Sonntag, 6. Mai 2012

Neuzugänge KW 18 & Wochenfazit

Hallo alle miteinander!

Irgendwie scheint auch diese Woche wie ein Fingerschnips vorbeigerauscht zu sein... Vielleicht liegt's auch am Feiertag und/oder der vollen Wochenplanung? Ich weiß es nicht.
Und obwohl ich doch im Mai nichts kaufen wollte, gibt es doch Neuzugänge. Der eine hätte eigentlich schon letzte Woche mit dabei sein sollen, aber die Post war einfach zu langsam. Den anderen hatte ich (für aufmerksame Leser-chans) schon mehr oder weniger angekündigt.

Fateful habe ich mir bei eBay ersteigert. Der Einband ist so metallic, also richtig, richtig schick! Steht auch schon seit einer ganzen Weile auf meinem Wunschzettel und als ich es bei eBay entdeckte... Na ja, ihr seht ja das Ergebnis.
Dann war ich am Donnerstag noch in der Stadt, weil ich unter anderem ein bisschen für meine Literaturreportage recherchieren musste (oder einfach gesagt Ideen gesammelt habe). Als ich dann beim Club vorbeigekommen bin und ein Tischchen mit der Aufschrift "Taschenbücher - 3.33€" sah, war's um mich geschehen. Es könnte doch was Gutes dabei sein! Jap, war's auch. Splitter wollte ich nämlich eigentlich schon bei meinem letzten vierteljährlichen Kauf haben, aber die Filiale hatte es nicht mehr, ebensowenig auf der Webseite. :-( Umso besser, denn so hab ich über 2 € gespart und auch noch meinen "alle-3-Monate-Kauf" getätigt (Blutbraut muss dann halt warten...).


Darum geht's in Fateful von Claudia Gray:
Paranormal danger and intrigue fill this electrifying romance set aboard the Titanic! The RMS Titanic is the most luxurious ship in the world, but all Tess Davies wants to do is escape the overbearing family she works for. Traveling as a maid for the Lisles, Tess is trapped amid painful memories and twisted family secrets. Once their ship reaches its destination, Tess plans to strike out on her own.
Her single-minded focus shatters when she meets Alec, a handsome and mysterious upper class passenger who captivates her instantly. But Alec has secrets of his own. As she uncovers what he has been concealing, Tess quickly becomes entangled in the mystery surrounding Alec's fate. Soon Tess will learn that the danger they face is no ordinary enemy: that werewolves exist, and are stalking him and now her, too. Her growing love for Alec will put Tess in mortal peril, and fate will do the same before their journey on the Titanic is over. 
[Quelle: amazon.de]
- Ich bin sehr gespannt auf das Buch. Passend zum Titanic-Jahr und... ja, ein bisschen klingt die Geschichte doch bekannt, oder? Aber dann auch wieder nicht...

Splitter von Sebastian Fitzek:
Was wäre, wenn Sie die Erinnerung an die schlimmsten Ereignisse Ihres Lebens für immer aus Ihrem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schiefginge? Viel mehr als der Splitter, der sich Marc Lucas in den Kopf gebohrt hat, schmerzt ihn die seelische Wunde – denn seine Frau hat den Autounfall, an dem er die Schuld trägt, nicht überlebt. Da hört Marc von einem psychiatrischen Experiment, das ihn von der quälenden Erinnerung befreien könnte. Nach dem ersten Test jedoch beginnt ein Alptraum: Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein anderer Name steht an der Tür. Und dann öffnet ihm seine hochschwangere Frau …
[Quelle: amazon.de]
- Ein bisschen Psychothrill muss zwischendurch sein und was eignet sich da besser als ein Fitzek-Buch?


~*~*~*~*~*~

Mein Wochenfazit

Wie ich oben schon sagte, kam es mir (mal wieder) so vor als wäre die Woche einfach so vorbeigeflogen. Mal wieder stand alles unter Unis Fuchtel. Mal wieder bin ich kaum zum Lesen gekommen. Mal wieder muss ich das an dieser Stelle erwähnen. :-)
Apropos Uni...

Literaturkritik - Eine etwas andere Rezension
Vielleicht habt ihr gestern bemerkt, dass ich unter einem neuen Label eine Rezension hoch geladen habe. Diesmal von eben jenem Buch, das ich als Studienarbeit lesen und dazu eine Kritik schreiben musste. Ich lieg euch damit ja schon seit einer gefühlten Ewigkeit in den Ohren. Am Freitag sollten/durften wir diese vortragen. Im Anschluss hab ich auch extra noch mal unseren Dozenten gefragt, ob ich die Kritik auch hier auf meinen Blog stellen dürfe.
Tatsächlich hatte ich erst etwas Bammel sie vorzulesen. Da ich mich wirklich in erster Linie auf das Buch und den Inhalt eingeschossen hatte und nicht wie die anderen auch Zusatzinfos (zum Autor, zum Afghanistan-Einsatz etc.) eingebaut habe.
Aber meine Panik war unbegründet. Die Kritik wurde - trotz fehlender Infos - gut aufgenommen, als "super" und "originell" betitelt. Klar, es gäbe noch die ein oder andere Verbesserung, meine Meinung hätte ich deutlicher ausdrücken können (Problem: Ich finde das Buch weder schlecht noch herausragend. Deswegen auch keine Bewertung, weil ich finde, dass meine übliche Bewertung dem Buch nicht gerecht werden kann.), aber im Großen und Ganzen hat es gepasst - zum Glück.
Ich hatte wirklich überlegt (vor dem Vortrag), ob ich sie euch präsentieren soll oder nicht. Zum einen, weil ich das Buch ja lesen "musste", zum anderen, weil ich eben keine richtige Meinung dazu habe/hatte. Was ich aber total gut fand, dass ich mich mit meinen Kommilitonen austauschen und das Buch, den Inhalt, die Symbole und Metaphern diskutieren konnte.
Wenn ich's hinkriege, wird es demnächst noch eine Literaturkritik geben - ebenfalls für ein Unibuch. Mal sehen.
Was haltet ihr von dieser Form einer Rezension? Gut? Schlecht? 

Klamottenrausch
Okay, so schlimm dann auch nicht. Aber ich hatte mal wieder das Bedürfnis Klamotten zu kaufen. Bzw. brauche ich sie teilweise wirklich!
Um die Lederjacke (rechts) schleiche ich schon seit Wochen. Sie war bei C&A von 49 € auf 29 € heruntergesetzt. Da meine "alte" schon ziemlich zerfleddert aussieht, musste diese hier einfach bei mir einziehen. Tatsächlich ist sie aber nicht schwarz, wie es auf dem Bild scheint, sondern dunkelblau, teilweise ein bisschen jeansfarbig (diese Farbe zwischen dunkelblauer und hellblauer Jeans).
Ganz unfein hab ich euch dann auch noch den Rock drunter eingesetzt. Ein ganz normaler kurzer Rock (4,50 € bei C&A), den ich auch schon in schwarz habe. Im Laden sah er türkis aus, zu Hause wasserblau mit einem leichten türkis-Stich... Egal! Ich find ihn toll. :D

Aussicht auf die nächste Woche
Heute Abend wird es noch (verspätet) meinen Monatspost geben. Ich hab's leider nicht eher geschafft. Eigentlich hätte er gestern erscheinen müssen, aber das war schlichtweg nicht drin. Dann eben heute, obwohl ich eigentlich keine zwei Posts an einem Tag mag... Da ich aber für morgen schon einen Beitrag geplant habe und ich die Statistik nicht noch länger aufschieben wollte, mache ich mal (haha) eine Ausnahme.
Die nächste Woche ist auch wieder voll verplant. Wahrscheinlich wird es dann auch am Sonntag kein Wochenfazit geben. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich das am Montag nachholen.
Wie erwähnt, wird morgen (wahrscheinlich) ein Beitrag kommen, am Mittwoch der Mitwochspost (diesmal unter dem Label Produkttest) und ansonsten wird es ruhig sein. Tatsächlich habe ich nämlich auch alle ausstehenden Rezis abgehakt.

Erinnerung
Ich möchte euch alle noch einmal dazu aufrufen an der Aktion Wanderbuch Harold Fry teilzunehmen! Schreibt mir einfach eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar mit eurer Mail-Adresse!
Außerdem auch noch einen kleinen Stubs Richtung Tauschbücher. Evtl. wird's da auch bald wieder Neues geben.

Samstag, 5. Mai 2012

[Literaturkritik] Kriegsbraut von Dirk Kurbjuweit

Frauen in Afghanistan? Geht nicht? Geht doch! Oder?

Dirk Kurbjuweit versucht in seinem neuesten Roman die Erfahrungen einer deutschen Soldatin zu schildern. Er enthüllt eine ganz andere Perspektive auf den Krieg in Afghanistan, aber einen stereotypen auf die Gefühlswelt einer jungen Frau.  


PENG, PENG, PENG. Ratter, ratter, ratter. Schreien. Explosion. Staub. Rauch. Verwundete. Sirenengeheul. Dröhn, dröhn, dröhn. KRACH, BUMM, PENG.

So kennen wir den Krieg. Aus den Nachrichten. Aus alten und neuen Filmen. Je brutaler, desto spektakulärer. Laut ist der Krieg. Ständig werden Schüsse abgegeben. PENG, PENG, PENG. Die deutschen Soldaten auf dem Vormarsch. Furchtlos. Kämpfend. Männer.

Und Afghanistan? Was verbinden wir mit dem südasiatischen Binnenstaat? Hindukusch? Wüste? Karge Landschaft? Taliban? Krieg? Kurbjuweit beschreibt in seinem Roman Kriegsbraut die Berge als „gelbbraun, schroff, faltig“ mit weißen Kuppen „als läge eine weiße Hand auf dem Gipfel“. Eine „gelbe Landschaft“. Die Taliban sind die bösen Geister in Kriegsbraut. Immer da, drohend, aber doch nicht anfassbar. „Ein Krieg, hatte sie (Esther) immer gedacht, ist laut, nun starb sie an der Stille.“ So zieht sich der Krieg durch den gesamten Roman. Ruhig, nervenzehrend, still. Afghanistan zusammengefasst? „Diese fürchterlich nackten Berge, die hermetischen Dörfer, die grimmigen Männer und unsichtbaren Frauen, die Taliban, der so merkwürdig leise Krieg.“

In dieses Setting verschleppt Dirk Kurbjuweit den Leser in Kriegsbraut. Die Kriegsbraut, die deutsche Soldatin, der Leutnant: Das ist Esther, Esther Dieffenbach. Geboren in der DDR, dort aufgewachsen, mit zehn die Wende, studierte Informatikerin, Bardame und 2006 in Afghanistan stationiert – in der „gewaltigen Ödnis“ und mit Frauen in blauen Burkas. Aber erst mal von vorn.

Zu Beginn gewährt Kurbjuweit einen kurzen Einblick aus Afghanistan, 2006. Doch wie kommt eine junge Frau in dieses Land? Die Wurzel diesen Übels liegt zwei Jahre zurück: Esther hat sich von ihrem langjährigen Freund Jasper getrennt. Sie will ausbrechen, Neues erleben, ihr eigenes Leben leben. Statt als Informatikerin zu arbeiten, jobbt sie in einer Bar in Berlin. Sie ist ausgeglichen, wild, frei, aber hungrig nach mehr. Dort lernt sie Thilo kennen. Einen Filmemacher, verheiratet, Kinder.

Aber Esther stört die Moral nicht. Nein. Sie beginnt eine Affäre, lernt Frau und Kinder kennen und versteht dann, dass sie nie ein Leben mit Thilo allein führen wird.

Was macht die emanzipierte Frau dann? Genau. Sie meldet sich zur Bundeswehr. Am besten gleich sofort nach Afghanistan. So ähnlich ist es dann auch. Esther sucht das Abenteuer und doch muss sie feststellen, dass der Krieg kein Abenteuer ist. Nicht einmal das, was sie aus den Nachrichten kennt. Das Lager ist tröge und öde. Sie reißt sich um den Posten, zu einer Schule weit draußen im afghanischen Land zu fahren. Nur um sich dort mal wieder als Frau beweisen zu müssen. Sie lernt den Schulleiter Mehsud näher kennen und – unvermeidlich – verliebt sich in ihn.

Nein, Esther ist kein Teenager mehr, der seine Hormone nicht ganz unter Kontrolle hat. Esther ist 26, 27, so genau wird es im Roman nicht erwähnt. Eine erwachsene Frau. Soldatin. Leutnant. Und doch wegen Liebeskummer in Afghanistan.

Vom Krieg erfährt der Leser nur wenig. Indirekt. Es ist stetig dasselbe: Lager, Fahrt zur Schule, zurück, Lager, Stube. Doch die Stimmung, die Kurbjuweit beschreibt, wird immer drückender – genau wie die afghanische Hitze. Die Sprache ist bildlich, metaphorisch. Die Beschreibung einer Schlucht klingt so: „Die Felsen links und rechts der Zufahrt standen eng beieinander, kippten fast aufeinander zu, als wären sie bereit, wirklich zu kippen und dieses Tor zu verschließen, um bewahren und verdauen zu können, was sie sich einverleibt hatten.“ Kurze Satzfragmente wie Erinnerungsfetzen werden dann, wie hier, von langen Sätzen – ganz unjournalistisch – abgelöst. So entsteht immer wieder der Eindruck von Heranzoomen und Wegzoomen. Ran, weg, ran, weg. Fokussieren, nicht so detailliert, selbst im Kopf ergänzen.

Ein Schuss fällt. PENG. Die Taliban greifen an! Das waren die Taliban! Die haben einen Kameraden getroffen! Alle aus den Stuben!

Nein, so ist das nicht. „Der Oberfeldwebel war pissen, und bei dem, der ihn sichern sollte, hat sich ein Schuss gelöst, und die Kugel ist dem Oberfeld durch den Rücken in den Bauch gefahren und vorne wieder raus.“ Schlimme Sache, aber er überlebt’s. Das nächste Gefecht lässt auf sich warten. Lager, Schule, Lager, Schule. Esther hat Angst vor Kochtöpfen, weil die Taliban da Bomben reinstecken und wenn man den Deckel hebt – KABOOM! Die Nerven liegen blank. Die Gegend spiegelt das wieder: Kahl, sandig, heiß.

RATTER, RATTER, RATTER. Auf dem Rückweg von der Schule geraten Esther und ihre drei Kameraden unter Beschuss. Die Schüsse schlagen in die Fahrzeuge und neben die Soldaten ein wie kleine Bomben. Zwei Tote auf deutscher Seite. „Habt ihr irgendwelche Zivilisten gesehen?“ Die Amis kommen zur Hilfe. Im Hubschrauber. Zisch. Bumm. Weg ist der Hof. Waren doch Zivilisten dort? Mutter, zwei Kinder?

Alles in Ordnung? Volltreffer. „Na dann, Honey. Habt einen schönen Tag.“, zwitschert die amerikanische Pilotin und weg ist die Unterstützung. Mit den Folgen muss Esther allein klar kommen. Fünf tote Taliban, dazu eine Frau, zwei Kinder. Hätte Esther den Tod von Mutter und Söhnen verhindern können?

Nicht nur Taliban getroffen, auch Zivilisten. Ein offenes Geheimnis in der Bundeswehr, obwohl Esther – allen Vorurteilen zum Trotz – nicht getratscht hat. Sonst wussten nur Männer davon. Esther verkeilt sich danach immer mehr in der Liebesgeschichte zu ihrem Mehsud, dem afghanischen Schuldirektor. Ihm öffnet sie sich langsam. Sonst ist sie eher schweigsam, weil Schweigen die Familie zusammen hält. Denn Esther ist in der DDR geboren. Die Mutter Meeresbiologin, aber doch mit typischem Rollenbild des Heimchens am Herd. Dem Vater untergeordnet. Doch Schweigen – das kann Familie Dieffenbach.

Ist die Stille und das Schweigen, die Ereignislosigkeit nun der wahre Krieg? Die Frau, die Soldatin aus Liebeskummer wurde? Der Eindruck drängt sich in Kurbjuweits Roman auf. Schon im Titel verbindet er zwei Gegensätze. Einmal mit Krieg das Grausame, die Schattenseiten, die Brutalität. Mit Braut das Weibliche, Geordnete, die Weichheit. Die Sicht aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der Kriegsbraut Esther, einer jungen Frau, die von ganz anderen Gefühlen und Gedanken getrieben wird als man es von Soldaten annehmen würde. Die durch eine fixe Idee in den Krieg zieht und nicht daran denkt als Braut zurück zu kommen.


Dirk Kurbjuweit: Kriegsbraut;
Rowohlt Berlin, 2011;
336 S., 19,95 €

Freitag, 4. Mai 2012

[Rezension] Flammen der Begierde von Kresley Cole

8. Band

Inhalt:
Die Walküre Lucia ist mit einem Fluch belegt, der sie unvorstellbare Schmerzen erleiden lässt, sollte sie ihr Keuschheitsgelübde brechen. Jahrhundertelang hat sie jeder Versuchung widerstanden – bis Lucia auf den dunklen Prinz der Lykae trifft! Garreth MacRieve weckt in Lucia eine lang verborgene Leidenschaft, die sie an den Rand der Verzweiflung treibt ...

[Quelle: egmont-lyx.de]



>>Leseprobe<<



Lucia hat vor langer, langer Zeit einen Fehler begangen. Die Konsequenzen dafür muss sie noch heute tragen. Aber nicht nur ein Fluch begleitet ihr Leben, sondern auch eine Gabe, die sie zur besten Bogenschützin weltweit macht. Lucia ist in ihrem Koven die vernünftige unter den Walküren, bedacht und eher ruhig. Bis sie eines Tages auf den Dunklen Prinz der Lykaner trifft: Garreth MacRieve. Der Werwolf weiß sofort, wer vor ihm steht: Seine Gefährtin!
Doch Lucia ist die Jägerin und lässt sich nicht so einfach einfangen...

Der achte Band der Immortals After Dark Reihe.
Es gibt hier einige Überschneidungen mit den vorangegangenen Bänden. Insgesamt kann man den Band sicherlich auch unabhängig von den anderen lesen. Ich würde aber empfehlen zumindest Nacht des Begehrens und Versuchung des Blutes vorher zu lesen. Der Band enthält jetzt zwar keine direkten Spoiler zu den beiden erwähnten, aber ich denke man hat mehr Spaß erst Nacht des Begehrens, Versuchung des Blutes und anschließend Flammen der Begierde zu lesen.
Ich fange diesmal erst mit meinen Kritikpunkten an: Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber mir geht es langsam ein bisschen auf den Zeiger, dass der weibliche Part immer die Jungfrau sein muss (egal wie alt - und wir sprechen hier nicht von "Jugendlichen"). Oder zumindest sehr unerfahren. Gerade bei Kresley Cole stößt mir das doch öfter auf. Wohingegen der Mann immer schon der absolut sexerprobte Hengst ist - sorry. Das ist so unglaubwürdig und... nervig einfach. Mir ist durchaus bewusst, dass es früher für die weiblichen Mythenweltbewohner etwas schwer gewesen sein muss (in "unserer" Welt), denn sie waren/sind halt nun mal Frauen. Aber die Mythenwelt an sich scheint ja anders hierarchiert zu sein...
Einerlei. Was mich auch ein bisschen... enttäuscht hat, ist, dass man nichts von Lucias frühester Vergangenheit erfährt. Die Begebnisse mit ihrem Fluch werden zwar durchaus logisch aufgeklärt, aber eine Frage stellt sich trotz allem noch, die nur vage beantwortet wurde. Die Frage ist nun, ob das Absicht war, weil es eventuell in einem folgenden Band noch wichtig wird/werden könnte oder ob es einfach vergessen wurde. Ich weiß es nicht.
Was aber alles wieder herausreißt - und ich werde niemals müde das zu betonen - ist Coles Schreibstil. Diese Frau schreibt einfach dermaßen fesselnd, bildlich und sinnlich, dass meine Augen quasi wie Saugnäpfe an den Seiten hängen und ich das Buch am liebsten mit Klebstoff an meinen Händen festkleben würde, damit ich es ja nicht weglegen muss. Mich begeistert die Mythenwelt - auch wenn man diesmal nicht so viel Neues und Tieferliegendes erfährt - immer wieder.
Besonders fasziniert mich, neben dem Aufbau, auch, wie Cole es schafft so viele Handlungen teilweise parallel laufen zu lassen ohne dass es langweilig wird einem bestimmten Strang zu folgen. Fehler oder Unlogik hab ich bisher (noch?) nicht entdeckt. Als Leser kann man sich an bestimmten Punkten aus den anderen Bänden orientieren, was einerseits zu einem Aha-Effekt führt und andererseits wiederholt ohne dass es wirklich aufdringlich wäre.
Den Plot fand ich diesmal nicht ganz so megaspannend, aber das Ende hat definitiv Lust auf viel mehr gemacht. Apropos "Lust": Auch hier gibt es wieder ziemlich explizite und heiße Szenen. Denn eine große Prise Erotik ist bei jedem Cole-Band unabdingbar. Man muss diesen Kniff mögen, dann hat man sehr viel Spaß damit in die Mythenwelt abzutauchen.

Kurz: Einige Überschneidungen, ein paar kleine Kritikpunkte, aber dennoch wieder ein sehr schöner Band. Das Ende macht vor allem auf den folgenden extrem neugierig. Kresley Cole wie man sie kennt und liebt.



Weitere Informationen:
Verlag: EgmontLYX
Übersetzer: Bettina Oder
Taschenbuch, kartoniert mit Klappe
Seiten: 480
Originaltitel: Pleasure of a Dark Prince
Reihe: Immortals After Dark
ISBN: 978-3-8025-8610-1
Preis: [D] 9,99 €
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Donnerstag, 3. Mai 2012

[Rezension] Du oder die große Liebe von Simone Elkeles

3. Band

Inhalt:
Eigentlich wollte Luis Fuentes sich auf der Hochzeit von seinem Bruder Alex mit dessen Freundin Brittany nur mit den Mädchen amüsieren – aber dann trifft er Nikki und verliebt sich postwendend in sie. Doch das Letzte, was Nikki will, ist, sich nach dem Fiasko mit Marco auf einen weiteren Latino-Macho einzulassen – und so gibt sie Luis einen Korb. Blöd nur, dass der überaus attraktive Luis ihr seit ihrem ersten Treffen partout nicht mehr aus dem Kopf geht! Noch blöder allerdings, dass Luis gerade, als die Sache zwischen ihm und Nikki ernst wird, in die Fänge der gefährlichen Latino Blood Gang gerät ...

[Quelle: randomhouse.de]


>>Leseprobe<<



Als Luis auf der Hochzeit seines älteren Bruders Alex ist, trifft er seinen Engel: Nikki. Doch Nikki versucht allem zu entgehen, was auch nur entfernt an eine Liebesbeziehung erinnert. Jungs sind schließlich alle doof, denn Nikki hat Liebeskummer wegen einem, der sie gewaltig an Luis erinnert.
2 Jahre später zieht Luis mit seiner Mutter in die alte Heimat nach Chicago und begegnet Nikki wieder. Doch die will immer noch nichts von ihm wissen - aus gutem Grund, denkt sie. Ob Luis ihr doch seine aufrichtige Liebe beweisen kann?

Der dritte und letzte Band um die Fuentes Brüder.
Zum Schreibstil kann ich nur immer wieder sagen: Absolut fesselnd und absolut unvergleichlich. Denn Simone Elkeles hat es mal wieder geschafft, mich vollkommen in die Geschichte um die Fuentes-Brüder hinein zu ziehen. Auch wenn sich die Inhaltsangabe, wie auch bei den vorherigen Bänden, jetzt nicht so extrem spannend anhört, wissen Kenner doch: Das täuscht nur!
Luis ist anders als seine Brüder. Er war und ist kein Krimineller, aber vor allem ein Beschützer - das haben die drei wohl dann doch gemeinsam. Er ist selbstsicher, aber kein Macho oder zu überzeugt von sich. Seine Familia steht an erster Stelle, was später noch zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt wird. Anfangs dachte ich echt, dass es mit Luis weniger... ähm, mexicano Probleme geben wird. Aber dann fiel mir eine Andeutung in den Vorgängerbänden ein, die mich dann aber doch überrumpelt hatte!
Zugegeben diese Wendung oder vielmehr ihre Konsequenzen fand ich etwas gezwungen. Nachvollziehbar in jedem Fall - keine Frage. Auch hat es mich - ja, ja - ein bisschen gestört, dass auch wieder Luis als... "großer Macker" hingestellt wird. Er ist, wie seine Brüder in den vorherigen Bänden, erst 17! Bei Alex, okay, eine Sache. Bei Carlos? Er ist eben der Großkotz und Draufgänger. Aber Luis? Nein, ich erwarte nicht, dass er jungfräulich ist, aber auch hier hatte ich (wieder) das Gefühl, dass er schon einmal im ganzen Staat war - böse ausgedrückt.
Ich kritisiere hier echt auf hohem Niveau und wer den Band liest ohne die Vorgänger zu kennen (möglich, verdirbt aber vielleicht ein bisschen den Spaß auf die ersten beiden Bände), dem wird das (vielleicht) auch nicht so negativ auffallen.
Nikki ist eine ganz herzliche Person. Anders als Brittany und Kiara. Nicht nur, weil sie eine Latina ist, die kein Spanisch spricht, sondern weil sie "verstecktes Temperament" hat. Nikki ist nicht offensichtlich schnell aus der Ruhe zu bringen, geht auch eher kühl mit ihrer Umgebung um und doch offenbart sie in manchen Szenen ein ganz bestimmtes Feuer und Kampfgeist.
Tatsächlich spielen auch wieder Alex und Carlos eine Rolle im Buch, eine untergeordnete, aber immerhin. Vor allem gibt es eine Szene mit den drei Brüdern und ihren Freundinnen, die so herzlich, lustig und einfach familiär ist... Wen das nicht berührt, der muss ein Herz aus Stein haben. Ich hab mich jedenfalls auf jeder Seite, in jeder Zeile und bei jedem Satz auf hohem Niveau unterhalten gefühlt. Der Epilog rundet die Geschichte um die Fuentes-Brüder dann noch ab, obwohl ich zugeben muss, dass ich es schon mit einem weinenden Auge sehe, weil mir alle Protagonisten während der drei Bände sehr ans Herz gewachsen sind.
Nach dem ersten Band konnte ich mir, ehrlich gesagt, nicht so gut vorstellen, ob mich die Geschichte um Carlos und Luis noch so mitziehen kann. Immerhin sind es ja "die kleinen Brüder", aber die beiden konnten mit meinen 'Vorurteilen' aufräumen, durchwirbeln und mich vollauf mitziehen.

Kurz: Ein gelungener Abschlussband um die drei aufwirbelnden Brüder. Auch Luis und Nikki wissen mit ihrer lustigen, tragischen und herzergreifenden Geschichte wieder auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Trilogie sollte in keinem Buchregal fehlen, weil sie auch eine Geschichte zum immer und immer und immer wieder lesen ist!



Weitere Informationen:
Verlag: cbt
Übersetzer: Katrin Weingran
Taschenbuch
Seiten: 384
Originaltitel: Chain Reaction
Reihe: Fuentes
ISBN: 978-3-570-30808-0
Preis: [D] 8,99 €
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Top Ten Thursday #62

Klick und ich werde "groß" :)
Gehostet wird der TTT von Alice.

Ich weiß leider nicht mehr bei jedem Buch 100% genau, wie lange ich gebraucht habe. Ich weiß, dass ich definitiv Er liebt mich, er liebt mich nicht, Whisper und Du oder das ganze Leben an einem Tag durch hatte. Bei den anderen ist es mehr das Gefühl sie wirklich sehr schnell gelesen zu haben als es wirklich wissen.
Vampirsohn steht stellvertretend auch für einen Großteil der Black Dagger Romane, weil ich die verschlungen hab (bis auf ein, zwei Ausnahmen). Ebenso Du oder das ganze Leben für die drei Fuentes-Bücher, die ich ebenfalls sehr fix durch hatte. Und natürlich die WAKE-Reihe, die ich ebenfalls sehr, sehr schnell gelesen habe.
Tatsächlich ist Harry Potter und der Orden des Phönix der einzige Harry Potter von dem ich weiß, dass ich ihn mehr inhaliert habe als gelesen. Natürlich will ich die Reihe nicht abwerten und die anderen habe ich ebenfalls schnell gelesen. Aber gerade dieser Teil hat mich damals bis in die frühen Morgenstunden gefesselt und erst gehen lassen als ich den letzten Satz gelesen hatte.
Natürlich habe ich im Rahmen der 7 Tage - 7 Bücher Challenge noch einige Bücher an weniger als einem Tag verschlungen. Aber das waren ja auch besondere Umstände. ;-) Weswegen ich auch nur sporadisch ausgewählt hab.

Mittwoch, 2. Mai 2012

[TV-Tipp] SternTV

Hallo alle miteinander!

Gerade eben läuft noch oder lief ein Beitrag über die Momox GmbH. Der Geschäftsführer war/ist im Studio und hat auch ein paar Fragen beantwortet.
Die App zum Scannen der Bücher (zum Wiederverkauf) wurde getestet und man erhielt auch einen Einblick hinter die Kulissen. Ähnlich wie es Galileo (ich glaube) Anfang des Jahres schon mal gebracht hat!

Edit:
Eine kurze Zusammenfassung:
Der Reporter hat sich sozusagen in verschiedene Haushalte "eingeladen", wo sie dann alte Bücher ausgekramt haben. Dann hat er den Preis mit der App gescannt und geschaut, was es noch gibt und in die Kiste gepackt.
Anschließend sind sie dann zum Lager nach Berlin und haben halt gezeigt, wie das Lager sortiert ist (da hab ich nen Teil nicht mitbekommen).
Danach ging's ins Studio und der Chef wurd halt gefragt, wie er drauf kam etc. Er hat dann auch noch erzählt, wie's kommt, dass ein Buch z. B. für 90 Cent angekauft, aber für über 4 € verkauft wird (weil halt Lagerkosten, Mitarbeiter, Marketing etc. dazu kommt).
Joah, und dann haben sie noch nen Test mit zwei Büchern gemacht. XD Das war ganz lustig, weil für ein relativ Neues (von der Kristina Schröder) hätte Momox ~ 9 € gezahlt, aber neu kostet es ~ 15 €. Der Chef: "Neeeee, das kann jetzt aber nicht sein! *g*" Und alle gelacht. War schon ganz nett.

[Produkttest] Dove Shea Butter Bodylotion

Preis: 2,79 €, Inhalt: 400 ml
Eigentlich wollte ich eine ganz andere Dove Body Lotion. Eine mit kleinen Goldglitzerpartikeln, die meine Mum immer benutzt hatte... Aber scheinbar wurde die aus dem Sortiment genommen oder es gab sie nicht mehr. Anyway. Da ich ja auch ein großer Shea Butter Fan bin, habe ich mir diese ausgesucht.

In erster Linie natürlich auch wegen dem Duft. Er ist leicht parfumig, nussig, aber angenehm. Prinzipiell ziehe ich ja Fruchtdüfte vor, aber dieser hier ist eine Alternative.
Meine Haut war auf jeden Fall sehr weich, nachdem ich die Creme wenige Male benutzt habe. Der Geruch hält sich tatsächlich ziemlich lange auf der Haut. Muss man mögen und ich mag's definitiv. Besonders in der kalten Jahreszeit (habe die Creme im Winter gekauft) hat die Bodylotion gute Dienste geleistet. Sie war auf jeden Fall auch sehr ergiebig.
So alles in allem habe ich sie gute vier bis sechs Wochen benutzt und mich regelmäßig (Beine, Arme, teilweise auch den ganzen Oberkörper) eingecremet.

Werde ich beizeiten auf jeden Fall nachkaufen und/oder weitere Dove Bodylotions ausprobieren, sofern ich meine derzeitige aufgebraucht habe.

Danke liebe Glücksfee!

Hallo alle miteinander!

Ja, ja, schon wieder! Aber dann ist auch erst mal Schluss mit der Glücksfee (hoffentlich nicht, aber es steht jedenfalls nichts mehr aus). Diesmal war mir das Glück bei Stefanie von Literaturschaf hold. Ihr wisst ja noch, dass vorletzten Montag Welttag des Buches war, oder? Ganz bestimmt.
Folgendes gab es zu gewinnen:


Nachdem Die Vermessung der Welt gefühlt omnipräsent ist und wir kürzlich auch einen Beitrag zu Daniel Kehlmann gehört haben (im Literatur-Kurs), musste ich doch einfach mein Glück probieren. Ich bin total gespannt auf das Buch, zumal auch mein Uni-Umfeld scheinbar restlos von begeistert war. Da muss doch dann was dran sein, oder?
Vielen Dank also noch mal an Stefanie, dass sie mir sozusagen ermöglicht hat mitreden zu können. :D

Dienstag, 1. Mai 2012

Aller guten Dinge sind drei!

Hallo alle miteinander!

Genießt ihr alle den freien, schönen Tag?
Ich werde mich gleich wieder in Uni-Arbeiten stürzen, nachdem der Abgabetermin für die Literaturkritik immer näher rückt. Lernen sollte ich auch mal langsam - so richtig!
Diesen Post wollte ich euch eigentlich schon gestern präsentieren, aber aufmerksame Leser-chans können sich bestimmt daran erinnern, dass es in die Anatomie nach Erlangen ging! Nachdem mein Uni-Tag also morgens um 8.15 Uhr startete (wenn ihr mich fragt absolut zu früh!) bis 13.15 Uhr andauerte, Mittagessen in der Mensa, diverse Dinge erledigen und dann um 18 Uhr in die Anatomie. Fertig waren wir um ca. 22 Uhr. Bis ich zu Hause war, war's dann ca. 23.30 Uhr. Uff! Ich werd alt. :D
Aber (!) ich habe wunderbare Post aus dem Briefkasten gefischt:

Bei Bettina habe ich kürzlich Küss den Wolf von Gabriella Engelmann gewonnen. Ich hab mich so gefreut, weil ich erstens schon sehr lange eins von Gabriella Engelmanns "Märchen-Büchern" lesen wollte, sie zweitens wohl auch sehr gut sind und drittens ... ich und Märchen und ihre Adaptionen! Das passt doch wie die Faust auf's Auge (findet auch Lady Lorelies!).
Tatsächlich gab's sogar noch eine Karte mit Widmung! *_* Okay, mein Name ist falsch geschrieben, aber das macht nichts... ;-) Peinlicherweise passiert mir das selbst oft genug...
Vielen Dank also noch mal an Bettina und Gabriella! <3

Montag, 30. April 2012

[Rezension] Das Orangenmädchen von Jostein Gaarder


Inhalt:
Georg ist 15 und lebt mit seiner Mutter, seinem Stiefvater und der kleinen Miriam in Oslo. An seinen Vater kann er sich kaum noch erinnern; er ist gestorben, als Georg vier war. Doch nun, elf Jahre später, greift Georgs Vater wieder in sein Leben ein -- mit einem langen Brief, der all die Jahre versteckt war. Die Lektüre dieses Abschiedsbriefes ist für Georg eine Reise in die Vergangenheit. Doch bald begreift er, dass es darin auch um seine Zukunft geht, zum Beispiel um die Frage, wie er es mit der Liebe hält. Und dem Leben. Sein Vater konnte ihm keine Antworten mehr geben. Aber er konnte seinem Sohn die richtigen Fragen stellen.

[Quelle: dtv.de]


>>Leseprobe<<



Als Georg vier war starb sein Vater. Georg kann sich nicht mehr an ihn erinnern - oder doch? Jetzt ist Georg fünfzehn und er weiß nicht, ob seine Erinnerungen "echte" Erinnerungen an seinen Vater sind oder nur "eingebildete" Erinnerungen - von Fotos und Videos, aus Erzählungen.
Georg lebt mit seiner Mutter, seinem Stiefvater und seiner kleinen Halbschwester immer noch im selben Haus in Oslo. Als eines Tages plötzlich seine Großeltern (väterlicherseits) auftauchen und ihm etwas ganz besonderes mitbringen: Einen Brief von seinem toten Vater an Georg adressiert. Dort schildert der Vater sein Erlebnis mit dem "Orangenmädchen" und schreibt den Brief in die Zukunft: An den 'großen' Georg.

Normalerweise entspricht Das Orangenmädchen nicht ganz meinem Beuteschema. Es hörte sich aber gut an, war dünn und der Autor kam mir auch bekannt vor. Ach ja, von Sofies Welt. Nein, gelesen hab ich dieses Buch nie, denn auch das entsprach nicht wirklich meinem Beuteschema. Aber dem Autor wollte ich eine Chance geben.
Ich will jetzt das Buch nicht schlecht machen, denn das ist es nicht. Es gab herzliche und rührige Szenen - keine Frage. Die Idee verdient auch einen Bonuspunkt. Nicht nur, weil der (sterbende) Vater dem Sohn in der Zukunft einen Brief schreibt, sondern auch wegen der Idee rund um das Orangenmädchen.
Das Buch wird aus zweierlei Sicht erzählt: Einmal aus Georgs-Sicht (Ich-Perspektive) und einmal aus der Sicht, in Briefform (mehr oder weniger) seines Vaters (ebenfalls ich Perspektive). Dadurch, dass Georg zum Geschehen Kommentare einwirft, Fragen beantwortet, die ihm sein Vater stellt(e), ist es auch manchmal eine Art Dialog zwischen den Beiden. Es ist schon ein recht dynamisches Buch und trotz seiner wenigen Seiten steckt unglaublich viel darin.
Es ist eine sehr philosophische Geschichte, finde ich. Denn Georgs Vater Jan-Olav erzählt nicht nur seine eigene große Liebesgeschichte, sein Leben, sondern streut immer wieder seine Gedankengänge ein - ähnlich wie sein Sohn. Georg schreibt ein bisschen jünger, direkter, konzentrierter, wirkt aber dennoch schon reifer. Beide sind sympathisch - keine Frage, doch Jan-Olav hat mich teilweise ein bisschen verzweifeln lassen. Er ist ein Träumer, muss man dazu sagen. Ein bisschen wie ein Goldfisch, der sich - scheinbar - nicht wirklich lange auf eine Sache konzentrieren oder sich gar für eine 'Traumwelt' entscheiden kann.
Das hat manch eine Passage wirklich schwer gemacht. Anfangs war es vielleicht noch niedlich, aber nach ein paar Seiten ging mir diese Träumerei und diese Hirngespinste echt auf die Nerven. Da fing es an mich zu quälen. Zum Glück hat es nie so lange gedauert. Zwar spielte ich zwischendrin mit dem Gedanken das Buch abzubrechen, aber ich wollte doch wissen, wer nun 'das Orangenmädchen' ist, obwohl ich es mir fast von Anfang an schon gedacht habe.
Woran Jan-Olav, bzw. Georgs Vater, nun genau gestorben ist - da kann ich nur mutmaßen. Es wäre schön gewesen, wenn man das noch genauer erfahren hätte.
Wer ein etwas tiefgründigeres Jugendbuch sucht, das in gewisser Weise dem Sinn des Lebens nachgeht. Wer sich gern in Gedankenwelten verliert und "Was wäre wenn..." spielt, der ist hier sicher richtig. Meins war's nicht ganz.

Kurz: Stellenweise etwas zäh und etwas zu träumerisch. Eine philosophische Komponente lässt sich auch nicht von der Hand weisen. Eine etwas schwere, nachdenkliche Lektüre über das Leben, die Liebe und das Glück.



Weitere Informationen:
Special zum Autor
Verlag: dtv
Übersetzer: Gabriele Haefs
Taschenbuch
Seiten: 192
Originaltitel: Appelsinpiken
ISBN: 978-3-423-13396-8
Preis: [D] 8,90 €

Sonntag, 29. April 2012

[Rezension] 0.4 Eine perfekte neue Welt von Mike Lancaster


Inhalt:
Ein einziger Moment, eine einzige Entscheidung, können manchmal das ganze Leben verändern. Als der fünfzehnjährige Kyle Straker sich als Freiwilliger für eine Hypnosevorführung meldet, ahnt er nicht, dass er damit sein Schicksal besiegelt. Denn als Kyle aus seiner Trance erwacht, erwartet ihn ein unglaublicher Anblick: Alle anderen Einwohner seiner Stadt, seine Familie und Freunde sind reglos eingefroren. Kein Blinzeln, kein Beben der Nasenflügel – nichts und niemand bewegt sich mehr. Als die Menschen endlich erwachen, wird alles nur noch schlimmer. Für Kyle beginnt ein wahrer Albtraum: Alle um ihn herum sind wie ausgewechselt und er fühlt sich zunehmend bedroht. Zwar ist er angeblich in einer perfekten neuen Welt erwacht. Doch wie perfekt ist eine Welt, in der er nicht sein darf, wer er ist?

[Quelle: oetinger.de]


>>Leseprobe<<



Kyle lebt in einem kleinen Ort, wo jeder jeden kennt. Einmal im Jahr findet eine ganz besondere Veranstaltung statt: Ein Talentwettbewerb, zudem fast das ganze Dorf kommt. An diesem Wettbewerb nimmt auch Kyles Freund Danny teil, der die Leute hypnotisieren will.
Doch dann geschieht etwas... Kyle hat sich freiwillig gemeldet sich hypnotisieren zu lassen, aber als er und die anderen drei Freiwilligen wieder "aufwachen", ist nichts mehr wie es war...

Der Inhalt ist wirklich schwer zusammen zu fassen, wenn man nicht will, dass man zu viel verrät. Ich kann nur so viel sagen, dass es ein wirklich eindringliches Buch ist. Erst passiert nicht viel, man lernt die Protagonisten kennen, allen voran natürlich Kyle und genau diese eine Wendung ist Dreh- und Angelpunkt des gesamten Plots.
Aber erst einmal allgemein: Das Buch ist abgeschlossen und anders. Das sieht man schon allein an der Gestaltung. Nach dem Inhaltsverzeichnis wird der Leser vorm Weiterlesen gewarnt. Es folgt eine Vorbemerkung des Herausgebers (= Autors). Der Roman ist eine Erzählung von Kyle, die er auf Kassette gesprochen und aufgenommen hat - in Buchform. Gleichzeitig gibt es immer wieder Bemerkungen vom 'Herausgeber', die etwas (aus der 'Zukunft') erklären. Auch im Nachwort meldet sich wieder der 'Herausgeber' zu Wort und schließt das Buch damit ab.
Wie schon erwähnt, wird die Geschichte von Kyle aus der Ich-Perspektive erzählt. Er schildert seine Erlebnisse einer... nein, unserer Welt. Doch plötzlich ist von einem Augenblick auf den anderen alles anders. Das weiß man als Leser schon vorher, dass etwas im Argen liegt, dass etwas eingreifendes passiert ist, aber was genau findet man nur Stück für Stück - wie Kyle selbst - heraus.
Dem ein oder anderen mag der Anfang etwas zu zäh sein. Es wird lange darüber spekuliert, was genau passiert ist. Ich habe auch jegliche Optionen beim Lesen immer wieder hin und her geschoben, aber ein richtiges Bild kam nie so ganz raus. Es ist sehr spannend aufgebaut, es geht immer um dieses eine Rätsel, was denn los ist. Brotkrumen werden verfolgt - im wahrsten Sinne des Wortes. Bis es dann zum Schluss aufgelöst wird. Selbst durch die Anmerkungen erhält man keinen wirklich Hinweis.
Kyle selbst als Charakter ist ein netter Junge. Er erzählt seine Geschichte gut und eindringlich. Später konnte ich mehr mit ihm mitfühlen, obwohl ich von Anfang an mit ihm mitfieberte. Die anderen Charaktere werden (natürlich) nur durch Kyle gefiltert und so erfährt man jetzt nicht so extrem viel über sie. Ich würde behaupten, dass hier auch mehr der Plot und die rätselhaften Ereignisse im Vordergrund stehen statt die Protagonisten (die mehr eine Art 'Werkzeug' sind).
Zum Ende gibt es ein Zitat aus dem Buch: "Nein, es gibt kein Happy End, aber ein Ende muss schon sein." (S. 257) Was hier tatsächlich so zum Nachdenken und Nachgrübeln einläd ist das Ende. Nicht nur, weil man es durchaus weiterspinnen kann, obwohl die Geschichte an sich erzählt ist. Sondern auch, weil man sich dem vollen Umfang der "Wendung" bewusst werden kann (sollte/muss).

Kurz: Eine andere Art von "Zukunftsroman", den ich gar nicht so recht einordnen kann. Man könnte es als "Dystopie" bezeichnen, aber vielleicht auch als "Utopie". Kyles Geschichte läd zum Nachdenken ein, zum miträtseln und auch zum mitfühlen.



Weitere Informationen:
Trailer
Verlag: Oetinger
Übersetzer: Peter Knecht
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 272
Originaltitel: 0.4
ISBN: 978-3-7891-4120-1
Preis: [D] 14,95 €

Neuzugänge KW 17 & Wochenfazit

Hallo alle miteinander!

Schon wieder eine Woche rum! Kommt's mir nur so vor oder ging die echt schnell vorbei? Ich weiß derzeit gar nicht recht, was ich als erstes machen soll... Am Abend fallen mir dann noch zig Dinge ein, die ich eigentlich hätte erledigen sollen. Kennt ihr das?
Anyway, ich hab (schon wieder) gesündigt. *seufz* Es bricht nicht ab... Ich lese echt kräftig, aber mit Studium scheinen so viele Bücher auch nicht drin zu sein. Dabei flüchte ich doch so gerne... ;_; Aber schaut doch mal selbst, worüber ich (und Lady Lorelies) mich gefreut hab:

Zwei Tauschbücher sind bei mir eingetrudelt: Die Sternen leuchten immer noch und Sweep. Bei letzterem hab ich dann ganz verblüfft festgestellt, dass es ja drei in einem sind! Diese Omnibus-Bücher scheinen derzeit in den USA echt beliebt zu sein. Ich kenn das ja schon von manchen Manga-Serien, aber so dicke Bücher (bzw. mehrere Bände in einem) hab ich bisher irgendwie noch nicht auf dem Radar gehabt. Geht's da nur mir so?
Juniper Berry ist ganz frisch als Taschenbuchausgabe erschienen. Ich hatte es vorbestellt und nur knapp 3 € für gezahlt. Ja, es ist auch schon auf deutsch erschienen und das Cover... *_* Göttlich. Es ist auch recht dünn, also ist es bestimmt auch schnell gelesen. Als Bonus gibt es dann echt tolle Illustrationen.


Darum geht's in Die Sterne leuchten immer noch von Sarah Ockler:
»Das bleibt unser Geheimnis«, sagte Matt, der Bruder von Annas bester Freundin Frankie, als er und Anna sich ineinander verliebten. Doch dann stirbt Matt bei einem Autounfall, und zu Annas unendlicher Trauer und dem Verlust kommt noch das Geheimnis ihrer ersten Liebe, das Matt mit ins Grab genommen hat. Ein Jahr später fährt Anna mit Frankies Familie in den Sommerurlaub nach Kalifornien. Dort sollen sie beide, so Frankies erklärtes Ziel, endlich einmal wieder Spaß haben und eine richtige Sommerromanze erleben. Von Annas Angst, sich auf etwas Neues einzulassen und darüber womöglich Matt zu vergessen, weiß Frankie ebenso wenig wie von den Gefühlen, die Matt und Anna füreinander hegten. Doch dann trifft Anna Sam, und völlig unerwartet verliebt sie sich tatsächlich … 
[Quelle: amazon.de]
- Hat mich damals total angesprochen - und tut's immer noch. Ich bin sehr gespannt. TB-Ausgabe erscheint übrigens auch bald!

Darum geht's in Sweep 1-3 - Book of Shadows, The Coven, Blood Witch von Cate Tiernan:
The first three Sweep books bound into one gorgeous edition at a fabulous price! Morgan Rowlands never thought she was anything other than a typical sixteen-year-old girl. But when she meets Cal, a captivatingly handsome coven leader, she makes a discover that turns her whole world upside down: she is a witch, descended from an ancient and powerful line. And so is Cal. Their connection is immediate and unbreakable; Cal teases out Morgan's power, her love, her magick. But Morgan discovers too soon that her powers are strong, almost too powerful to control. And she begins to suspect that Cal may be keeping secrets from her . . . secrets that could destroy them both. 
[Quelle: amazon.de]
- Da hatte ich die deutsche Ausgabe mal im Blick, aber die englische ist mir auch recht. Ich bin schon sehr gespannt, da ich von der Autorin bisher nur Gutes gehört hab.

Darum geht's in Juniper Berry von M. P. Kozlowsky:
Be careful what you wish for.
Young Juniper Berry knows her mother and father aren't the same people they used to be. Of course, they're no longer struggling actors—they're now the most famous movie stars in the world. But it's more than that. She can't shake the feeling that something isn't quite right with them. And one rainy night, in the shadowy and sinister woods behind their mansion, she discovers she's right.
Now, it's up to Juniper to overcome her own demons in order to save the ones who couldn't.   
[Quelle: amazon.de]
- Dieses Cover! *_* Die Illustrationen! *_* Wird bestimmt ein ganz tolles Buch.


~*~*~*~*~*~

Mein Wochenfazit

Die Themen haben sich in dieser Woche irgendwie angestaut. Ein paar Sachen habe ich letzte Woche vergessen anzusprechen und hol es hier mal nach. ;-)

Facebook
Hybrid Library ist nun auch bei Facebook vertreten! Zur FB-Seite kommt ihr rechts. Ich hoffe, sie ist einigermaßen ersichtlich. Ich versuche auch immer die neuen Posts zeitnah zu übertragen, aber natürlich kann es bei Facebook dann mal vorkommen, dass ich einen Link erst später poste.
Seid bitte etwas nachsichtig mit mir, da ich ein Facebook-Neuling bin. ;-)


Blogger-Oberfläche doch neu!
Was sehe ich ben bei meiner schönen alten Blogger-Oberfläche? Das alte Design wird in den kommenden Monaten doch entfernt - toll. -.- Ja, war mir eigentlich schon klar, aber ich find's trotzdem doof! Ich werd das alte Ding so lang nutzen wie's geht!

Fürther Literaturfestival LESEN!
Vom 20.4. bis heute findet/fand das erste Literaturfest in Fürth statt. Unser Literatur-Dozent hat zwei Lesungen moderiert (oder mehr?) und zu einer sollten wir uns begeben. Deshalb war ich - mit ein paar Kommilitonen - am Freitag auf der Lesung von Jessica Durlachers neuem Roman Der Sohn.
Die Autorin war sehr sympathisch und auch die Location hat mich umgehauen. Wer sich auskennt: Die Lesung fand im Kulturforum statt, in einem kleinen, länglichen Raum im Obergeschoss. Total schön hergerichtet.
Erst gab's ein bisschen Geplänkel vornweg, ein paar Details zur Autorin und dann hat Jessica Durlacher (eigentlich Niederländerin, aber mit deutschen Wurzeln) auf deutsch (!) aus ihrem Buch vorgelesen. Auch wenn mich das Thema und das Buch mäßig interessiert haben, war es wirklich sehr schön zuzuhören. Ich werd's zwar bestimmt nicht lesen, aber schon allein die Lesung war wirklich ganz besonders. Danach hat die Autorin noch ein paar Fragen des Moderators und des Publikums beantwortet. Eine Signier"stunde" gab's natürlich auch.
Insgesamt ein toller Abend!

CiL Forum - Adieu, wenn du so bleibst!
Mein Stammforum hat Anfang April erst einmal dicht gemacht. Grund waren Wartungsarbeiten und eine Umstellung auf eine neue Forensoftware. Keiner wusste was. Da dort auch die drei großen Mangaverlage angesiedelt sind und die so direkt Kontakt zu den "Kunden" haben, hätte man ja meinen können, es hätte sich eher rumgesprochen. Nö. Selbst die Verlagsleister und -mitarbeiter wussten nichts von der (vorübergehenden) Schließung.
Immer wieder wurde der Termin verschoben und dann auch noch (meiner Meinung nach ein bisschen dreist) behauptet, dass man es ja schon vorher (lange?!) kommuniziert hätte. Aber okay, das war eigentlich nicht so schlimm.
Nein, der Albtraum begann als das Forum wieder seine Pforten öffnete...
* Neues Design: Grässlich. Wenn ich so ein Forum sehe, kehre ich eigentlich postwendend wieder um oder schließe meinen Tab. Aber es ist ja mein Stammforum... Damit könnte ich mich noch anfreunden, aber...
* PNs weg: Alle Nachrichten aus dem Posteingang sind ganz plötzlich verschwunden! Dabei hatte ich noch mit Usern geschrieben wegen einem Kauf etc... Aber auch das lässt sich alles lösen, aber...
* Schließung vieler Unterforen: Das CiL (Comics in Leipzig) Forum soll - laut eigener Aussage - ein Forum für Comics und Unterhaltung sein. Dass sich nun die Betreiber (Leipziger Messe) nun entschlossen haben einige Unterforen dicht zu machen - okay. Aber unter anderem ist auch das Literaturforum (!!!!!!!!) betroffen. Was ich mit keinem Argument nachvollziehen kann. Sollte sie die Schließung tatsächlich so beibehalten, endet für mich eine Ära.
Ja, ich war in den letzten Jahren nicht mehr besonders aktiv. Aber gerade kurz vor der Schließung habe ich noch eine anregende Diskussion im Literaturforum mit einer Userin geführt. Literatur umfasst nun mal Bücher, wie auch Comics, Manga etc. Ein Forum, das dieser Literaturspalte gewidmet ist, sollte doch auch ein "klassisches" Unterforum bereithalten - finde ich. Die Betreiber scheinbar nicht.
Man kann auch nichts mehr in diesen Foren posten und lediglich lesen: "Dieses Forum wird gelöscht." Ja super. -.- Die Kommunikation der Betreiber zu uns Usern, Mods, Verlagsleuten ist eher dürftig. Die Argumentation so gut wie nicht vorhanden und erinnert eher an einen monarchischen, absolutären Staat, statt einer Community (wovon das Forum ja lebt und womit es scheinbar auch wirbt oO).
Aber gut. Ich musste hier nur mal meinen Unmut kundtun, dass es grad ganz plöht ist. >_<

Blog-Gewinn - Überraschungspaket
Ich wurde ja gefragt, was die Gewinner denn bekommen haben, die mir bei der Namensfindung für Lady Lorelies van Readit geholfen haben.
Die Trostpreise waren je eine Karte, ein kleines Täfelchenschokolade und ein Lesezeichen (für Sarah) und ein Notizheftchen (für Anna-Lisa). Anna-Lisa hat auch ein Foto dazu gepostet: >>KLICK<<
Der Hauptpreis ging ja an Nicole und war ein Überraschungspaket im Hybrid Library Style. Sie erhielt ein Buch, eine zweibändige Manga-Serie, eine DVD, ein Puzzle, ein Lesezeichen mit Gummiband, Bonbons, Oreos, ein duftendes Teelicht, eine Packung Streichhölzer, drei Teebeutel mit verschiedenen Sorten, eine kleine Creme und eine Leseratte mit ihrem Lieblingsbuch. Genauer könnt ihr euch das hier angucken: >>KLICK<<
Es hat mir total viel Spaß gemacht und ich war wirklich erleichtert, dass die kleinen Präsente allen dreien gefallen haben! :) Ich hoffe, die drei haben ganz viel Spaß damit - das ein oder andere hätte ich ja selbst gern behalten (einiges hab ich ja auch selbst XD). <3

Erinnerung - Tauschbücher
Ich wollte euch noch mal an meine Floh-Tausch-Börse erinnern: >>KLICK<<
Demnächst werde ich auch mal wieder durch meine Regale schlendern und bestimmt das ein oder andere aussortieren.

Erinnerung - Wanderbuch Harold Fry
Außerdem möchte ich noch einmal alle dazu aufrufen, die Interesse am Wanderbuch Harold Fry haben!
Jeder darf mitmachen. Ich würde alle Interessenten nur drum bitten mir eine kurze Mail noch zu schreiben, da einige vielleicht keinen eigenen Blog haben und ich dann Mail-Adressen an den nächsten Interessenten weiter geben kann. ;-)
Ich hoffe, dass sich noch ein paar Leute finden lassen, die gern auch mitmachen und -lesen würden!

Samstag, 28. April 2012

[Rezension] Das falsche Herz des Meeres von Hilke Rosenboom



Inhalt:
Wangerooge, 1854: Leevke wird auf einem arabischen Handelsschiff von Piraten entführt! Doch dem jungen Kapitän Hanrib el Aniil gelingt es, sein Schiff zurückzuerobern. Mit dem Mädchen an Bord segelt er in Richtung Rabat … Dort bringt Hanrib sie im Palast seines Bruders unter. Umgeben von unermesslichem Luxus, hat Leevke nur ein Ziel: auszubrechen aus ihrem goldenen Käfig. Als sie fliehen kann, beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Afrika und Europa. Was sie nicht weiß: Hanrib folgt ihr wie ein Schatten …

[Quelle: randomhouse.de]


>>Leseprobe<<



Leevke Magnussen und ihre kleine Schwester Ebba verlieren in einer Nacht ihre Mutter (bei der Geburt des kleinen Bruders) und den Vater. Leevkes Vater ist Kapitän, die Familie wohlhabend - eigentlich. Doch Leevke ist minderjährig und so übernimmt der Landvogt die Vormundschaft und eine befreundete Familie nimmt Leevke und ihre Schwester auf.
Doch Leevke ist ein aufbrausendes, junges Mädchen, das sich von ihrer besten Freundin überreden lässt, auszubrechen. Weg von der kleinen Insel Wangerooge. Nach Hamburg soll es gehen. Eine Anstellung als Dienstmädchen gebe es dort zu Hauf. Wie gut, dass Leevke das Meeresherz, ein Stück Bernstein in Form eines Herzens, vor den raffgierigen Händen des Landvogts retten konnte.
Als Leevke eben jenes Stück an Händler verkaufen will, die vor Wangerooge anlegen, gerät sie in die Fänge von Piraten... und mit ihnen auf eine weite und lange Reise.

Das falsche Herz des Meeres ist genau das richtige Buch für Fernweh, für Interesse an andere Kulturen und für starke Mädchen.
Der Einstieg fiel mir etwas schwer. Denn Leevke ist ein richtiges Seemannsmädchen und es kommen im gesamten Buch so viele "Fachwörter" der Seemanssprache vor, die man sicherlich schon mal gehört hat, aber eben nicht genau weiß, was es ist. Leider gibt es auch kein Glossar, das ich an dieser Stelle wirklich etwas vermisst habe. Man braucht es jetzt zwar nicht zum Verständnis der Geschichte, aber es hätte sie noch eindringlicher gemacht, finde ich, noch bunter und lebendiger.
Auch mit Leevke hatte ich anfangs Probleme. Sie ist 14 und schon da ein starkes Mädchen mit Charakter. Mutig, wenn auch noch manchmal unsicher. Besserwisserisch (oft mehr als gerade gut für sie ist) und ihrer Zeit einfach meilenweit voraus. Sie ist ein bisschen wie das Meer, das sich nicht von den Menschen zähmen lässt, das keine Grenzen kennt und doch auf welche stößt. Doch nach und nach mochte ich Leevke immer mehr und bewunderte dieses harte, salzige Mädchen. Sie ist klug, vielleicht ein bisschen naseweis, ungestühm und furchtbar neugierig und wissbegierig. Außerdem hat Leevke die ganz besondere Gabe das Meer zu lesen - was ich aber etwas unrealistisch fand. Nicht, weil ich nicht glaube, dass es Menschen mit diesem Talent tatsächlich so gibt. Sondern weil Leevke zwar von ihrem Vater viel über Seefahrt, das Meer gelernt hat, aber eben nie selbst direkt auf dem Meer war. Zumindest wird das so nicht im Buch erwähnt.
Den rauen Charme der Nordsee hat Hilke Rosenboom sehr gut eingefangen. Die Geschichte beginnt ja auf Wangerooge. Die Menschen sprechen noch verständlich, aber eben auch mit dem 'typischen' Dialekt. Der Leser begleitet Leevke in Form des Er-Erzählers (Vergangenheit) und ich würde behaupten, dass selbst im Orient und später in Venedig immer ein bisschen von Wangerooge mitschwingt - nicht nur durch Leevkes Gedanken. Gleichzeitig ist auch Hanrib el Aniil immer präsent, auch wenn er als Charakter an sich nicht so präsent ist. Die zarte Liebesgeschichte, die sich hier entspinnt, ist eher... ich will nicht sagen nebensächlich, denn sie nimmt durchaus einigen Raum ein, aber eher unterschwellig. Ja, unterschwellig.
Die Autorin entführt Leevke - und mit ihr die Leser - in eine so wunderbare, duftende, bunte Welt, die alles vermischt: Kultur, Liebe, Sehnsucht, Fernweh, Heimweh, Freundschaft, Verrat, Graumsamkeit, Freundlichkeit, Abneigung, Zerrissensein. Man lernt sicherlich auch noch einiges über Schifffahrt, Marokkos Kultur, das Venedig des 19. Jahrhunderts. Alle Charaktere haben dabei - wie auch die Welt und die Geschichte, der Plot an sich - ihre Ecken und Kanten. Aber das macht für mich einen Roman immer so lebendig und realistisch. Auch wenn sich einige Stellen etwas ziehen, wird es nie langweilig.
Fragen bleiben zum Schluss an sich keine offen. Der Leser kann die Geschichte im Kopf gut weiterspinnen, aber im Endeffekt ist alles gesagt. Die Wendung zwischen Leevke und ihrer besten Freundin Johanna hat mich zum Schluss sehr erschreckt und ich konnte es nicht ganz nachvollziehen. Da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht.

Kurz: Ein Buch mit vielen Worten und doch ohne Worte. Das falsche Herz des Meeres hat seine Macken und doch war es eine so wunderbare Reise, die ich jederzeit wieder mitmachen würde - ohne Umschweife.



Weitere Informationen:
Verlag: cbt
Taschenbuch
Seiten: 384
ISBN: 978-3-570-30485-3
Preis: [D] 8,95 €

Donnerstag, 26. April 2012

Einfach nur: GENIAL!

Hallo alle miteinander!

Vor einer Woche machte ich es mir auf meinem Sofa gemütlich. Ich wollte doch ganz dringend Du oder die große Liebe lesen, bevor ich mich meinem Uni-Buch widmen muss. Als ich es aufschlug, war ich doch erst mal verwundert, denn die Leserstimmen waren gleich auf Seite zwei abgedruckt. Wohlgemerkt zu Band eins (Du oder das ganze Leben).
Ich muss dazu gestehen, dass ich diese Leserstimmen oftmals nur überfliege, aber die habe ich gelesen, weil... ich weiß auch nicht. An einer blieb ich hängen und stutzte. Wie auch schon einmal. Die kam mir so bekannt vor...

Es geht um die letzte Leserstimme von Amazon: "GENIAL! Mehr, mehr, mehr!".
Hab das nicht ich geschrieben? Aber warum steht dann da "amazon.de" dahinter? Hm... Mal schnell in meine Rezi geguckt: Nee, das kam nicht von mir. Aber seltsam. Ich war mir so sicher... Oder doch nicht?
Es ließ mir jedenfalls keine Ruhe und ich durchstöberte alle Rezensionen zu Du oder das ganze Leben auf Amazon.... und wurde fündig:

Klick für "Groß"
Seht ihr das?! Seht ihr das?!
Mich hat's ja umgehauen. Hier für alle noch mal im Detail:

Klick für "Groß"
Damit ihr nicht denkt, ich würde mich mit fremden Federn schmücken. :D

Ich war echt baff! Denn die Überschrift habe ich "damals" noch extra geschrieben, bis ich vor ein paar Monaten dazu übergegangen bin, einen Teil des Kurzfazits zu nehmen. Aber wah! Auch wenn mein Name nicht dabei steht und auch wenn es niemand sonst weiß (außer ihr jetzt ;-) ) - ich bin soooo glücklich und find's so genial. *-* Das ist eine große Ehre wie ich finde.

Kurz: Ich konnte nicht umhin, euch damit zu belästigen. :D

[Top Ten Thursday] 10 Sach- bzw. Fachbücher aus eurem Bücherregal


Hallo alle miteinander!

Ich glaube, ich mache heute das erste mal bei Alices Top Ten Thursday mit. Ich wollte schon einmal vor ein paar Wochen mitmachen, hab's aber dann - Schande über mein Haupt - verschludert.
Diesmal geht's aber um Sach- und Fachbücher, wie ihr an der Überschrift erkennen könnt. Und damit ihr nicht denkt, ich les "nur" Unterhaltungsliteratur (okay, hauptsächlich) zeig ich euch doch mal, was so für mein Studium in meinem Bücherregal (gestapelt auf meinem EXPEDIT) steht:

1. Königs Literaturhilfen - Literaturkritik und literarische Wertung (muss ich noch lesen)
2. Das neue Handbuch des Journalismus
3. Recherchieren
4. Das Synonym-Wörterbuch
5. Massenmedien in Deutschland

Tatsächlich nicht so viele. Drei werde ich noch verkaufen, deswegen sind sie hier nicht aufgelistet. Dazu soll bald auch noch Deutsch für junge Profis kommen, das habe ich schon vor etwas mehr als einem Jahr gelesen und kann es auch allen Nicht-Journalisten empfehlen, die gern schreiben.
Außerdem steht dann noch das Urheberrechtsgesetz in meinem Regal, aber das ist ja "nur" der Gesetzestext.
Die meiste Literatur zum Studium leihe ich tatsächlich aus der Bib aus. Nur die, die ich wirklich für "nachhaltig" erachte oder es beinahe zerlegen musste (wie Massenmedien), dürfen bleiben.

Hier seht irh den "Originalpost", sprich, was Alice im Bücherregal stehen hat: >>KLICK<<

Mittwoch, 25. April 2012

[Filmrezension] Wenn der Wind weht

Inhalt:
Hilda und Jim sind ein drolliges, altes Ehepaar. Sie leben friedlich auf dem englischen Land ohne direkte Nachbarn. Als Jim eines Tages im Radio eine Meldung hört, dass sich bald ein Krieg anbahnen soll, ergreift er Präventivmaßnahmen. Streng nach einem kleinen Handbüchlein der Regierung, bzw. des Landratsamtes. Seine Ehefrau Hilda hingegen lässt ihren Mann werkeln, passt auf, dass er nichts kaputt macht und geht ihrem gewohnten Tagesablauf nach.
Doch, was dann passiert, hätte sich das Ehepaar wohl nie träumen lassen...

Der Film basiert auf einem Buch (Comic?) von Raymond Briggs.
Der Anfang ist - für einen eigentlich animierten Film - etwas seltsam... Es werden reale Szenen einer Demonstaration oder eines Atommülltransports gezeigt. Auch andere Szenen sind nicht gezeichnet oder animiert, sondern 'real aufgenommen'. Ich vermute auch, dass entweder ein bisschen mit Computern animiert wurde, bzw. vielleicht auch in der Art von Wallace & Gromit. Zumindest sahen manche Sequenzen so aus. Was ich persönlich aber nicht negativ finde, denn die Bilder reihen sich wirklich gut in die Szenerie und Atmosphäre ein. Es ist ein besonderes Bonbon, das dem Zuschauer geboten wird.
Die Musik... ja, die hätte mich beinahe verschreckt, denn das Titellied (von David Bowie) fand ich nicht besonders passend. Später aber wird es besser. Wobei man dazu sagen muss, dass die musikalische Untermalung eher zweitrangig ist und der Film wirklich von den Protagonisten Jim und Hilda lebt.
Genau diese beiden besitzen einen untrüglichen, drolligen Charme. Sie sind das typische Ehepaar, das den zweiten Weltkrieg mitbekommen hat und noch in 'ihrer' Zeit leben. Hilda - die Mutter, die Hausfrau, die Saubermacherin. Jim, der seinen bubischen Schalk behalten hat, der Mann im Haus ist und doch gern mal in die Vergangenheit zurück schaut. Die beiden mosern, nörgeln, haben Witz, sind einfach furchtbar sympathisch und stellen nichts in Frage - nichts! So kommt es beispielsweise zu den absurden Sicherheitsmaßnahmen.
Der Film belehrt in gewisser Weise auch. Nicht mit oberlehrerhaftem Zeigefinger. Eher passend zur Geschichte erfährt man, wie es zu Zeiten des zweiten Weltkriegs zugegangen ist - von britischer Seite. Wer war da noch mal gegen wen? Jim klärt auf.
Man verfolgt das beschauliche Leben der beiden bis eine ungeahnte Wendung eintritt. Tatsächlich habe ich bis zum Schluss angenommen, dass es irgendwie erklärt wird - aber nein. Das Ende ist... traurig. Für mich auch ein bisschen verwirrend, weil ich einfach so auf ein anderes Ende gehofft habe, das aufklärt, denn die Wendung hielt ich für ein bisschen unrealistisch - im Zusammenhang gesehen.
Der Film ist ja auch schon etwas älter und meine Version wurde remastert. Dabei hat man wohl bei der Synchro vergessen den Ton einzupegeln. Jedenfalls musste ich DVD-Player und Fernseher etwas mehr aufdrehen als sonst, um alles zu verstehen.
Insgesamt bin ich von dem Film aber sehr angetan. Wem Die letzten Glühwürmchen gefallen hat, dem wird Wenn der Wind weht bestimmt auch gefallen - und umgekehrt.

Kurz: Ein herzlicher Film, der witzig und charmant ist, aber auch traurig stimmt und zum Nachdenken anregt.



Weitere Informationen:
Basiert auf einem Buch / Comic (deutsch, englisch) von Raymond Briggs
Mehr Infos zur Ausstattung der DVD
Originaltitel: When the wind blows
Regie: Jimmy T. Murakami
Länge: 80 Minuten
FSK: 6
Auf DVD erhältlich.

Dienstag, 24. April 2012

Die Glücksfee hat zugeschlagen

Hallo alle miteinander!

Vor einiger Zeit hat Anja von Bücherzauber ein kleines Gewinnspiel veranstaltet. Unter anderem gab es da ein Büchlein zu gewinnen, das vor ein paar Monaten ja wahre Begeisterungsstürme ausgelöst hat. Wir reden nicht von dem tollen Cover und der Verarbeitung!
Jaaa, ihr könnt's euch denken, oder? Die Glücksfee hat (mal wieder) zugeschlagen und mir das tolle Buch beschert:

Auch Lady Lorelies war ganz entzückt und konnte nicht meckern (auch wenn sie meint, dass der SuB ein bisschen an 'Gewicht' verlieren könnte). Ich hab das meckern derzeit aufgegeben. Hilft ja doch nix.
Da besorg ich mir lieber ein neues SuB-Regal. :D

[Rezension] Küss weiter, Liebling! von Rachel Gibson


Inhalt:
Adele Harris hatte sie alle: Streber, Loser, Egomanen, Langweiler, Sexbesessene und die ganz normalen Wahnsinnigen. Wenn sie doch nur jemanden finden würde wie Zach, ihre erste große Highschool-Liebe, der sie dann allerdings wegen einer anderen sitzengelassen hat. Gut, so perfekt war Zach dann wohl doch nicht. Aber als Adele ihm plötzlich wieder über den Weg läuft muss sie feststellen, dass ihr Teenieschwarm so anziehend ist wie eh und je …

[Quelle: randomhouse.de]


>>Leseprobe<<



Adele Harris sucht den Mann für's Leben - eigentlich. Aber alle Männer, die sie datet sind - um es kurz zu machen - Loser. Ihre Schwester scheint das perfekte Leben zu führen - eigentlich. Doch als die sich, schwanger, von ihrem Mann trennt, braucht sie Adeles Hilfe und Adele sieht sich gezwungen wieder in ihre Heimatstadt zu ziehen.
Dort begegnet sie wieder ihrer ersten Liebe: Zach Zemaitis. Der ließ sie damals wegen seiner Ex sitzen und Adele flüchtete vor ihm. Ob sie ihm diesmal auch wieder entkommen kann?

Es ist leichte, aber unterhaltsame Lektüre. Ich liebe Rachel Gibsons Schreibstil, weil er so fluffig ist, aber auch gleichzeitig so fesselnd und gefühlvoll, dass ich ihre Bücher kaum aus der Hand legen kann.
In Küss weiter, Liebling! geht es nicht nur, um ein bisschen Sport und eine heiße (Erwachsenen-)Romanze, sondern der Roman hat auch einen kleinen fantastischen Einschlag, der äußerst witzig wird. Wie oben schon gesagt, konnte ich auch dieses Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Ich habe zwar einmal etwas vorgelesen, sodass ich die grobe Handlung (und das Ende) kannte, aber trotzdem habe ich die Geschichte mit viel Spannung verfolgt und sie ließ mich wirklich kaum aus ihren Fängen.
Zum einen mochte ich die Charaktere, auch wenn Zach fast ein bisschen zu machomäßig war. Zum anderen - das habe ich auch schon oben erwähnt - fesselte mich einfach Gibsons Schreib- und Erzählstil so sehr, dass ich einfach immer wissen musste, wie es mit Adele, Zach und den anderen weiter geht.
Wer hier eine besonders tiefgründige Geschichte erwartet, der ist definitiv falsch. Wer einen gewitzten Plot, ein bisschen "Fantasie" und ein paar heiße Szenen lesen möchte, die einfach unterhalten, der ist platinrichtig!
Erzählt wird die Geschichte übrigens hauptsächlich und abwechselnd aus Zachs und Adeles Sicht - dritte Person, Vergangenheit. Ich konnte mit beiden sehr gut mitfühlen und mitfiebern, auch wenn an sich nicht sooo viel passiert. Ich hatte - wie immer bisher - viel Spaß und kann diese 'schnelle' und locker-flockige Lektüre nur jedem ans Herz lesen, der genau das sucht.

Kurz: Witzig, spritzig, locker, leicht. Zum Lachen, Weinen und mit Spannung mitfiebern. Diesen tollen Mix findet man in Küss weiter, Liebling!. Die Seiten werden nur so dahin fliegen!




Weitere Informationen:
Rachel Gibson FAQ: Antwort auf die meistgestellten Leserfragen
Verlag: Goldmann
Übersetzer: Antje Althans
Taschenbuch
Seiten: 288
Originaltitel: Not Another Bad Date
ISBN: 978-3-442-47032-7
Preis: [D] 8,95 €

Montag, 23. April 2012

[Rezension] Dark Future - Herz aus Eis von Eve Kenin

1. Band

Inhalt:
Ende des 21. Jahrhunderts: Kriege und Naturkatastrophen haben die Erde zerstört, zurückgeblieben ist eine rauhe Eiswüste, in der ein Menschenleben nichts mehr wert ist. Besonders für Frauen ist der Kampf ums Überleben hart, und die wichtigste Regel lautet: Vertraue niemandem! Nach diesem Grundsatz lebt auch die Truckerin Raina Bowen – bis sie Wizard kennenlernt. Langsam öffnet sich Raina dem verführerischen Fremden und ahnt nicht, dass Wizard sie für seine eigenen Pläne benutzt: Mit ihrer Hilfe will er einen Mann ködern, der ebenso mächtig wie tödlich ist … ein Mann, vor dem Raina schon seit ihrer Kindheit flieht.

[Quelle: droemer-knaur.de]



>>Leseprobe<<



Raina Bowen ist eine toughe junge Frau - und Truckerin. In der öden Eislandschaft, die sich in naher Zukunft über die nördliche Hemisphäre zieht, verdient sich Raina ihr Brot mit einem wirklich harten Geschäft. Sie muss als erstes am Ziel sein und eine Ladung Lebensmittel abgeben. So kann sie sich ein stattliches Preisgeld verdienen, ihre (ihr unbekannte) Schwester unterstützen und sich ihren Traum erfüllen... Raina ist nur eine Lizenz davon entfernt - und diese Lizenz soll ihr der geheimnisvolle Wizard besorgen, den sie selbst noch nie getroffen hat...
Doch Wizard kommt zu spät zum verabredeten Zeitpunkt - und steckt auch noch mächtig in der Tinte. Soll Raina ihm helfen und damit das Preisgeld auf's Spiel setzen oder...?

Der erste Band der Dark Future Serie.
Ich muss sagen, das Setting ist schon sehr speziell. Ich würde behaupten, dass dieser Teile keinerlei fantastische Einflüsse hat, sondern eher in die Richtung Science-Fiction-Realität geht.
Eve Kenins Schreibstil ist flüssig, aber der gewisse Funke ist bei mir nicht (immer) ganz übergesprungen. Erzählt wird zumeist aus Rainas Perspektive - dritte Person, Vergangenheit. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, denn Raina ist echt eine starke, junge Frau, die aber zugleich sofort von Wizard angetan ist, obwohl sie ihn noch nicht mal richtig gesehen hat. Sie wehrt und sträubt sich ständig gegen diese Anziehung zwischen ihnen, aber das fand ich anfangs ein klein bisschen nervig.
Warum? Ich habe schon erwähnt, dass Raina eine starke Persönlichkeit ist. Sie kam erst einmal ganz anders rüber als 'normale' Heldinnen. Aber sobald Wizard auftaucht, scheint sie 'nur' noch eine Frau zu sein, die... ich weiß auch nicht recht... einfach eben eine Frau ist, die zu stur oder eigensinnig ist, sich einzugestehen, dass sie den Typen vor ihr anziehend findet. Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Ich hab nichts dagegen, wenn sie die Protagonistin gegen eine Beziehung oder dergleichen sträubt. Aber da es hier gleich vom ersten Moment an der Fall war, hat es mich ein bisschen genervt. Obwohl es aber besser wird.
Die Charaktere fand ich insgesamt gelungen und interessant - allen voran Wizard, der nicht nur so 'geheimnisvoll' beschrieben wird, sondern es tatsächlich auch für den Leser ist, obwohl auch aus seiner Perspektive die ein oder andere Passage erzählt wird. Ich geb's zu, ich hab derzeit ein Faible für die männliche Sicht in romantischen Romanen.
Es gibt allerdings noch einen kleinen Kritikpunkt: Bis der Plot ins Rollen kommt, bis ich wusste, worauf die Story aus ist, vergehen echt einige Seiten. Das fand ich schade, weil ich es mir ein bisschen dynamischer gewünscht hätte, gerade weil Raina auch so eine "Do-it-yourself" Frau ist, die handelt statt grübelt.
Nicht zu leugnen ist aber, dass hier mal ein etwas anderer Roman vorliegt. Es geht schon mal heiß her, der Plot ist auch nicht zu verachten (wenn er in die Gänge kommt) und es macht Spaß mit Raina und Wizard mitzufiebern und einfach mit Spannung auch ihre Geschichte zu verfolgen.

Kurz: Trotz kleiner Kritik-Punkte eine gelungene Zukunftsvision, in der es nicht nur eiskalt und spannend hergeht, sondern auch heiß und gefühlvoll!




Weitere Informationen:
Verlag: Knaur.
Übersetzer: Christiane Meyer
Taschenbuch, Klappenbroschur
Seiten: 336
Originaltitel: Driven
Reihe: Dark Future
ISBN: 978-3-426-50924-1
Preis: [D] 9,99 €