte es laut Amazon erst am 19. erscheinen, aber es war tatsächlich schon am Mittwoch da! Wow! Ich hab mich natürlich gefreut, war aber auch ein bisschen platt, weil ich euch doch heute eigentlich ganz stolz mitteilen wollte, dass ich keine Bücher bekommen hab.
Sowas aber auch!
Ein paar Bücher sind noch in der Vorbestellungsschleife, aber sonst soll erst mal nichts mehr hinzukommen, bis ich wieder Platz habe. Mal sehen, wie lange das dauert und wie gut ich mich schlage.


Darum geht's in Totentöchter - Die dritte Generation von Lauren DeStefano:
Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist…
[Quelle: amazon.de]
- Das Buch machte ja schon Furore auf diversen Blogs als es auf Englisch rauskam. Jedenfalls hatte ich damals den Eindruck. Und weil das Cover so toll aussieht, die Geschichte interessant klingt und... weil ich einfach neugierig bin, hab ich es mir vorbestellt.


~*~*~*~*~*~

Mein Wochenfazit

Diesmal gibt es etwas mehr zu berichten... Bei einem Punkt habe ich wirklich überlegt, ob ich das auch noch ansprechen soll. Aber ich kann dazu einfach nicht meinen Mund halten, denn dieses Thema ist mir in den letzten Wochen extrem aufgefallen. Aber lest doch selbst.

Schon erschienen?!

Diese Woche bin ich doch tatsächlich darüber gestolpert, dass der erste Band der Soul Screamers Reihe und auch Herrscherin des Lichts bereits erschienen sind! Ich hatte mir beide Bände für Oktober notiert und wollte sie euch dann in meinem Monatspost auch vorstellen.
Ich freue mich natürlich, dass die beiden Bände schon erhältlich sind. Aber ein bisschen schade schon, weil ich mir ja momentan ein selbst auferlegtes Buchkaufverbot verpasst habe. Schande!
Wer wissen will worum's geht, klickt einfach auf >>Soul Screamers<< und >>Herrscherin des Lichts<< und landet dann beim obligatorischem 'Regenwald'-Versandhaus. ;-)


Die Maus ist tot!
Nein, keine echte. Aber ich hatte mir vor einem halben Jahr eine neue PC-Maus zugelegt. Meine alte Logitech (optisch, kabellos) hatte nach ein paar Jahren treuer und weniger treuer Dienste endgültig den Geist aufgegeben. Das Studentenbudget sieht keine Full-Hightech-Marken-Maus vor, also griff ich zu einer bazoo-Maus mit Kabel für knapp 6 €.
Tja, aber vor ein paar Wochen hat das Scrollrädchen nicht mehr so ganz mitgespielt. Hüpfte ständig wieder zurück, wenn ich etwas schneller drehte... Aber was mach ich denn ohne Scrollrad?! Ich bin ein Scroller! Ohne kann ich gar nicht mehr... Für den Preis wollte ich sie dann schon beinahe in die Tonne knüppeln - frustriert und genervt. Aber mein Papa 'überredete' mich doch mal zum Saturn (wo ich sie her hatte) zu gehen und sie einfach umzutauschen. Auch zu dem Preis sollte das doch noch mit Kassenbon gehen!
Den hatte ich noch, stiefelte am Freitag also zur Info, die mich kurzerhand zum 'Hardware'-Kollegen schickte. Ich hab befürchtet, dass er mir den Vogel zeigt oder mich wie das typische Nix-Check-Weibi anschaut und mich nicht für voll nimmt. Und mir zum Abschluss rät das Ding wegzuschmeißen und mir ne ordentliche Maus zu kaufen. Aber falsch gedacht!
Der nette Herr hörte sich ernsthaft mein Problem an, probierte selbst (und ich war sooo nervös, denn bei meinem Glück hätte sich die Maus - natürlich - tadellos verhalten...) und tauschte sie anstandslos um! Prima! Ohne irgendwelche doofen Kommentare, Flirtversuche oder mitleidserrgendem 'armes Weibi' Blick. Danke!

Bewertungspunkte als Label?
Die Runde geht an euch: Fändet ihr es hilfreich, wenn in den Labels meine Bewertungspunkte aufgeführt wären?
Sprich, wenn meine Rezensionen zusätzlich zum Label "Buchrezension" und "Autor" auch noch meine Punktevergabe bekommen würden? Hilft euch das? Oder schaut ihr sowieso keine alten Rezis mehr an oder schlagt wenn, dann gar eh nur den Autor nach?

Blogger-Skandal: Rezensionsexemplare als PDFs - Warum blogge ich überhaupt?
Uh, da ging jetzt aber ein Aufschrei durch die Bloggerlandschaft!
Was fällt einem kleinen Verlag eigentlich ein neuerdings seine Rezensionsexemplare (RE) als PDF zu verschicken? Unangekündigt! Ich hatte mich doch soooooo auf ein gebundenes Buch gefreut, dass ich feist in mein Regal stellen kann. Billiger Wandschmuck und so...
Verzeiht meine Ironie. Ich will gar nicht länger auf dem Thema rumreiten. Das haben andere BloggerInnen (Evi, Lucina, myriel) schon getan und es werden sicher auch noch weitere dazu Stellung nehmen.
Nur so viel: Einige Blogger hatten sich bruskiert, dass ein Verlag ihnen statt des (versprochenen) gebundenen REs eine PDF geschickt hatte. Die Gemüter kochten hoch, die Pressesprecherin versuchte die Wogen zu glätten, aber der Skandal war schon im Umlauf.
Soweit dazu.
Mir ist in letzter Zeit vermehrt aufgefallen, dass es viele Blogger zu geben scheint, die sich ein RE nach dem anderen bestellen oder anfordern, dann natürlich teilweise auch noch selbst tüchtig Bücher kaufen (oder leihen) und was lesen sie?
Übertrieben gesagt, bekommen solche Blogger 5 RE, kaufen sich selbst 2 und lesen vielleicht ein oder zwei Bücher im Monat. Monatsstatistik sei Dank!
Da stellt sich mir doch die Frage: Muss ich wirklich so viele Bücher anfordern (und kaufen), obwohl ich mit dem Lesen nicht mehr hinterher komme? Kann ich mein Leseverhalten denn nicht selbst gut genug einschätzen, dass ich weiß, wie viele Bücher ich in einem Monat lesen kann?
Und ginge es doch nur um's Lesen!
Da gibt es Blogger, die klatschen dann eine Rezension hin, die zu 60% aus Inhaltsangabe besteht, zu 30% aus Angaben zum Titel und Gedöhns und dann folgen noch die 10% (sprich ein paar Sätze) zu ihrer eigenen Meinung.
Ich will mich hier nicht als Super-Rezensent hinstellen. Ich weiß, dass auch meine Rezis nicht das Gelbe vom Ei sind. Aber wenn ich für einen Verlag rezensiere, gebe ich mir Mühe! Da versuche ich doch meine Meinung etwas "gefasster" auszudrücken. Vielleicht lege ich auch mehr Wert auf bestimmte Dinge (Stil, Inhalt, Erzähltechnik etc.), versuche meine Meinung so fundiert wie möglich zu beschreiben, schreibe keine drei Sätze und vor allem begründe ich! Lese evtl. das ganze Buch sogar anders.
Lucina hat es ganz gut ausgedrückt:
Unter anderem deshalb verzichte auch Rezensionsexemplare, mir wäre der Druck zu groß und außerdem müsste ich dann einen viel größeren Anspruch an meine Rezensionen stellen. Ich würde immer denken die Rezension würde dem Buch/Verlag/Autor nicht gerecht werden und da ist es ohne Rezensionsexemplare einfach einfacher. Wenn ich eine schlechte Rezension schreibe ist es nicht so schlimm. xD
Und das bringt mich zum eigentlichen Punkt: Warum blogge ich?
Ist es wirklich so, dass viele nur bloggen, damit sie REs abstauben können? Damit ich umsonst Bücher lesen und ins Regal stellen kann? Damit ich mich hervortue und sagen kann: "Mensch, schaut mal, was ich wieder für viele, viele Bücher bekommen hab! Bin ich nicht toll?" Muss denn dieser "Schwanzlängenvergleich" wirklich sein?
Geht es denn nicht vielmehr um den Austausch? Den Spaß am Lesen und rezensieren? Den neuen Entdeckungen bei anderen Bloggern? Was sie gut fanden und was weniger? Welche Bücher man sich dann doch mal anschauen sollte, ihnen vielleicht eine zweite (oder dritte) Chance geben?
Ich geb zu, ich hab anfangs auch mit dem Gedanken gespielt ein paar Verlage anzuschreiben und zu fragen, ob ich denn nicht auch ein Buch aus dem Programm rezensieren darf. Aber ich war etwas zu schüchtern. Zum einen. Zum anderen stelle ich, wie Lucina, hohe Ansprüche an eine "professionelle" Rezension. Ich fühle mich in diesem Fall einfach 'nicht gut genug'. Deswegen verzichte ich weitgehend auf REs.
Klar, mache ich bei vorablesen, Blogg dein Buch oder diversen Gewinnspielen mit. Aber für mich ist das dann noch noch mal was anderes als den Verlag "anzubetteln". Da entscheidet ja doch oft irgendwie auch das Glück, ob man denn nun ein Buch lesen und rezensieren darf.
Kurzum: Für mich bedeutet Bloggen Stöbern, Austauschen, Meinungen einholen, den Spaß am Lesen mit anderen teilen, auch mal in Neuzugänge Posts reinluppern oder in Bücherregale, auf tolle Bücher aufmerksam gemacht werden. Ob ich nun ein Buch selbst kaufe oder es kostenlos bekomme ist nicht mal zweit- oder drittrangig. Und seien wir ehrlich: Bücher aus eigener 'Kraft' zu bekommen, ist doch das Schönste!

Sephira-Rettungsaktion 
Beinahe vergessen! Charlouise hat (mit der Autorin Corina Bomann) eine Rettungsaktion ins Leben gerufen. Zu der Serie Sephira von, ebenjener, Corina Bomann.
Es geht darum, dass der Verlag die Serie (nach dem dritten Band) nicht weiterführen will (oder kann).
Das will Charlouise natürlich so nicht stehen lassen und hat sich zusammen mit Corina Bomann diese Aktion ausgedacht.
Auch Clee hat schon vor einiger Zeit zu einer Aktion rund um die Sephira-Reihe aufgerufen.
Seid ihr neugierig geworden? Ich nämlich schon!
Nicht erst seit jetzt, aber die Bücher haben mir die beiden schon vor einiger Zeit schmackhaft gemacht. Jetzt sollte ich doch mal schauen, ob ich mir nicht mal noch was abknapsen kann und das selbstauferlegte Buchkaufverbot ignoriere. Was meint ihr? Seid ihr auch von Sephira begeistert oder hört ihr das erste Mal davon?

Samstag, 17. September 2011

[Produkttest] Garnier Spülung Zitrone-Olivenöl

Preis: 1,45 €, Inhalt: 200 ml
Die Spülung ergänzt das Shampoo perfekt. Da ich sowieso eine Spülung gebraucht hatte, habe ich eben zum Partnerprodukt gegriffen - und wurde nicht enttäuscht. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich diese Spülung schon mal hatte, tendiere aber eher zu nein.

Die Konsistenz ist typisch Spülung und für meine langen Haare brauche ich schon einen recht großen Klacks. Allerdings benutze ich die Spülung nur bei jeder zweiten oder dritten Haarwäsche. Trotzdem macht sie total weiche Haare, die sich nach dem Abtrocknen auch beinahe kinderleicht kämmen lassen.
Der Geruch bleibt ebenfalls eine ganze Weile im Haar. Nicht zu intensiv, aber trotzdem noch "erschnüffelbar". Der Geruch ist ähnlich wie beim Shampoo: Mehr olivenöllastig, von der Zitrone unterstrichen.
Dieses weiche-fluffige Gefühl der Haare hält auch einige Zeit an, sodass man die Spülung auch wirklich nicht zu oft benutzen muss.

Wie das Shampoo werde ich auch die Spülung immer mal wieder nachkaufen. Schon allein wegen dem tollen Fluff-Effekt.

Freitag, 16. September 2011

[Rezepte] Nudeln mit Pilzsoße

Hallo alle miteinander!

Ohne Nudeln könnte ich gar nicht. Aber ich glaub, das geht nicht nur mir so, oder?
Und Soße... hach, in Franken/Bayern geht doch fast nichts ohne. Besonders ausgefuchst sind die Sonntagssoßen von meinem Dad. Da ich aber ja von zuhause ausgezogen bin, muss ich mir selbst helfen... Und Pilze ess ich, ganz nebenbei, auch gerne.

Zutaten:
Nudeln
Pilze (z. B. Pilze aus dem Glas, bei Norma)
eine Zwiebel
Sahne / Joghurt / Milch

Menge:
Je nach Hunger - wie immer. Ich habe hier ca. 200g Nudeln, einen halben Pilztopf, eine Zwiebel und ein Päckchen H-Sahne genommen.

Zubereitung:
Zwiebel würfeln. Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
Zwiebel andünsten, Pilze abtropfen und dazu geben. Kurz anbraten und würzen (z. B. mit Pfeffer und Kümmel). Mit etwas Brühe (je nach Menge eine halbe oder ganze Tasse) ablöschen. Hitze reduzieren und den Topf/Pfanne von der Platte nehmen. Dann die Sahne dazu geben und nur noch bei geringer Hitze warm halten (sonst flockt die Sahne!). Abschmecken und ggf. nachwürzen.

Et voilà - bon appetit!



Donnerstag, 15. September 2011

[Rezension] Blood Dragon 1: Drachennacht von Kira Maeda

1. Band

Inhalt:
Die Archäologin Elisa ist fasziniert von den Legenden rund um den historischen Dracula, Vlad Tepes, und dessen Brüder Mircea und Radu. Sie erhält den Auftrag, in Rumänien nach den Ursprüngen der Dracula-Legende zu forschen und trifft dabei auf einen Nachfahren Vlad Tepes': Victor Dracul.
In Visionen sieht sie immer wieder sich selbst zur Zeit Vlad Tepes', leidenschaftlich verbunden mit dessen Bruder Mircea, dem Victor bis aufs Haar gleicht.
Elisa ist zunehmends verwirrt, da sie sich sowohl zu Mircea als auch zu Victor hingezogen fühlt, und kann kaum noch zwischen Visionen und Realität unterscheiden.
Doch in den eng verknüpften Schicksalen der drei Brüder, die einem alten und mächtigen Geschlecht von Drachen angehören, spielt Elisa eine wichtige Rolle, denn sie ist die Wiedergeburt der Frau, um die Mircea und Dracula einst kämpften. Dracula wurde damals über Elisas Verlust wahnsinnig, weswegen seine Brüder sich gegen ihn wandten und ihn einsperrten.
Doch nun, Jahrhunderte später, ist Dracula wieder frei und sinnt auf Rache ...

[Quelle: plaisirdamourbooks.de]



Elisa erforscht die Legende von Dracula. Durch die Gesellschaft zum Erhalt karpatischer Sagen ist es Elisa möglich nun auch eine Feldstudie in Rumänien durchzuführen.
Die Einheimische Naruka steht ihr dabei als Assistentin zur Verfügung. Doch als die Forschungsgruppe einen abgetrennten Höhlenraum in einer größeren Höhle nahe der alten Dracula-Stätte findet, gerät das Projekt beinahe außer Kontrolle. Elisa hat plötzlich seltsame Visionen und auch die Gesellschaft zum Erhalt karpatischer Sagen benimmt sich seltsam - allen voran der Boss Victor.
Die Visionen nehmen Elisa immer mehr gefangen und dann taucht auch noch ein Drache auf - oder nein, zwei! Elisa sieht beide kämpfen und erfährt so, was hinter der Dracula-Sage steckt...

Der erste Band der Blood Dragon Serie.
Maedas Schreibstil ist flüssig und sinnlich. Der Roman ließ sich leicht lesen und besonders die erotischen Szenen waren gut und bildhaft beschrieben.
Die Geschichte und Charaktere an sich... Da schwanke ich etwas. Anfangs fand ich Elisa ganz sympathisch. Das wechselte dann aber immer wieder leicht. Mal fand ich sie egoistisch, mal wieder lieb. Victor/Mircea ist auch etwas undurchsichtig, genau wie seine Brüder. Die kleine Geschichte um Naruka und Karad fand ich hingegen sehr schön.
Auch wie sich alles entwickelt... Es gibt natürlich viele erotische und teilweise auch ganz schöne Hardcore-Szenen. Nach etwa 50 Seiten dachte ich, dass es ein Porno zum lesen wäre... Aber dann wird sich wieder mehr auf die Geschichte von Dracula konzentriert (nicht, wie man sie volkstümlich kennt). Und zwischendurch immer mal wieder Sex- und Erotik-Szenen. Allerdings konnte ich mich mit manchen Fantasien nicht ganz so anfreunden. Aber gut.
Die Entwicklung von Elisa ging mir dann gegen Ende auch ein bisschen zu schnell. Erst wird herumgerätselt und sie tappt im Dunkeln und dann scheint alles sonnenklar. Fand ich teilweise etwas unglaubwürdig. Auch wurden manche Sachen, finde ich, etwas steif dargestellt oder beschrieben.
Ich bin immer noch hin und her gerissen. Einerseits fand ich Drachennacht wirklich gut und in gewisser Weise auch originell, andererseits weist es in meinen Augen halt doch noch Schwächen an der Geschichte und den Charakteren auf.

Kurz: Ein super-erotischer Drachenroman mit viel "Bauchprickeln" und einer ganz neuen Auffassung der Dracula-Sage. Allerdings schwanken die Erzählung und die Charaktere in der Qualität und Entwicklung etwas. Einen Blick können Drachenliebhaber und 'Romantasy-Leser' trotzdem riskieren!




Weitere Informationen:
Verlag: Plaisir d'Amour
Taschenbuch, Klappenbroschur
Seiten: 256
Reihe: Blood Dragon
ISBN: 978-3938281666
Preis: [D] 14,90 €

Mittwoch, 14. September 2011

[Filmrezension] Paprika

Inhalt:
Das Genie Dr. Tokita hat ein einzigartiges Gerät entwickelt: Den DC-Mini. Mit diesem Gerät ist es möglich in die Träume von Patienten zu sehen und diese aufzuzeichnen. Dr. Tokita, Dr. Azuko Shiva und Dr. Shima, Chef der Abteilung, hoffen Menschen dadurch helfen zu können.
Doch irgendjemand missbraucht den DC-Mini und pflanzt seltsame und beinahe aggressive Träume in das Bewusstsein der Menschen. Diese verhalten sich dann dementsprechend und verletzen teilweise nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Als dies publik wird, sollen die Forschungen des DC-Mini eingestellt werden.
Doch zum Glück gibt es Traumfrau Paprika, die in die Träume der Menschen gelangen und ihnen "vor Ort" helfen kann. Und nebenbei auch nach dem Übeltäter sucht...

Der Film ist schon etwas abgedreht. Ich hab ihn jetzt zweimal (mit großem Zeitabstand) gesehen und bin immer noch leicht verwirrt. In Teilen erinnert Paprika ein bisschen an Inception. Er ist aber wesentlich abgedrehter und auch verdrehter.
Durch den DC-Mini ist es den Anwendern möglich selbst im Traum eines anderen in Erscheinung zu treten. Ob er direkt verändert werden kann, wie es eben bei Inception der Fall ist, bin ich mir nicht sicher und würde eher zu 'nein' tendieren. Aber auch hier ist oft unklar, was nun Traum und was Wirklichkeit ist.
Die Synchro ist dagegen wirklich sehr gut gelungen. Sie passt zu den Charakteren und hört sich, wie im Gegensatz zu vielen anderen Animefilmen und -serien, nicht blechern, leblos oder hölzern an. Ganz im Gegenteil.
Die Musik unterstreicht das abgedrehte, skurrile in den richtigen Szenen. Nicht nur die Animationen, die Figuren und Gegenstände, die auftauchen, die Farben sind sehr eigen. Auch die Erzähltechnik, da man der Geschichte teilweise doch etwas schwer folgen kann. Vor allem, wenn man den Film das erste Mal sieht. Man muss diese Art Film und Erzählung mögen.

Kurz: Ein skurriler Film, der voller Möglichkeiten und Denkanstößen steckt. Nicht ganz leicht zu verstehen und zu durchschauen, aber auf jeden Fall ein Erlebnis.




Weitere Informationen:
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: Papurika
Regie: Satoshi Kon
Länge: 87 Minuten
FSK: 12
Auf DVD und Blu-Ray erhältlich.

Dienstag, 13. September 2011

Glück bei vorablesen

Hallo alle miteinander!

Ich hab - mal wieder - mein Glück bei vorablesen versucht. Das Buch ist mir schon beim Stöbern ins Auge gesprungen, aber so recht sicher war ich mich noch nicht. Na ja, erst mal auf die Wunschliste, dachte ich. Als ich dann gesehen habe, dass Dead Beautiful bei vorablesen gelistet ist, war ich natürlich noch neugieriger. Also Leseprobe gelesen und war... Wow!
Es gibt... keine Bücher, die mir Angst machen. Nur ein einizges (The Ring von Koji Suzuki). Aber hier hat mir die Leseprobe leichte Schauer über den Rücken gejagt. Brr! Es war dann wohl Schicksal...

Ich hab's mir heute natürlich gleich geschnappt, nachdem ich gestern Nacht noch Ugly beendet habe. Bisher hab ich aber nur, im Prinzip, noch mal die Leseprobe gelesen.
Rot mag ich ja eigentlich nicht, aber das Vorsatzpapier sieht einfach absolut gigantisch aus! Es ist so ein dunkles wein-blut-rot! Sehr schön! Das Cover ziert zwar das obligatorische Mädchen, aber die Schrift gefällt mir und irgendwie wirkt es auch ein bisschen mysteriös...

Und hier mein Leseeindruck zur Leseprobe:
Nach der ersten Seite (dem Prolog) war ich ja etwas skeptisch... Aber diese Skepsis hat sich shcneller in Luft aufgelöst als ich "Dead Beautiful" sagen konnte und meine Augen klebten am Bildschirm, den Finger schnell an der Maustaste, damit die Seiten nur so an mir vorüberfliegen konnten.

Die Leseprobe war vieeeeeel zu kurz und hat mir den Mund vieeeeeeel zu wässrig gemacht. Dass gleich am Anfang so eine... schaudernde, gruslige Szene kommt, obwohl nicht brutal beschrieben, aber trotzdem so... brrr, horrormäßig, dass mir tatsächlich ganz kalt wurde.

Mit Renée konnte ich, nicht nur wegen der Ich-Perspektive, gut mitfühlen. Wie sie ihre Eltern gefunden hat, ist schon äußerst seltsam. Mullbinden? Münzen? Herzanfall? Wer's glaubt.
Aber fast grusliger fand ich ja ihren Großvater. Wo ist der denn hergekommen? Aus der Zeitmaschine? Er wirkt eher wenig mitfühlend, aber immerhin scheint er einen "guten Riecher" zu haben. Denn so wie Renées Eltern aufgefunden wurden, kann ich mir auch schwerlich vorstellen, dass sie eines natürlichen Todes gestorben sind. Und dann soll Renée auch noch weg von allem was sie kennt? Ans andere Ende von Amerika? Und was meinten ihre Eltern mit "Sicherheit". Das finde ich doch irgendwie ungewöhnlich. Ich meine, klar, wünschen sich die Eltern, dass ihr Kind in Sicherheit ist, aber das extra (wie es scheint) im Testament so zu betonen? Und immer wieder der Großvater! Wah!

Mit Renée hab ich mich auch gleich irgendwie verbunden gefühlt. Wie sie sich selbst beschreibt, wie sie sich verhält. Sie scheint reifer für ihr Alter zu sein als andere, hat sich aber doch irgendwie etwas Kindliches bewahrt. Sie ist keine typische Außenseiterin, aber auch nicht die typische Highschool-Queen.

Was es wohl mit dem Tod ihrer Eltern und den skurrilen Umständen auf sich hat? Was hat es mit Renées Großvater auf sich? Und mit dem Gottfried-Institut?

Kurz: Ich bin gespannt und schon überzeugt, dass es ein ganz spannender Roman wird.

[Rezension] Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley

1. Band
Inhalt:
Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

[Quelle: randomhouse.de]



Flavia ist elf und gehört zu der angesehenen Familie de Luce. Mit ihrem Vater, ihren beiden Schwestern Daphne und Ophelia und dem Gärtner Dogger wohnt sie auf Buckshaw, dem Anwesen der Familie de Luce. Dort hat sie einen ganz besonderen Rückzugsort: Ein Chemielabor. Denn Chemie ist die große Leidenschaft der intelligenten Elfjährigen.
Als Flavia eines nachts einen Streit ihres Vaters mit einem Fremden belauscht und seine Leiche kurz darauf im Garten, genauer gesagt im Gurkenbeet, findet, ist Flavia nicht entsetzt, sondern fasziniert. Sie ruft erst Dogger und dann die Polizei. Schnell wird Flavias Vater verhaftet, doch Flavia spürt, dass da mehr dahinter stecken muss...

Der erste Band um Flavia de Luce.
Erzählt wird die Geschichte von Flavia selbst in der Ich-Perspektive, Vergangenheitsform. Flavia ist ein sehr aufgewecktes Kind. Ich hab sie gleich von Anfang an gemocht. Sie weiß, besonders für ihr Alter, sehr viel, ist gewitzt und benimmt sich kaum wie ein Kind. Lediglich, wenn sie ihrer großen Schwester Ophelia Streiche spielt.
Es gibt einige witzige Szenen und mindestens genausoviele, wo man über Flavia schmunzeln muss. Aber auch kniffliges gilt es zu lösen, immerhin spielt Flavia selbst Detektivin und versucht den myteriösen Mordfall im hauseigenen Gurkenbeet aufzudecken. Ihre Chemiekenntnisse kommen ihr da sehr zu Hilfe.
Krimi ist und bleibt auch nicht mein Genre. Stellenweise hat sich das Buch so zäh gelesen, weil Flavia immer wieder abschweift und erst - gefühlt - ellenlang überlegt, bevor was passiert. Man ist beinahe auf Schritt und Tritt ganz nah bei ihr dabei, liest ihre unzähligen, manchmal wirren Gedanken. Stellenweise musste ich mich echt quälen, weil man auch oft in die falsche Richtung gelotst wurde und dann kamen andere Kleinigkeiten dazu, die zwar zur Lösung beitrugen, aber in fitzeliger, seitenlanger Ausführlichkeit zusammengetragen wurden.
Nur Flavia hielt mich bei der Stange. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich das Mädchen mochte und wie oft ich gestaunt und geschmunzelt habe, weil sie sich benimmt, wie sie sich nun mal benimmt. Wie ein 11-jähriges Mädchen, das die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, aber halt trotzdem ein spitzbübisches, findiges Kind bleibt. Fasziniert war ich von ihren Chemiekenntnissen. Das war noch nie mein Fach und ich hab auch kaum was behalten, aber Junge. Wenn alles stimmt, was da drin steht - Hut ab, Flave! Doch für jemanden, der sich dafür nicht oder kaum interessiert, wird es eben auch schnell langweilig.
Den Kriminalfall an sich fand ich auch durchaus interessant, aber der Weg war mir größtenteils - leider - einfach zu zäh!
Ich will gar nicht mehr zu viel sagen, weil mich das Lesen doch recht erschöpft hat. Zudem ist einiges auch für den Fall wichtig und findige Leser können sicherlich schneller und besser kombinieren als ich.

Kurz: Aufgewecktes Mädchen mit phänomenalen Chemiekenntnissen und guter Kombinationsgabe, aber leider mit sehr ausführlichen, beinahe langwierigen Beschreibungen. Die haben mir den Lesespaß dann doch etwas arg gedämpft.




Weitere Informationen:
Verlag: Penhaligon
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 384
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Reihe: Flavia de Luce
ISBN: 978-3-7645-3027-3
Preis: [D] 19,95

Montag, 12. September 2011

[Rezension] Neva von Sara Grant


Inhalt:
Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …

[Quelle: pan-verlag.de]



Neva ist 16 und damit in ihrem Land, Heimatland, offiziell erwachsen. Die Leute in Nevas Land leben unter einer riesigen Kuppel - der Protektosphäre - und führen ein sehr von der Regierung kontrolliertes Leben.
Neva kommt aus einer sehr angesehenen Familie und ihr Vater hat auch eine bedeutende Position in der Regierung inne: Er ist Minister für Altgeschichte. Deswegen ist es für Neva besonders brenzlig als sie sich an den aufständischen Plänen ihrer Freundin Sanna beteiligt.
Als ihre erste Aktion aber fehl schlägt und eine Freundin der beiden plötzlich "verschwindet", kapselt sich Sanna ab. Nur Neva will, jetzt erst recht nicht, aufgeben.

Erzählt wird Neva - wäre hätte es gedacht - aus Nevas Sicht: Ich-Perspektive, Präsens. An das Präsens muss man sich erst mal gewöhnen. Jedenfalls geht's mir immer so, aber das geht recht schnell.
Grant erzählt Nevas aufrührerische Geschichte sehr lebhaft. Der Stil ist leicht und flüssig zu lesen. Man kann sich gut mit Neva identifizieren, bzw. mitfphlen, was wohl nicht zuletzt auch an der Ich-Perspektive liegt.
Neva ist ein sehr sympathischer Charakter. Auch die anderen Charaktere mochte ich ganz gerne. Bis auf Braydon. Der kam mir immer irgendwie seltsam vor. Ich weiß auch nicht. Selbst, als Neva mit ihrem Gewissen und ihren Gedanken zu ihm beschäftigt war, hab ich dem Kerl nicht recht über den Weg getraut. Ich kann nicht genau sagen warum, aber es war so - bis zum Ende. Und danach immer noch nicht.
In erster Linie geht es um Rebellion, Aufstand und die Hinterfragung der Regierung. Nachdem Neva anfangs eine eher passive Rolle hat, entwickelt sie sich schnell zur treibenden Kraft. Die Entwicklung an sich war nachvollziehbar und auch gut beschrieben. Aber durch den Anfang, das erste Kapitel, kam mir diese Wendung irgendwie ein bisschen unnatürlich vor. Denn im ersten Kapitel scheint Neva eher ein Mitläufer zu sein. Grant zeigt zwar schnell auf, dass Neva durchaus keine Mitläuferin ist, aber irgendwie hatte das Kapitel eben einen gewissen Nachgeschmack bei mir hinterlassen.
Wie Neva kämpft und was sie alles tut, dass sie nicht so schnell aufgibt, aber eben teilweise auch etwas unbedacht an die Sache herangeht, war wirklich sehr spannend zu verfolgen. Man kann hier richtig mitfiebern. So weit, dass man die Charaktere ob ihrer Aussagen und "Taubheit" manchmal schütteln möchte - aber auch, weil manche Handlungen etwas gezwungen erschienen. Bei mir aber eher ein positives Zeichen, denn das heißt, dass ich voll in der Geschichte drin bin.
Manche Wendungen konnte ich schon (länger) vorhersehen, die Neva selbst erst recht spät begriffen oder kombiniert hat. Aufmerksame Leser werden sicher auch etwas schneller die Puzzlestückchen richtig zusammensezten. Trotzdem bleibt Nevas Geschichte spannend.
Doch Neva regt auch zum Nachdenken an. Wenn man sich überlegt, wie die Leute in Nevas Welt leben, wie viel "Freiheit" sie tatsächlich haben, wie sie kontrolliert und beinahe unbewusst unterdrückt und hintergangen werden. Mit einem Wort: Krass. Da weiß man wohl sein eigenes Leben mehr zu schätzen. Ab und an musste ich auch ein bisschen an Die Auswahl. Obwohl Neva definitiv dynamischer ist (ist ja auch ein Einzelband).
Das Ende ist so halb abgeschlossen. Teile kann man sich selbst denken. Trotzdem hat mich besonders der Schluss in seinen Bann gezogen. Ich hab mich richtig gehend festgesaugt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen bis ich durch war.

Kurz: Neva regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Und wenn man nicht aufpasst, ist man schneller in Nevas Welt gefangen als man denkt! Spannend, rebellisch und fesselnd!




Weitere Informationen:
Trailer
Interview mit Sara Grant
Verlag: PAN
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 352
Originaltitel: Dark Parties
ISBN: 978-3-426-28348-6
Preis: [D] 16,99 €

Sonntag, 11. September 2011

Neuzugänge KW 36 & Mini-Wochenfazit

Hallo alle miteinander!

Ja ja, es scheint keine Woche mehr zu vergehen, in der keine Bücher bei mir einziehen wollen. So was! Aber ich gebe ihnen natürlich gern ein schnuckliges Zuhause. So ist das ja dann auch wieder nicht. Ich kann doch zu den armen Babies nicht 'Nein' sagen. Wie könnte ich?
Kurzum tatsächlich sind diesmal Schätzchen eingezogen, die bereits vorbestellt waren. Mich hat's total von den Socken gehauen, dass Fesseln der Erinnerung schon da war! Ehrlich gesagt, hatte ich irgendwie erst nächste oder übernächste Woche mit gerechnet! Der Postbote hatte diese Woche auch wieder viel zu tun...

... weil nicht nur Bücher, sondern auch Manga ankamen. Aber ich glaub, er hat sich gefreut. ;-)
Allerdings war ich über die Hermes-Boten und am Samstag auch über den Postboten (oder -botin?) etwas... verstimmt. Zwei Sendungen (xxxHOLiC 17 und Across the Universe) kamen über TBD und Hermes, ich glaube Mittwoch war's, an. Ich war gerade in der Küche und konnte auf unsere Einfahrt und Briefkasten gucken. Man sieht mich dann logischerweise auch von außen. Da ich mir aber gerade Mittagessen gemacht hatte, habe ich nur aus den Augenwinkeln gesehen, dass jemand hoch kam.
Ich wohn hier ja nicht allein, außerdem hätte er/sie auch zu den anderen Nachbarn (haben das Haus vor uns) gehen können und mir erst mal nichts bei gedacht. Mit den beiden Sendungen hatte ich ja auch gerechnet und bin davon ausgegangen, dass mal eben geklingelt wird (vor allem, weil mein Auto vor der Tür stand). Es klingelte nicht und ich hab gegessen. Später fing es dann zu regnen an. Na ja, gut, eher zu nieseln und da Hermes am Tag davor (Sleepless) um die Zeit schon da war, hab ich einfach mal rausgespitzt.
Tatsächlich lagen die beiden Sendungen neben der Tür! Ja, ein bisschen feucht ist die Verpackung geworden, sonst aber noch alles in Ordnung! Unmöglich! Ich habe zwar meinem Postboten gesagt, dass er die Post auch mal ruhig (bei schönem Wetter) neben die Tür legen oder sie zu unseren Nachbarn bringen kann, aber doch nicht Hermes! Zumal die 'Götterboten', seit wir letztes Jahr eingezogen sind, vielleicht dreimal bei uns waren...
Wäre ich nicht so schnell nach draußen gegangen, wäre alles durchnässt gewesen, OBWOHL ich zu Hause war und OBWOHL man sehen konnte, dass das Wetter wechselhaft ist!
Und gestern lag auch mein Gewinn neben der Tür. Okay, es war schön, sollte auch nicht regnen (hat es auch nicht), aber trotzdem war ich auch zu diesem Zeitounkt zu Hause und ich glaube auch in der Küche! Ich hab da wieder was aus den Augenwinkeln gesehen... 'Mein' Postbote hätte geklingelt! Okay, es war relativ früh, deswegen denke ich, dass er/sie mich nicht wecken wollte (ja, das ist den gelben Boten schon öfter bei mir passiert...), aber trotzdem.
Andererseits. Wenn ich mir den Hermes-Bericht anschaue, kann ich ihnen ja beinahe nicht böse sein. Wie ich drauf komme? Irina hatte neulich über ihre Hermes-Erfahrung berichtet und in einem Kommentar hat Steffie den Link gepostet (weil Lucina einen Bericht im Fernsehen gesehen hatte XD - kompliziert? Nö!). Ich hatte zwar meine Schwierigkeiten mit der Mediathek, aber der Bericht war wirklich sehr aufschlussreich!
Aber genug davon, ihr wollt ja immerhin noch wissen, worum's in meinen Neulingen geht, oder?


Darum geht's in Sleepless von Cyn Balog:
Eron DeMarchelle isn't supposed to feel this connection. He is a Sandman, a supernatural being whose purpose is to seduce his human charges to sleep. Though he can communicate with his charges in their dreams, he isn't encouraged to do so. After all, becoming too involved in one human's life could prevent him from helping others get their needed rest.
But he can't deny that he feels something for Julia, a lonely girl with fiery red hair and sad dreams. Just weeks ago, her boyfriend died in a car accident, and Eron can tell that she feels more alone than ever. Eron was human once too, many years ago, and he remembers how it felt to lose the one he loved. In the past, Eron has broken rules to protect Julia, but now, when she seems to need him more than ever, he can't reach her. Eron's time as a Sandman is coming to a close, and his replacement doesn't seem to care about his charges. Worse, Julia is facing dangers she doesn't recognize, and Eron, as he transitions back to being human, may be the only one who can save her. . . .
Even once they've become human again, Sandmen are forbidden to communicate with their charges. But Eron knows he won't be able to forget Julia. Will he risk everything for a chance to be with the girl he loves?
[Quelle: amazon.de]
- Hatte ich beim Stöbern entdeckt und hörte sich interessant an... Märchen-Touch und ich kann nicht widerstehen. Außerdem ist das Büchlein wirklich dünn!

Darum geht's in Across the Universe von Beth Revis:
Amy has left the life she loves for a world 300 years away Trapped in space and frozen in time, Amy is bound for a new planet. But fifty years before she's due to arrive, she is violently woken, the victim of an attempted murder. Now Amy's lost on board and nothing makes sense - she's never felt so alone. Yet someone is waiting for her. He wants to protect her; and more if she'll let him. But who can she trust amidst the secrets and lies? A killer is out there - and Amy has nowhere to hide...
[Quelle: amazon.de]
- Ich weiß, es ist bereits auf Deutsch unter dem Titel Godspeed erschienen. Aber zum einen schreckt mich die Übersetzung ab (Elder in Junior? Also bitte!), zum anderen möchte ich ja auch mein Englisch etwas 'aufmotzen'. Und der Studentengrund schlechthin: Es war vieeeel billiger!

Darum geht's in Fesseln der Erinnerung von Nalini Singh:
Der Polizist Max Shannon verfügt über eine besondere Gabe: Er ist den geistigen Manipulationsversuchen der Medialen gegenüber resistent. Umso mehr überrascht es ihn, als er von der mächtigen Medialen Nikita Duncan persönlich auf einen neuen und äußerst brisanten Fall angesetzt wird. Ein Unbekannter hat es auf das Leben von Nikitas engsten Vertrauten abgesehen, und Max soll den Mörder finden, bevor er erneut zuschlägt. Ihm wird die attraktive Mediale Sophia Russo an die Seite gestellt, die ihm bei den Ermittlungen helfen soll. Schon bald hegen die beiden tiefe Gefühle füreinander. Doch ihre Liebe zu Max bringt Sophia in große Gefahr ...  
[Quelle: amazon.de]
- Ich freu mich so auf den neuen Band der Serie! Okay, noch mehr würde ich mich auf den drauf freuen. Max sagt mir jetzt auf die Schnelle gar nichts. Aber ich weiß, dass mich auch dieser Band wieder voll unterhalten wird!


~*~*~*~*~*~

Mein Wochenfazit

Heute habe ich über meine Woche nicht allzuviel zu berichten. Ich bin echt motivationslos... Vielleicht liegt das auch an meinem übergroßen SuB oder den mittlerweile sieben (!) Wochen Untätigkeit? Hmmmmm.

Mein Freund, der Ober-Honk
Ihr glaubt gar nicht, was ich diese Woche (wieder)gefunden habe! Vor Jahren hatte ich mir diese Special Edition zu Fluch der Karibik gekauft. Ich liebe den Film, aber nachdem wir ihn gefühlte hundertmillionen Jahre zum Einschlafen angeschaut haben, ist er mir auf die Nerven gegangen.
Deswegen durfte mein Freund ihn auch - großzügigerweise *haha* - mit nach Stuttgart nehmen (wo er ja unter der Woche arbeitet und lebt). Irgendwann fragte er mich, wo denn die DVD sei, ob ich sie gesehen hätte, denn in der DVD-Hülle sei sie nicht und er hätte sie ganz bestimmt wieder mitgebracht! Nein. Wir haben wirklich alles abgesucht, aber nichts gefunden. Ich war mir - natürlich - sicher, dass er sie verschlonzt hat. Und dann auch sauer. Auch wenn ich den Film nicht jeden Tag raushole, möchte ich ihn doch ab und an mal sehen.
Tja, das war vor gut und gerne 9 Monaten.
Am Mittwoch (oder Donnerstag?) kam ich auf die grandiose Idee unser Schlafzimmer aufzuräumen, meine Sommerklamotten zu verpacken, Sommerschuhe ebenfalls und unsere Winterjacken zu waschen. Da ich ja meinen lieben Göttergatten in spe nun seit fast 10 Jahren kenne, hab ich auch alle Taschen seiner dicken Winterjacke durchsucht.
Ihr ahnt, was ich gefunden hab?
Genau!
In eine dünne CD-Hülle gequetscht, lag die Fluch der Karibik DVD, die wir so lange gesucht hatten! Ich hätte schreien, lachen und weinen mögen und war drauf und dran diesen Vollpfosten auf der Arbeit anzurufen. Aber das erschien mir dann doch sehr kindisch - und unnötig. Dabei hatten wir/ich/er echt Glück, denn die Jacke hatte ich beinahe zusammen geknüllt und einfach oben auf's Regal gepfeffert...

'Probleme', die sich von selbst lösen
Seit Wochen hab ich total trockene Füße. Ich wollte ja eigentlich nach einer Fußcreme Ausschau halten, aber irgendwie hatte ich das immer vergessen, wenn ich bei dm oder in einer anderen Drogerie war. Fast wollte ich schon hier einen Beitrag verfassen und um Mithilfe beten. Oder meine Mama anrufen, denn ich erinnerte mich dunkel, dass wir auch eine spezielle Fußcreme verkaufen... Meine Tante (Kosmetikerin, Fußpflegerin) war ja immer noch im Urlaub...
Aber dann musste ich am Montag zum Arzt und in die Apotheke. Und was bekam ich da als Geschenk? 75 ml Fußcreme mit Aloe Vera! Ich hab nicht schlecht gestaunt, denn... ich bin ja ein Kaff-Kind und das größte Geschenk, was wir von unserer Apotheke bekommen ist ein Päckchen Taschentücher, Gummibärchen oder Bonbons (nicht, dass ich mich beschweren will!). Aber dass ich eine "vollwertige" Fußcreme-Tube bekomme - das hab ich noch nie erlebt!
Ich find's ja prinzipiell toll, wenn man was in der Apotheke bekommt, wenn's auch nicht unbedingt nötig wäre (woanders kriegt man doch in dem Sinn auch nichts, oder?), aber ich freu mich natürlich auch über das Päckchen Taschentücher! Ehrlich. Aber gleich so ein Tübchen... Okay, wir verteilen bei uns zu Weihnachten auch tlle Duschgels und Cremes und all so was... Trotzdem.
Na ja, und so hat sich mein 'Problem' einfach von selbst gelöst. ;-)

Samstag, 10. September 2011

[Produkttest] Garnier Shampoo Zitrone-Olivenöl

Preis: 1,75 €, Inhalt: 300 ml
Auch dieses Garnier Shampoo ist eines meiner Lieblinge. Ich benutze es im Wechsel auch schon über Jahre. Dazu muss man sagen, dass es nicht nach den typischen Zitronenprodukten riecht. Was ich anfangs übrigens schade fand. Sondern vielmehr nach einem Italienurlaub.

Durch die Olive riecht es eher herb-frisch. Die Zitrone unterstreicht mehr den Olivengeruch als dass sie dominiert, was ich aber sehr angenehm finde.
Ob meine Haare jetzt durch das Shampoo nicht mehr so trocken und stumpf wirken, kann ich nicht 100%ig sagen. Ich bin auf jeden Fall zufrieden, denn meine Haare sahen schon mal sehr viel schlimmer aus! Der Geruch hält sich auch schön lange in den Haare (wenn man die Nase tief reinsteckt) und in der Kombi mit der Spülung (kommt nächste Woche) werden die Haare super weich und flauschig.
Dadurch, dass das Shampoo auch noch extrem schäumt, braucht man eigentlich nur wenig von dem Gel - auch wenn man lange Haare hat.

Das Zitronen-Oliven-Shampoo wird also auf jeden Fall immer mal wieder nachgekauft! Ich mag den Geruch einfach und die weich-fluffigen Haare.

Besuch von der Glücksfee

Hallo alle miteinander!

Ich schäm mich ja fast euch diesen Gewinn zu präsentieren. Nachdem ich bei vorablesen Glück hatte (übrigens ist das Hörbuch immer noch nicht da, obwohl's am Montag nun verschickt werden sollte...), hat die Glücksfee mich sogar noch mal bei Lies & Lausch bedacht. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich bei keinem von beidem damit gerechnet hätte. Ich wollte Ruht das Licht sooo gerne haben - wie viele andere auch. Und mal ehrlich, wie groß ist da die Chance tatsächlich aus einem Lostopf von hunderten gezogen zu werden. Aber ich dachte mir "Probieren kann man's ja.".

Ihr seht schon. Mein Bücherwurm ist auch ganz aus dem Häuschen. Und Nach dem Sommer erst. ;-) Ich freue mich wirklich total auf's Lesen. Die Leseprobe hat mich umgehauen. Habt ihr den Trailer gesehen? Nein?
Dann müsst ihr einfach mal einen Blick drauf werfen:


Guckt doch auch mal auf der Seite von Maggie Stiefvater rein. Übrigens ist sie auf Deutschlandtour! Hier nachzulesen. Geht jemand auf die Lesung von ihr? Ich überlege ja wirklich, ob ich nach Bamberg gehen sollte. Aber erstens muss ich relativ weit fahren, zweitens weiß ich nicht, ob ich noch eine Karte bekomme und drittens, ob die das dann überhaupt zuschicken würden. Ich würde Maggie Stiefvater wirklich gerne auch mal Live erleben. Habt ihr sie schon gesehen und ihr gelauscht?

Abschließend noch mal ein großes Danke an Lies & Lausch!